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Sicher ein sehr überlegter und in neuartiger Sichtweise geschriebener Artikel, danke. Allerdings steht das Denkmal immer noch in seiner Pracht und Gewalt auf dem „Siegesplatz“, unübersehbar, dominant. Die in der Krypta versuchte „Depotenzierung“ mag ein erster Ansatz sein; mehr ist sie aber noch nicht!
Die wirkliche Depotenzierung muss auch oberflächlich stattfinden! Für jede/n sichtbar, die/der daran vorbeigeht! Das Denkmal muss seiner Macht und Unantastbarkeit entledigt werden, oberflächlich. Das Foto zeigt den Ansatz: Das Denkmal steht frei und nicht eingezäunt auf dem Platz, für alle zugänglich. So sollte es auch sein, denn der Zaun erhöht seine Machtposition, seine Unantastbarkeit, jene physische wie auch die geistige.
Mein seit langem vorgebrachter Vorschlag wäre daher, den Zaun wegzunehmen und zwischen den Säulen eine Bar einzurichten! Denn die Bar ist in Italien der demokratischste und normalste Ort, den es gibt! Alle haben Zugang, alle können sich das Denkmal anschauen und seine Macht wird durch die Beherbung eines Kaffeesieders ganz banal gebrochen! So möge die neue Bozner Stadtverwaltung den Mut haben, diese ultimative Depotenzierung im Sinne des Volkes durchzuführen!
Zum Glück hat Präsident Fischer keine Ahnung von Geschichte. Sonst hätte er angesichts der haarsträubenden, mehrfach dokumentierten historischen Fehler und Unterlassungen im sogenannten Dokumentationszentrum diesen Ort der Geschichtsklitterung fluchtartig verlassen müssen.
Ich habe schon öfters auf die Fehler und Unterlassungen im sogenannten Dokumentationszentrum hingewiesen. Zuden Fehlern gehören u. a. die vielen Übersetzungesfehler (Tenente=Leutnant anstatt Oberleutnant), oder die Behauptung, dass Battisti von Kaiserjägern festgenommen wurde, obwohl es Landesschützen, namentlich der Landesschütze Bruno Franceschini, waren. Die vielen Fehler sind meistens nicht wesentlich, aber bezeichnend für die Oberflächlichkeit, mit der die Ausstellung gemacht wurde. Viel schlimmer sind die Unterlassungen. So wird z. B. berichtet, dass bei der Einweihung des Denkmals 23 Musikkapellen anwesend waren, aber nicht, dass sie unter Androhung der Auflösung dazu gezwungen wurden. Auch die üble nationalistische Haltung von Bischof Endrici, der Protest des gesamten Südtiroler Klerus und das schweigen des um Hilfe angerufenen Papstes werden nicht erwähnt. Diese Liste ließe sich endlos weiterführen.
Ist es möglich, dass der Fischer nicht gewusst hat, dass man Tenente nicht mit Leutnant übersetzen kann ? Und dass ein
Landesschütze den Battisti erwischt hat ? Unglaublich. Das wissen doch alle. Und der Verein der Erbsenzähler e.V. hat auch
festgestellt, dass in den Texten 17 (!) Beistriche fehlen. Es gibt eben keine deutsche Genauigkeit mehr. Wo wird es enden ?
ich vermisse auch Tatsachhen. Brixen nach semptember 1943. Auf einer Mauer wird „ viva il re“ geschrieben. 5 Lyzeumschueler von insgesamt 11 enden nach Dachau. Einer kehrt nach Kriegsende zurueck 30 kg schwer. Sie kennen diese Geschichte aus Brixen glaube ich sehr gut von einer anderen Warte. Wie sagen sie dazu?
In der Geschichte zählen für mich nicht „andere Warten“, sondern nur Fakten. Verbrechen sind Verbrechen, gang gleich von wem und an wem sie begangen wurden. Das dürfte ihren Horizont übersteigen.
Das ist nicht verwunderlich. Hat doch jahrzehntelang eine gewisse Presse, Politiker, und Gesellschaft die Verbrechen der Nazis in Südtirol, kleingeredet und verheimlicht. Der Lehrer Innerhofer wurde zum Volkshelden stilisiert, die vielen ermordeten Mitbürger kommen erst jetzt, zumindest was die jüdischen betrifft, durch die Stolpersteine ans Tageslicht.
Und die Mitschuld der Südtiroler Nazis an diesen Verbrechen wurde nie offengelegt. Wenn man da unterm Seigesdenkmal
alle Beteiligten und jedes Verbrechen anführen würde, bräuchte es eine Erweiterung.
Es freut mich das sie die Suedtiroler Verantwortlichen fuer diese barabarische Tat als kriminelle betrachten (hoffe richtig verstanden zu haben, Wandschmiererein werden doch nicht mit Lagerhaft bestraft...) da Sie auch persoenliche Verbindungen zu den Taetern haben oder? Natuerlich vermisse ich Vor und Nach Namen der Verantwortlichen im Museum zu sehen und lesen ! Aber wahrscheinlich zur Geschichtsaufarbeitung braucht es noch Zeit.
Manche Leute haben eben nur eine einäugige Sicht der Geschichte.Die italienischen Faschisten sind schlecht, die deutschen Nazifaschisten sind inexistent. Die hunderte Südtiroler, die diese ermordet haben, sind für diese Leute inexistent.
Deswegen trauen sie sich auch nicht unter das Siegesdenkmal. Sie müssten den Mördern in die Augen schauen. Dem Fischer
vorzuwerfen er hätte keine Ahnung von Geschichte ist eine Frechheit, die nur Ewiggestrige erfinden können.
Ich bin tatsächlich der Meinung, dass italienische Faschisten schlecht sind, aber nicht weil sie Italiener sind. sondern weil ihre Ideologie menschenverachtend ist, was durch Millionen Tote eindeutig belegt wird. Ich bin ebenso der Meinung, dass deutscher Nationalsozialismus schlecht ist, weil er menschenverachtend und todbringend ist. Bei meinem auch durch meine Publikationen dokumentierten Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus, Faschismus und Nationalsozialismus interessiert es mich nicht, ob es sich um Italiener oder um Deutsche handelt. Ich verabscheue alle Rassisten und Nationalisten. Wenn es hier Leute gibt, die Faschismus gut finden, weil er italienisch ist, und Nationalsozialismus schlecht, weil er deutsch ist, dann sind das für mich Ewiggestrige, die aus der Geschichte nichts gelernt haben.
Die einzig vernünftige Einstellung ist, Faschismus und Nationalsozialismus ohne wenn und aber und ohne Blick auf die Nationalität des Betreffenden zu verteidigen. Anscheinend ist das für manche hier zu schwer zu verstehen.
Dem guten Herrn Fischer konnte man das Märchen vom angeblich „entschärften“ Siegesdenkmal gut erzählen, da er nach einem Kurzbesuch wieder weg ist und somit nicht weiß, dass das Denkmal weiterhin von Neofaschisten für Kranzniederlegungen und Aufmärsche missbraucht wird.
Wer hingegen ein wirklich entschärftes Smbol eines totalitären Regimes sehen möchte, kann sich das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg anschauen - das dortige Dokumentationszentrum verdient sich diesen Namen auch wirklich.
Sicher ein sehr überlegter
Sicher ein sehr überlegter und in neuartiger Sichtweise geschriebener Artikel, danke. Allerdings steht das Denkmal immer noch in seiner Pracht und Gewalt auf dem „Siegesplatz“, unübersehbar, dominant. Die in der Krypta versuchte „Depotenzierung“ mag ein erster Ansatz sein; mehr ist sie aber noch nicht!
Die wirkliche Depotenzierung muss auch oberflächlich stattfinden! Für jede/n sichtbar, die/der daran vorbeigeht! Das Denkmal muss seiner Macht und Unantastbarkeit entledigt werden, oberflächlich. Das Foto zeigt den Ansatz: Das Denkmal steht frei und nicht eingezäunt auf dem Platz, für alle zugänglich. So sollte es auch sein, denn der Zaun erhöht seine Machtposition, seine Unantastbarkeit, jene physische wie auch die geistige.
Mein seit langem vorgebrachter Vorschlag wäre daher, den Zaun wegzunehmen und zwischen den Säulen eine Bar einzurichten! Denn die Bar ist in Italien der demokratischste und normalste Ort, den es gibt! Alle haben Zugang, alle können sich das Denkmal anschauen und seine Macht wird durch die Beherbung eines Kaffeesieders ganz banal gebrochen! So möge die neue Bozner Stadtverwaltung den Mut haben, diese ultimative Depotenzierung im Sinne des Volkes durchzuführen!
Antwort auf Sicher ein sehr überlegter von Sigmund Kripp
Bar sehr gute Idee.
Bar sehr gute Idee.
Magnifico articolo, come
Magnifico articolo, come sempre!
Zum Glück hat Präsident
Zum Glück hat Präsident Fischer keine Ahnung von Geschichte. Sonst hätte er angesichts der haarsträubenden, mehrfach dokumentierten historischen Fehler und Unterlassungen im sogenannten Dokumentationszentrum diesen Ort der Geschichtsklitterung fluchtartig verlassen müssen.
Antwort auf Zum Glück hat Präsident von Hartmuth Staffler
Herr Staffler, Was gefaellt
Herr Staffler, Was gefaellt Ihnen nicht am Museum ? Vieleicht das es vom deutschen Faschismus spricht und seiner Handlanger?
Bitte erklaeren Sie un
Antwort auf Herr Staffler, Was gefaellt von carlo sperzna
Ich habe schon öfters auf die
Ich habe schon öfters auf die Fehler und Unterlassungen im sogenannten Dokumentationszentrum hingewiesen. Zuden Fehlern gehören u. a. die vielen Übersetzungesfehler (Tenente=Leutnant anstatt Oberleutnant), oder die Behauptung, dass Battisti von Kaiserjägern festgenommen wurde, obwohl es Landesschützen, namentlich der Landesschütze Bruno Franceschini, waren. Die vielen Fehler sind meistens nicht wesentlich, aber bezeichnend für die Oberflächlichkeit, mit der die Ausstellung gemacht wurde. Viel schlimmer sind die Unterlassungen. So wird z. B. berichtet, dass bei der Einweihung des Denkmals 23 Musikkapellen anwesend waren, aber nicht, dass sie unter Androhung der Auflösung dazu gezwungen wurden. Auch die üble nationalistische Haltung von Bischof Endrici, der Protest des gesamten Südtiroler Klerus und das schweigen des um Hilfe angerufenen Papstes werden nicht erwähnt. Diese Liste ließe sich endlos weiterführen.
Antwort auf Ich habe schon öfters auf die von Hartmuth Staffler
Ist es möglich, dass der
Ist es möglich, dass der Fischer nicht gewusst hat, dass man Tenente nicht mit Leutnant übersetzen kann ? Und dass ein
Landesschütze den Battisti erwischt hat ? Unglaublich. Das wissen doch alle. Und der Verein der Erbsenzähler e.V. hat auch
festgestellt, dass in den Texten 17 (!) Beistriche fehlen. Es gibt eben keine deutsche Genauigkeit mehr. Wo wird es enden ?
Antwort auf Ist es möglich, dass der von F. T.
Das endet damit, dass
Das endet damit, dass sogenannte Dokumentationszentren in Zukunft nicht mehr Tatsachen dokumentieren, sondern vorgefasste Meinungen.
Antwort auf Das endet damit, dass von Hartmuth Staffler
ich vermisse auch Tatsachhen.
ich vermisse auch Tatsachhen. Brixen nach semptember 1943. Auf einer Mauer wird „ viva il re“ geschrieben. 5 Lyzeumschueler von insgesamt 11 enden nach Dachau. Einer kehrt nach Kriegsende zurueck 30 kg schwer. Sie kennen diese Geschichte aus Brixen glaube ich sehr gut von einer anderen Warte. Wie sagen sie dazu?
Antwort auf ich vermisse auch Tatsachhen. von carlo sperzna
In der Geschichte zählen für
In der Geschichte zählen für mich nicht „andere Warten“, sondern nur Fakten. Verbrechen sind Verbrechen, gang gleich von wem und an wem sie begangen wurden. Das dürfte ihren Horizont übersteigen.
Antwort auf In der Geschichte zählen für von Hartmuth Staffler
Das ist nicht verwunderlich.
Das ist nicht verwunderlich. Hat doch jahrzehntelang eine gewisse Presse, Politiker, und Gesellschaft die Verbrechen der Nazis in Südtirol, kleingeredet und verheimlicht. Der Lehrer Innerhofer wurde zum Volkshelden stilisiert, die vielen ermordeten Mitbürger kommen erst jetzt, zumindest was die jüdischen betrifft, durch die Stolpersteine ans Tageslicht.
Und die Mitschuld der Südtiroler Nazis an diesen Verbrechen wurde nie offengelegt. Wenn man da unterm Seigesdenkmal
alle Beteiligten und jedes Verbrechen anführen würde, bräuchte es eine Erweiterung.
Antwort auf In der Geschichte zählen für von Hartmuth Staffler
Es freut mich das sie die
Es freut mich das sie die Suedtiroler Verantwortlichen fuer diese barabarische Tat als kriminelle betrachten (hoffe richtig verstanden zu haben, Wandschmiererein werden doch nicht mit Lagerhaft bestraft...) da Sie auch persoenliche Verbindungen zu den Taetern haben oder? Natuerlich vermisse ich Vor und Nach Namen der Verantwortlichen im Museum zu sehen und lesen ! Aber wahrscheinlich zur Geschichtsaufarbeitung braucht es noch Zeit.
Antwort auf Zum Glück hat Präsident von Hartmuth Staffler
Manche Leute haben eben nur
Manche Leute haben eben nur eine einäugige Sicht der Geschichte.Die italienischen Faschisten sind schlecht, die deutschen Nazifaschisten sind inexistent. Die hunderte Südtiroler, die diese ermordet haben, sind für diese Leute inexistent.
Deswegen trauen sie sich auch nicht unter das Siegesdenkmal. Sie müssten den Mördern in die Augen schauen. Dem Fischer
vorzuwerfen er hätte keine Ahnung von Geschichte ist eine Frechheit, die nur Ewiggestrige erfinden können.
Antwort auf Manche Leute haben eben nur von F. T.
Ich bin tatsächlich der
Ich bin tatsächlich der Meinung, dass italienische Faschisten schlecht sind, aber nicht weil sie Italiener sind. sondern weil ihre Ideologie menschenverachtend ist, was durch Millionen Tote eindeutig belegt wird. Ich bin ebenso der Meinung, dass deutscher Nationalsozialismus schlecht ist, weil er menschenverachtend und todbringend ist. Bei meinem auch durch meine Publikationen dokumentierten Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus, Faschismus und Nationalsozialismus interessiert es mich nicht, ob es sich um Italiener oder um Deutsche handelt. Ich verabscheue alle Rassisten und Nationalisten. Wenn es hier Leute gibt, die Faschismus gut finden, weil er italienisch ist, und Nationalsozialismus schlecht, weil er deutsch ist, dann sind das für mich Ewiggestrige, die aus der Geschichte nichts gelernt haben.
Antwort auf Ich bin tatsächlich der von Hartmuth Staffler
Und mit Verlaub, wie ist es
Und mit Verlaub, wie ist es denn umgekehrt ?
Antwort auf Und mit Verlaub, wie ist es von F. T.
Die einzig vernünftige
Die einzig vernünftige Einstellung ist, Faschismus und Nationalsozialismus ohne wenn und aber und ohne Blick auf die Nationalität des Betreffenden zu verteidigen. Anscheinend ist das für manche hier zu schwer zu verstehen.
Antwort auf Die einzig vernünftige von Hartmuth Staffler
Natürlich nicht "verteidigen"
Natürlich nicht „verteidigen“ sondern „verurteilen“
Dem guten Herrn Fischer
Dem guten Herrn Fischer konnte man das Märchen vom angeblich „entschärften“ Siegesdenkmal gut erzählen, da er nach einem Kurzbesuch wieder weg ist und somit nicht weiß, dass das Denkmal weiterhin von Neofaschisten für Kranzniederlegungen und Aufmärsche missbraucht wird.
Wer hingegen ein wirklich entschärftes Smbol eines totalitären Regimes sehen möchte, kann sich das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg anschauen - das dortige Dokumentationszentrum verdient sich diesen Namen auch wirklich.