Sanitätsreform
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Dass hat gebraucht! Nun ist
Dass hat gebraucht! Nun ist man mit der Wahrheit endlich herausgerückt. Über Jahre hinweg (seit 2013) wurde die Mindestanzahl von Geburten per anno (einmal waren es 500 ein anderes Mal 300) als absolute Voraussetzung für die Aufrechterhaltung einer Geburtenstation ins Feld geführt. Schlanders, Innichen und auch Sterzing wurden damit vertschüsst. Als Rom nun neulich klarstellte, dass es darum gar nicht ginge, sondern vielmehr um die fachärztliche Bestückung einer solchen Abteilung, sahen sich der Landes-Ministerpräsident, Arno Kompatscher, und dessen Ministerin für Gesundheit und Wohlbefinden, Martha Stocker, plötzlich zur Wahrheit genötigt. Und sie sagten, nicht die Anzahl sei letztendlich das Problem, sondern vielmehr die 24-stündige Präsenz eines Gynäkologen, eines Kinderarztes, eines Anästhesisten und einer Hebamme. Man könnte (oder will) sich derart hohe Kosten für dermaßen wenige Geburten schlicht und einfach nicht leisten. Ganz von der Hand zu weisen ist das Argument keineswegs. Warum aber, so muss man sich notgedrungen Fragen, die monatelang anhaltende Vernebelungsaktion? Hatte man vor den Wahlen nicht Glasnost versprochen? Oder meinte man damit nur trüben Most!?
In risposta a Dass hat gebraucht! Nun ist di Willy Pöder
Nun, es ist ganz
Nun, es ist ganz offensichtlich auch im Falle der ärztlichen Präsenz noch nicht geklärt, ob es sich um eine Verpflichtung handelt oder ob es auch in diesem Fall lediglich eine Empfehlung ist.
Es ist ganz einfach schade, dass bei jedem erdenklichen und auch nur ansatzweise opprtunen Thema ein eigener Weg auch entgegen bindender staatlicher Vorgaben fast schon zur Glaubensfrage erhoben wird, während man sich bei oft wesentlich leichter durchzusetzenden Maßnahmen schleunigst hinter höchst fadenscheinigen Argumentationen versteckt, sobald diese nicht den Vorstellungen entsprechen.
Ich habe nur noch immer nicht verstanden, wie viel tatsächlich durch die Auflassung der Geburtenstationen eingespart werden kann oder wie viel die Schließung der Chirurgie in den peripheren Krankenhäusern bringen wird. Es wurden dazu ja nicht einmal die Zahlen zu den Kosten der einzelnen Abteilungen veröffentlicht, geschweige denn eine tatsächliche Nettorechnung unter Berücksichtigung notwendiger Investitionen und/oder Aufstockungen in den anderen Krankenhäusern.
Volkswirtschaftlich gesehen dürfte die Zentralisierung ohnehin ein Wahnsinn sein, aber eine gesamtheitliche Betrachung der Maßnahmen zu verlangen wäre wohl offensichtlich des Guten eindeutig zu viel...