Gesundheitswesen
Landesrat Hubert Messner lobt den Einsatz der Sabes-Belegschaft – die umstrittene Beratung von Matt & Partner habe nicht wesentlich zum positiven Ergebnis beigetragen.

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Positive Nachrichten vom Südtiroler Sanitätsbetrieb: Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Wartezeiten für ärztliche Visiten verkürzt werden. Das teilte Gesundheitslandesrat Hubert Messner diese Woche im Rahmen eines Treffens mit der Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale, Gunde Bauhofer mit. „Die ersten positiven Ergebnisse sind vor allem auf den außerordentlichen Einsatz unserer Mitarbeitenden zurückzuführen“, so Messner.

Der Erfolg stehe in keinem direkten Zusammenhang mit der Beratungstätigkeit des Bozner Unternehmens Matt & Partner, das seit Jahren mit dem Sabes zusammenarbeitet. Der Team K-Landtagsabgeordnete Franz Ploner befürchtet hier Steuerverschwendung in Millionenhöhe. Laut Messner habe das Bozner Beratungsunternehmen an den verschiedenen Effizienzsteigerungen im Sanitätsbetrieb nur punktuell mitgearbeitet. 

Offenes Vergabeverfahren

Derzeit läuft ein weiteres Vergabeverfahren des Sabes für über 900.000 Euro, um das Management von Operationen in den Landeskrankenhäusern zu verbessern. Es dürfte nicht überraschen, wenn das beauftragte Unternehmen „Matt & Partner“ heißt.

Als freiberufliche Sozietät unterliegt die Bozner Unternehmensberatung des renommierten Universitätsprofessors Dominik Matt nicht der Pflicht, sich bei der Handelskammer zu registrieren. „Freiberufler, die eine überwiegend intellektuelle Dienstleistung auf Basis ihrer fachlichen Qualifikation und ihres spezifischen Know-hows erbringen, sind hiervon ausgenommen“, erklärt ein Sprecher von Matt & Partner.

Kürzere Wartezeiten

2024 konnten im Schnitt 78 Prozent der Anfragen für prioritäre Visiten und diagnostische Leistungen im Sabes innerhalb der vorgesehenen 10 Tage erfüllt werden. 2025 liegt dieser Wert bereits bei 84 Prozent. Auch bei aufschiebbaren Leistungen und Visiten konnten zwischen Januar und September 2025 90 Prozent fristgerecht angeboten werden, bei programmierbaren 89 Prozent, 2024 waren es bei ersteren 74 Prozent und bei letzteren 83 Prozent. Bei aufschiebbaren Leistungen beträgt die Frist 30 Tage (60 Tage für diagnostisch-instrumentelle Leistungen) und 120 Tage bei programmierten Facharztvisiten.

Ärztliche Visiten: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Wartezeit insgesamt um mehrere Prozentpunkte verkürzt. Foto: Pixabay

Letztes Jahr im September hatte Messner angekündigt, die Verkürzung der Wartezeiten durch ein umfassendes Maßnahmenpaket anzugehen. Nach einer Bedarfsanalyse wurden jene Bereiche identifiziert, in denen mehr Visiten und Leistungen angeboten werden müssen. „Ein Großteil dieser Mehrleistungen wird dabei durch freiwillige Zusatzstunden des Gesundheitspersonals mit sehr viel persönlichem Einsatz abgedeckt“, erklärt Messner. Der restliche Mehrbedarf werde über konventionierte Partner abgedeckt. „Auch verstärkte Präventions- und Informationsmaßnahmen, besonders auch im Bereich der Gesundheitskompetenz unserer Bürgerinnen und Bürger, erweisen sich hierbei als ausschlaggebend“, sagt Messner. 

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Re El Sab, 10/25/2025 - 10:21

wenn ich an meine zahlreichen arztvisiten der letzten jahre in bz denke, wo eine tolle beratung seitens der erste ärzte stattfand, dann aber gefühlt mindestens 50% der zeit verplempert wurde aufgrund komplett inexistenter tastatur-schreibkenntnisse…herr messner da wäre geld in kurse sehr gut investiert

Sab, 10/25/2025 - 10:21 Collegamento permanente
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Hartmuth Staffler Sab, 10/25/2025 - 14:41

Ein Rücktritt von Hubert Messner würde an den Wartezeiten nichts ändern. Zumindest versteht er es als Sympathieträger, den Patienten die Wartezeiten gefühlt kürzer und somit erträglicher zu machen. Wenn der Messner sagt, dass man jetzt weniger lange wartet, dann muss man sich darüber freuen. Freude ist ein positives Gefühl, das sich auch positiv auf die Gesundheit auswirkt, und dann erscheint die Wartezeit wirklich nicht mehr so lang. Vielleicht tritt inzwischen sogar eine Spontanheilung ein - Zeit genug dafür hätte man ja - so dass man den Arzttermin gar nicht mehr braucht. Der Messner weiß schon was er tut.

Sab, 10/25/2025 - 14:41 Collegamento permanente
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Günther Alois … Dom, 10/26/2025 - 07:38

Dr. Messner,was soll das? Die Wartezeiten für Visiten,die sich auf so wundersame Weise,angeblich verkürzt haben sollen,sind Frucht der Pazienten,die Privatvisiten privat bezahlen,bevor sie riskieren zu spät dran zu sein für eine unter Umständen gefährlicheDiagnose. Hört auf euch alles schön zu träumen und das Volk zu VERARSCHEN! KOLOSKOPIE,immer noch 8 Monate Wartezeit soll ich ihnen noch X Beispiele aufzeigen,die knapp an ein Jahr und darüber gehen???? Nochwas: Computersausfälle???

Dom, 10/26/2025 - 07:38 Collegamento permanente
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Schorsch Peter Dom, 10/26/2025 - 16:31

Interessant wären die Wartezeiten pro Krankenhaus gewesen.
Denn für meine letzten Untersuchen wurden mir Termine in Brixen, Sterzing, Meran und sogar Bruneck und Innichen angeboten - etwas unpraktisch, wenn man in Bozen wohnt, kein Auto hat, und das irgendwie mit der Arbeit unter einen Hut bringen muss.
Die angebotenen Termine in Bozen hingegen waren alle in weiter Ferne...

Dom, 10/26/2025 - 16:31 Collegamento permanente
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Oliver Hopfgartner Dom, 10/26/2025 - 17:47

Als kritischer Journalist sollte man immer hinterfragen, warum ein Landesrat diese Art der Statistik wählt, anstatt die durchschnittliche Wartezeit pro Fachdisziplin auf die Erstvisite heranzuziehen.

Dass hoch dringende Fälle schnell dran kommen, ist ja nie wirklich das Problem gewesen, insbesondere wenn der Hausarzt dahinter war und z.B. direkt an der Fachabteilung angerufen und einen Patienten angekündigt hat.

Da hat halt ein PR-Mitarbeiter die Statistik herausgeklaubt, die man am besten vorzeigen kann.

Ich denke man könnte in gewissen Fächern (z.B. Ortho/Trauma, Derma und Innere Medizin) durch vernünftige telemedizinische Werkzeuge die Wartezeiten um 1/3 reduzieren und Geld sparen.

Ein weiteres wichtiges Element wäre die Aufwertung der Sprengel, indem man z.B. gewisse dinge aus dem Krankenhaus auslagert (z.B. diabetikerversorgung, routineultraschalluntersuchungen, Blutabnahmen). Solche Dinge im Krankenhaus anzubieten ist ressourcenverschwendung.

Dom, 10/26/2025 - 17:47 Collegamento permanente
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Hartmuth Staffler Lun, 10/27/2025 - 17:33

Ich bin vor einiger Zeit von meinem Hausarzt zu einer „dringenden“ Visite in das Brixner Krankenhaus geschickt worden. In der betreffenden Ambulanz herrschte ziemliche Ruhe. Ich habe rund eine halbe Stunde gewartet (das ist wirklich nicht viel, aber es war auch niemand vor mir) und in dieser Zeit zugehört, wie sich zwei Herren in weißen Kitteln über Kochrezepte unterhalten habe. Dann bin ich aufgerufen worden und es stellte sich heraus, dass einer dieser Herren der Arzt war, der mich visitieren sollte. Er hat dann leider eine falsche Diagnose gestellt und dementsprechend eine falsche Behandlung gewählt, was ich bereits an der skeptischen Mine der assistierenden Krankenpflegerin erkannt habe. Wenig später bin ich als Notfall in die gleiche Abteilung eingeliefert worden, ein anderer, äußerst kompetenter Arzt hat die richtige Diagnose gestellt und die richtige Behandlung eingeleitet, und ich konnte unbeschwert nach Hause gehen. Was absolut fehlt, ist die Möglichkeit für Patienten, eventuell auf Fragebögen oder auch digital auf Probleme aufmerksam zu machen, Kritik zu äußern oder Vorschläge zu machen. So eine Patientenbefragung würde meiner Meinung nach zur Verbesserung der Situation viel mehr beitragen als alle teuren Gutachten von Spezialisten. Aber den Patienten fragt ja niemand.

Lun, 10/27/2025 - 17:33 Collegamento permanente

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