Tourismus
Wie lässt sich Südtirols Tourismus nachhaltiger gestalten und an welche Grenzen stoßen selbst Betriebe, die dabei vorangehen? Antworten von Hotelierin Michaela Nöckler.

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Sepp.Bacher Mer, 04/20/2022 - 11:39

Die Philosophie dieses Gastbetriebes finde ich sympatisch und sehr positiv. sie ist sicher vorbildhaft.
Bei den Überlegungen zum Bettenstopp würde ich ein Fragezeichen setzen?! Es sind in Südtirol oder auch im Pustertal insgesamt schon zu viele Gäste. Es kann nur umverteilt werden!
Optisch finde ich diesen „Zubau“ wie die Faust aufs Auge. Der „Zubau“ wirkt insesamt überdimensioniert und gibt dem Ganzen ein optische Schieflage. Die Integration beider Gebäudetteile ist wohl total mißlungen. Vielleicht wissen sie das selber und machen auch deshalb die Überlegungen, den alten Teil um- oder neu zubauen.

Mer, 04/20/2022 - 11:39 Collegamento permanente
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Ursula Plaickner Dom, 04/24/2022 - 11:39

Ich verstehe sie - und viele andere kleine, sehr engagierte Betriebsinhaber, die über sich hinauswachsen müssen, um bestehen zu können, um dann noch nebenher viele unqualifizierte Meinungen zu erhalten und wegstecken zu müssen.
Jeder spricht von der Notwendigkeit zur Veränderung zur Nachhaltigkeit - zu einer besseren Welt. Die Rahmenbedingungen sind aber vielerorts (noch) nicht gegeben - es gibt viele Strategiepapiere - ja, das ist wichtig und richtig. Aber jeder, der versucht hat, sich an die Umsetzung zu machen, merkt sehr schnell, dass wir Südtiroler-Innen dort nicht angekommen sind, wo wir im Geiste schon sind, wenn wir diese Papiere erstellen. Es würde da sofort auch begleitende einschneidende Maßnahmen benötigen, die überhaupt eine sofortige Umsetzung ermöglichen.
Das neue Landestourismuskonzept beschäftigt sich hauptsächlich mit dem insgesamten Zuviel an Touristen in den Hauptsaisonszeiten und den damit verbundenen Nachteilen. Also macht man den Deckel drauf. Die Menschen lieben „einfache Lösungen“. Sie sind nicht bereit, über komplizierte Lösungen nachzudenken, das ist unbequem. Aber manchmal ist es eben kompliziert, und es gibt nicht die einfache, schnelle Patentlösung. Leider hilft diese Art von Aktionismus den kleinen Betrieben und den strukturschwachen Dörfern überhaupt nicht weiter. Es bräuchte in diesem Konzept auch Überlegungen für die andere Seite der Medaille - wir reden viel zu viel über die Großen - eine Schieflage, die wir entstehen ließen, die aber jetzt mal hier ist, und die auch nicht wieder verschwindet. Lange wurde vieles neu erschlossen und vieles erweitert, das half einigen wenigen und schadete vielen Kleinen und auch den Menschen, die hier leben - zum Teil, denn es brachte auch Vorteile. Und jetzt, wo man den Deckel drauf macht, hilft man aber nicht gleichzeitig den Kleinen oder Unterentwickelten, die immer schon mehr Hilfe und Sichtbarkeit gebraucht hätten, sie zahlen nämlich aliquot gleich ins System IDM ein, wie die größeren Betriebe oder Destinationen. Man bestraft sie aber noch einmal - oder weiterhin? Die meisten, die darüber befinden, haben auch noch nie in einem kleinen Betrieb in einer strukturschwachen Gemeinde versucht, über die Runden zu kommen, sonst würden sie sich eine andere Meinung gebildet haben. Die Entscheidungsträger kommen aus den großen Verbänden und Betrieben. EigentümerInnen von kleinen Betrieben können es sich meistens nicht leisten, für Ämter in den Verbänden zu kandidieren, weil sie selbst mindestens 12 Stunden am Tag im Betrieb mitarbeiten müssen, damit alles gut läuft. Somit sitzen in den Gremien fast nur Inhaber von großen Betrieben. Und wer einmal versucht hat, sich in die Lage eines Betriebes zu versetzen, der komplett anders operiert, als der Eigene, der hat festgestellt, dass das selbst bei vollem Engagement und Empathie schwierig ist, immer an alles zu denken. Es muss nicht mal ein bewußtes Interesse dahinter stehen, mehr auf sich und seinesgleichen zu sehen. Es ergibt sich viel auch aus den Umständen. Die man natürlich verändern könnte, wenn es wichtig genug erschiene .... bei den Entscheidungsträgern.

Dom, 04/24/2022 - 11:39 Collegamento permanente
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Josef Fulterer Dom, 04/24/2022 - 22:10

In risposta a di Ursula Plaickner

Hinter den „sichtbaren Akzenten des Architekturbüros pedevilla“ würde ich ein großes Fragezeichen setzen. Die an die Wand und um die vorgesetzten Fenster geschraubten Bretter, werden ohne Dachvorsprung herunter faulen, bevor sie die gewünschte Patina entwickeln. Den richtigen Umgang mit der Holzbauweise hatten die Zimmerleute zu frühren Zeiten besser im Griff.
Statt eigene Duftmarken zu setzen, sollten die Projektanten mehr Rücksicht auf die Landschaft, den Bestand, aber auch auf die Bevölkerung und die Gäste nehmen.

Dom, 04/24/2022 - 22:10 Collegamento permanente

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