UNO Klimakonferenz
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Rio 1992 "The Earth Summit",
Rio 1992 „The Earth Summit“, Kyoto 1997, Bali 2007, Kopenhagen 2009, Paris 2015 und alle andere jährliche Weltklima-Tagungen: große Erwartungen, enorme Versprechen, keine konkreten Ergebnisse. Die bisher bei diesen Treffen einzigen beschlossenen Finanzierungen haben fürs Klima nichts bewirkt, nur einen kleinen Finanziererkreis bereichert. Warum solle diesmal in Glasgow anders laufen?
Ich bin längst zum Schluss gekommen, dass die COP-Tagungen nur dem Ego von selbsternannten Weltretter dienen. Wozu 20.000 Teilnehmer? Wie kann man überhaupt etwas Vernünftiges erreichen? Im Vergleich sind die Bilderberg- oder die Davos-Treffen viel effektiver. Jedoch in einer anderen Richtung.
Gut zusammengestellt! Drei
Gut zusammengestellt! Drei sachliche Einwände:
1. Bei den Emissionen (vorwiegend durch Kohle) Chinas wurde nicht unterschieden, welche für die Eigenproduktion entstehen und welche im Interesse ausländischer Konzerne wie z.B. Apple, Amazon, Benetton, Chemieriesen für Exporte in die Welt in die Atmosphäre geblasen werden.
2. Die Produktion als Ursache für den Ressourcenverbrauch muss gedrosselt werden, Kohle/ Erdgas mit grüner Energie ersetzen reicht nicht, „weiter so!“ mit grün (wie die deutschen Grünen sagen) löst nicht das Problem.
3. Erfolgreich kann die Glasgower Konferenz nur sein, wenn ehrlich- nachhaltige Zusammenarbeit auf allen Ebenen, unter möglichst vielen Staaten/ Nationen stattfindet und dazu müssen die meisten Regierungen erst gedrängt werden durch den Druck der Zivilgesellschaft, durch Zusammenschluss möglichst vieler Verbände in allen Ländern, welche den aktuellen Druck der reichsten Lobbys beiseite schieben. Wirtschaftliche und politische Rivalitäten und Hetze gegeneinander verträgt die Erde nicht mehr. Aufrüstung und Waffenproduktion schon gar nicht.
In risposta a Gut zusammengestellt! Drei di Klaus Griesser
@Klaus Griesser, vielen Dank
@Klaus Griesser, vielen Dank für Ihren Kommentar.
Ad 1/ Wie Sie zurecht sagen, wird ein Teil der CO2 Emissionen in China von ausländischen Konzernen verursacht. Ein ähnlich gelagertes Problem gibt es bei den Ländern mit einer hohen Produktion von fossilen Energien, wie z. B. Russland, Iran, Saudi-Arabien, Kanada und Mexiko. Bei der Produktion von fossiler Energie und teilweise auch beim Transport fällt sehr viel CO2 und Methan an. Der größte Teil der produzierten fossilen Energie ist jedoch nicht für den Eigenbedarf gedacht, sondern wird ins Ausland exportiert. Ähnlich verhält es sich bei den großen Chemiekonzernen oder bei der Stahlproduktion, wo sehr viel CO2 anfällt. Die Produktion erfolgt in einigen wenigen Ländern, aber ein großer Teil ist für den Export bestimmt, die CO2 Emissionen werden jedoch dem Produzentenland zugerechnet. Es gibt noch genug ähnlich gelagerte Beispiele. Die Datenerfassung für eine verursachungsgerechte Zurechnung der Treibhausgas-Emissionen dürfte schwierig sein.
Ad 2/ Sie sagen, dass der Umstieg auf erneuerbare Energien nicht ausreicht, um die Klimaziele zu erreichen. Die Verringerung des Energieverbrauchs ist eine ganz wichtige Voraussetzung einer erfolgreichen Klimapolitik. Zusätzlich zu den vielen Möglichkeiten für sparsameren Energie-Verbrauch durch Energieeffizienz-Steigerung, müssen die Menschen ihren Lebensstil und ihr Konsumverhalten ändern und auf viele liebgewonnene Gewohnheiten verzichten (z.B. weniger Individualverkehr, Umstieg auf öffentlichen Verkehr, Zug statt Kurzflüge, Konsum von regionalen Lebensmitteln etc.). Die Rahmenbedingungen für die Veränderungen müssen von der Politik gesetzt werden. Viele Politiker tun sich damit schwer, weil das Setzen von unpopulären Maßnahmen Wählerstimmen kostet.
@Psenner
@Psenner
S.g. Frau Psenner. Eine der Schwachstellen der Methodik als Grundlage für Berechnungen von Emissionen ist tatsächlich, dass Emissionen, die indirekt den Bedarf für Land A decken, dagegen Land B zugeschrieben werden. Dies wurde unlängst auch in Salto unter dem Begriff „graue Emissionen“ thematisiert. Ganz unsinnig ist auch die Tatsache, dass das UN-COP-System zum Beispiel die VR China noch als „Entwicklungsland“ einstuft, es heißt, ohne Emissionen-Obergrenzen. Es galt 1990, ist noch heute so. Das Ergebnis? Die EU muss weniger Stahl produzieren, um die Emissionen niedrig zu halten. Was wird gemacht? Einkauf aus China, problem solved! Unsere ganze Industrie, Energieunternehmen usw. machen es, sie sind ständig aktiv auf der Suche nach Schlupflöchern, nicht von Lösungen. Somit spricht man einen Tag von der Sonnenenergie, einen anderen von CO2-Sequestrierung. Alles sind froh, in der Endsumme ändert sich nichts.
Entweder lernen wir schnell, auf sehr viele liebgewonnene Gewohnheiten zu verzichten, oder das Problem ist überhaupt nicht zu lösen.
Warum in die Ferne schweifen,
Warum in die Ferne schweifen, ist das Gute doch so nah: Tirol-Adria! Mehrere Briefe - auch an Prof. Kaser - habe ich dazu schon geschrieben und hier veröffentlicht, doch auch er wird dort nur Öl ins Feuer schütten anstatt handfeste Lösungen ankündigen!
In risposta a Warum in die Ferne schweifen, di Albert Mairhofer
Es ist gut und notwendig,
Es ist gut und notwendig, dass sich jede*r (nicht nur Tiroler*!) Gedanken macht zum Klima. Wie ich aber Prof. Kaser verstehe, ist 1. das Pariser Ziel von 1,5° nicht mehr einhaltbar, 2. es gibt keine technologische Lösung, 3. es braucht einen Systemwechsel d.h. bedingungslose ZUSAMMENARBEIT ohne Rivalitäten, Besserwisserei und Streit zwischen allen und 3. einen Richtungswechsel bei allen Regierungen, um dem weiteren Abdriften des Klimas entgegenzuhalten. Ich denke, es braucht von unten koordinierten Druck auf die Regierungen, um deren aktuelle Einflüsterer zu verdrängen.