Griechenland
Der neue griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras muss entweder die Schulden neu verhandeln oder neue Geldquellen beschaffen. Er hat dafür einen Monat Zeit.
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Alfonse Zanardi Mer, 01/28/2015 - 21:10

Er ist jetzt schon brav zum russischen Botschafter gelaufen, wie ein „Hundl“.
Ich frag' mich wirklich warum Tsipras so viele Sympathien zukommen (inklusive jene der Autorin), ich denke es handelt sich um einen oberflächlichen Guevara-Reflex.
Ich finde sein Verhalten und das seiner Wähler kindisch, und ich fürchte es ist untermauert von Ahnungslosigkeit.

Mer, 01/28/2015 - 21:10 Collegamento permanente
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Alfonse Zanardi Gio, 01/29/2015 - 09:06

In risposta a di Alfonse Zanardi

Junger Revoluzzer von links, Typus Che Guevara, dringt mit radikalen Parolen nach vorn und verspricht die Revolution.
Das weckt in manchem „Salon-Sozialisten“ sozial-romantische Gefühle und führt zu Begeisterung.
Ich versteh’s nicht - ganz besonders nicht im griechischen Kontext.
Mehr zu diesem Standpunkt bei Spiegel Online: http://goo.gl/y13smo

Gio, 01/29/2015 - 09:06 Collegamento permanente
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Klaus Hartmann Lun, 02/02/2015 - 15:48

In risposta a di Alfonse Zanardi

Wir haben den Glauben an eine gerechte(re) Welt verloren. Den Glauben an eine gerechte(re) Aufteilung der Ressourcen. Den Glauben an Solidarität. Den Glauben an eine Ordnung die den Menschen und seine Würde in den Mittelpunkt stellt und wirtschaftliche und politische Belange dieser Würde unterordnet. Schade.
Was uns bleibt ist Zynismus.
Zynismus gegenüber all jenen die sich noch einen Funken jener Hoffnung und Kampfbereitschaft bewahrt haben die wir brauchen um uns gegen eine lebens- und menschenverachtende Politik und Finanzwirtschaft zur Wehr zu setzen.
Zynismus gegenüber all jenen die an einen Ausweg aus der Krise glauben der nicht notwendiger weise über die zunehmende Verelendung und Ausbeutung breiter Bevölkerungsschichten und über die schrittweise Aushöhlung unserer Demokratien erfolgen muss.
Zynismus gegenüber all jenen die noch an Gerechtigkeit glauben.
Zynismus gegenüber all jenen die sich noch trauen Visionen zu haben.
Wer es heute in Europa wagt das politische und wirtschaftliche Establishment in Frage zu stellen wird sehr schnell an den Rand gedrängt.
Bereits sozialdemokratische Forderungen (wie jene Athens) werden als linksradikal, utopisch, verklärt und dümmlich abgestempelt.
Ich bin froh dass es sie noch gibt – diese Spinner.

Lun, 02/02/2015 - 15:48 Collegamento permanente
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Klaus Hartmann Mer, 02/04/2015 - 16:29

In risposta a di Roland Kofler

Ob’s so einfach ist? Wohl kaum!
Aber weil es so schön ist die Dinge zu vereinfachen und weil ich komplizierte Dinge fast nie verstehe will ich Ihnen eine nette Geschichte erzählen. Um die Geschichte noch netter zu machen werden Sie und ich in dieser Geschichte die Hauprollen spielen.

In dieser Geschichte geht es darum wie Sie (Gläubiger) von mir (Schuldner) ihr Geld zuückbekommen können, das Sie mir (und hier beschönige ich) völlig uneigennützig geliehen haben um meine Schulden die ich bei Dritten (Banken) habe begleichen zu können.
Nehmen wir weiters an, dass ich mich auch deshalb verschuldet habe (nicht nur!!) weil ich von Ihnen Luxusgüter kaufte die ich mir nicht leisten konnte. Aber das wussten Sie natürlich auch nicht.
Außerdem habe ich mit Ihnen bereits Verträge zum Ankauf weiterer Luxusgüter unterzeichnet. Aber das war ja bevor ich Sie über meine missliche Lage unterrichtet habe.

So weit so gut. Jetzt nehmen wir weiter an, dass ich ein Landwirt bin und meine Schulden von meiner Hände Arbeit und von dem was mein Hof abwirft begleichen muss.
Was Sie mir als Ausweg anbieten ist folgendes: Sie leihen mir Geld unter der Bedingung, dass ich im Gegenzug SPAREN (großgeschrieben wohlgemerkt) muss.
Von den bereits unterzeichneten Lieferverträgen für Luxusgüter lassen Sie mich aus verständlichen Gründen natürlich nicht zurücktreten. Wo kämen wir da hin.

Sie leihen mir also Geld:
85% des Geldes leiten Sie sofort an die Banken weiter; zur Begleichung der dort fälligen Zinsen und Zinseszinsen;
10% muss ich aufwenden um Ihnen weiter Ihre Luxusgüter abzukaufen und 5% stehen mir zur Verfügung um meinen Hof wirtschaftlich auf Vordermann zu bringen.

Und weil 5% des Geldes nicht ausreichen um meinen Hof mit dem nötigsten zu Versorgen muss ich, sie hatten es mir ja bereits angekündigt: SPAREN.
Deshalb schlagen Sie mir vor meinen Tieren das Essen abzugewöhnen da das Futter für meine Tiere einen erheblichen Posten meiner Ausgaben ausmacht.
Ob das wohl gut geht?
Bevor meine Tiere tot umfallen sollten wir beide uns überlegen ob es nicht doch Alternativen zur Sanierung meines Hofes gibt und wir vielleicht BEIDE, wenn schon nicht als Gewinner, dann wenigstens nicht als Verlierer und vielleicht als Freunde aus dem Schlamassel rauskommen.

Mer, 02/04/2015 - 16:29 Collegamento permanente

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