Nur Kulisse?
Was macht den Reiz der Seceda aus? Über eine unerwartete Antwort, einen „Spielplatz unter freiem Himmel“ – und Fremde, die immer fremder werden.

Seit ich ihn gelesen hatte, ging mir der Satz nicht aus dem Sinn. Da steht eine Touristin aus Südkorea an der Bergstation der Seceda und sagt verdutzt zur ebenso verdutzten ff-Redakteurin: „Südtirol? Das kenne ich nicht.“ Als die (wirklich lesenswerte) Reportage Ende August vorigen Jahres erschien, musste ich noch schmunzeln: Diese verrückten Leute! Kommen von so weit her und wissen gar nicht, wo sie sind! Heuer aber ist irgendwas anders. Heuer habe ich das Gefühl, selbst nicht mehr zu wissen, wo ich bin.

Fremde, die gab es in meinem Heimatdorf am Fuße der Seiser Alm schon immer. Die, mit denen ich aufgewachsen bin, kamen aus der Stadt (das war für mich Bozen), liefen im Herbst zur Spatzen-Zeit mit der Kastelruther Tracht herum, waren bei 20 Grad mit piumini und scarponi auf den flachsten Wanderwegen unterwegs. Schon etwas kurios, die Gäste. Nervig, ab und an. Und doch irgendwie vertraut. Denn so fremd waren „die Fremmen“ eigentlich nie. Die Sprache(n) nicht, die Kleidung nicht, die Gepflogenheiten nicht.

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Alessandro Stenico Lun, 07/28/2025 - 11:25

„Mehr als atemberaubend schöne Bilder sind wohl nicht drin. Zu viel, das wird es nur denen, die auch die restlichen Tage des Jahres in diesem von der Natur geschaffenen “Spielplatz„ leben wollen.“
Die große Masse der Touristen aus Asien widmet nur wenige Tage dem Besuch der Hotspots in den Dolomiten, aber es gibt schon bei denen etliche Wanderer auf Höhenwege oder sogar auf Klettersteige und nicht nur in den Dolomiten, habe auf den Weg zur Brixnerhütte Koreaner getroffen, oder vor ein Monat auf den Innerkofler Klettersteig eine Gruppe Chinesen getroffen, die gut am Fuß waren. Diese Art von Tourismus stört mich nicht, Wanderer und Kletterer aus Asien sind sicher eine kleine Minderheit, im Grunde bin ich auch ein Wandertourist, war in den letzten zwei Jahren im Japan wandern und Skibergsteigen.

Immer noch zum Thema: war vor ca. ein Monat auf den Paternkofel, der Busfahrer des Unternehmen „Dolomitibus“ erzählte mir, das er gute Erfahrungen mit asiatischen Gäste hat, die halten sich an den Regeln, schlimm wird es in August wenn italienische Touristen die Mehrheit sind, die halten sich nicht an der Reihe...

Lun, 07/28/2025 - 11:25 Collegamento permanente
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Lisa Maria Gasser Lun, 07/28/2025 - 17:26

In risposta a di Alessandro Stenico

Es sollte keinesfalls der Eindruck erweckt werden, Touristen(gruppen) in „störend-weniger störend“ oder „schlimm-weniger schlimm“ einteilen zu wollen. Eine solche Kategorisierung liegt mir fern.
Mir ging es darum, die zunehmende Entfremdung von den Fremden und damit auch von dem, was einmal der Fremdenverkehr war, anzusprechen.

Lun, 07/28/2025 - 17:26 Collegamento permanente
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Stefan S Mer, 07/30/2025 - 07:39

In risposta a di Lisa Maria Gasser

Diese Entfremdung ensteht hauptsächlich durch die (a)sozialen Medien in denen die Urlaubskulisse für die digitalen Story`s genutzt werden.
Die Ambivalenz des Journalismus ist augenscheinlich mehr wie deutlich. Kann mich noch gut an die Diskussion bei der Übernahme von Zwitter durch Musk in den journalistischen Kreisen erinnern. Leider ohne Konsequenzen. Ist das gleiche Herdenverhalten wie beim Massentourismus mit der Erkenntnis, dass wirtschaftliche Interessen den gesellschaftlichen Interessen vorgezogen werden.
https://www.deutschlandfunkkultur.de/lakonisch-elegant-kulturpodcast-14…

Mer, 07/30/2025 - 07:39 Collegamento permanente
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Alessandro Stenico Lun, 07/28/2025 - 19:40

In den letzten Jahren hat sich der „Bergtourismus“ verändert, vor allem von dem in den Höhenlagen, in den Bergen und in den Hütten. In den Dolomiten kommt es oft vor, dass der Kellner oder Hüttenwirt mich zuerst auf Englisch anspricht, dann aber, wenn er merkt, dass er es mit einem Einheimischen zu tun hat, die Sprache wechselt. Das ist mir oft in den Brenta-Dolomiten oder in den Pale di San Martino oder anderswo in den Berghütten Venetiens passiert. Es ist auch schwieriger, zwischen Juli und August eine Berghütte zu buchen, insbesondere entlang der berühmten Höhenwege der Dolomiten. Wohin gehen die Einheimischen in der Hochsaison? Es gibt unzählige Alternativen sowohl für weniger erfahrene als auch für trainierte Wanderer, sowohl in den Tälern außerhalb der Hotspots als auch in unseren Dolomiten. Das größte Problem ist nicht der Andrang in den Höhenlagen, sondern der Verkehr in den Tälern. Morgens ist man noch verschont, da die Gäste der Unterkünfte nicht vor neun Uhr aufbrechen, aber am späten Nachmittag, wenn sie zurückkehren, bilden sich lange Staus und meistens gibt es keine Ausweichmöglichkeiten.

Lun, 07/28/2025 - 19:40 Collegamento permanente

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