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Ist Judenfeindlichkeit im 21. Jahrhundert noch ein Problem in Europa? Die Hälfte der EU-Bürger sagt: Ja. Eines der größten Probleme: die Leugnung des Holocaust.

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Franz Firlefanz Mer, 01/23/2019 - 00:06

"Vor allem Personen, die jüdische Freunde oder Bekannte haben (64%), einer Minderheit angehören (60%) oder muslimische Freunde oder Bekannte haben (59%), bezeichnen den Antisemitismus in ihrem Land als Problem."

man haette auch muslime selbst fragen koennen. haette mich brennend interessiert.

https://www.tagesspiegel.de/politik/fluechtlinge-in-deutschland-viele-m…
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-12/muslimischer-ant…
https://www.cicero.de/kultur/islamischer-antisemitismus-nie-wieder
https://www.bpb.de/politik/extremismus/islamismus/36356/antisemitismus-…

Mer, 01/23/2019 - 00:06 Collegamento permanente
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Martin Daniel Mer, 01/23/2019 - 08:19

Die größte Alltagsproblematik für Juden in Westeuropa dürfte mittlerweile der weit verbreitete Antisemitismus unter muslimischen Einwanderern sein, der sich in Beschimpfungen und tätlichen Übergriffen äußert, die Menschen jüdischen Glaubens z.B. in Berlin auf Straßen u. in Schulen widerfahren. Es ist eines der Aspekte der misslungenen Integration, die Hamed Abdel-Samad in seinem Buch „Integration - Ein Protokoll des Scheiterns“ analysiert. Das relativiert nicht die Schwere der Holocaust-Leugnung von rechtsextremen Kreisen, die, wenn unbekämpft, den Boden für eine unheilvolle Rück-Entwicklung bereiten kann. Die tägliche Angst z.B. mit der Kippa auf die Straße zu gehen oder die eigenen Kinder in der Schule stigmatisiert zu sehen, dürfte für die heutigen Juden konkret belastender sein. Beide Aspekte sind ohne ideologische Scheuklappen anzugehen.

Mer, 01/23/2019 - 08:19 Collegamento permanente
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Benno Kusstatscher Mer, 01/23/2019 - 11:27

In risposta a di Martin Daniel

In meiner Wahrnehmung würde ich dem Ranking widersprechen wollen, Martin: Ist die größte Problematik nicht vielmehr die, sich unter „europäisch-cristlichen Ureinwohnern“ breitmachende Unbeliebtheit der diversen israelischen Regierungen in ihrem Verhalten den Palästinensern gegenüber, die (auch und besonders in linken Kreisen) zu einem breiten Antizionismus führte, der sich im Laufe der Zeit unheilvoll undifferenziert und konsensfähig mit rechtem Antisemitismus verschmolz?

Mer, 01/23/2019 - 11:27 Collegamento permanente
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Martin Daniel Mer, 01/23/2019 - 12:14

In risposta a di Benno Kusstatscher

Du sprichst einen sehr interessanten Punkt an, nämlich das kuriose Zusammenfinden von linken und rechten Kräften in der Israel-Kritik. Ich gehe davon aus, dass die Israel-Kritik für Rechte meist das erlaubte Ventil für ihren Judenhass darstellt, könnte aber nicht sagen, ob die Palästinenserfreundlichkeit der Linken Ausdruck eines effektiven Antizionismus ist. Abdel-Samad schreibt, dass Linke aus einem Schutzreflex heraus generell Partei für die Schwächeren (Palästinenser) und Minderheiten (Migranten in der Mehrheitsgesellschaft) ergreifen würden und dabei auch über autoritäre (wie z.B. in Iran, Venezuela) oder patriarchale Strukturen (wie jene vieler muslimischer Communities in westeuropäischen Städten) hinwegsähen, wenn diese Länder als Opfer des westlichen Imperialismus und Kapitalismus anzusehen wären. Das Thema linker Antizionismus wäre zu vertiefen. Wichtig ist, dass das wir jegliche ideologische Brille ablegen und auf Gefahren für die freiheitliche Ordnung einzig aufgrund ihrer Intensität und nicht ihrer Herkunft reagieren.

Mer, 01/23/2019 - 12:14 Collegamento permanente
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Manfred Gasser Mer, 01/23/2019 - 22:31

Ich denke, du denkst falsch. Ich denke, Antizionismus und Antisemitismus haben nichts, gar nichts mit Antikapitalismus zu tun. Ich denke, man kann sogar sagen, die meisten Menschen können mit dem Begriff „Antizionnismus“ gar nichts anfangen, und stellen ihn auf eine Ebene mit Atisemitismus.
Und auch ich tu mich schwer. Ich will dem Staate Israel sicher nicht seine Daseinsberechtigung absprechen, aber ich will die israelische Politik kritisieren können. Bin ich Antizionist?

„Judentum wird immerhin nach wie vor mit Bankwesen und Kapitalismus in Zusammenhang gebracht.“ Von wem?

„Auch der National-Sozialismus war antikapitalistisch, wie die Forderung nach der “Brechung der Zinsknechtschaft„ im Programm der NSDAP verdeutlicht. “ Und was sagt uns das?

Mer, 01/23/2019 - 22:31 Collegamento permanente
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Klaus Griesser Sab, 01/26/2019 - 11:50

In Auschwitz konnte ich nachempfinden mit welch mörderischer Grausamkeit die Nazis (darunter übrigens auch der Südtiroler Arzt Mengele) Tausende von Juden und andere Minderheiten sowie Oppositionelle nach industrieller Methode umgebracht u verbrannt haben, um dieses zur Hauptschuld für alle Übel erklärte „Ungeziefer“ für alle Zeiten zu vernichten. Ich kann verstehen dass Juden, die der Verfolgung (nicht nur in Deutschland!) entkommen konnten, sich nach einem Land sehnten, in dem sie sicher sein konnten. „Ein Volk ohne Raum“ hat „einen Raum ohne Volk“ gesucht und die Weltöffentlichkeit hat ihnen Palästina zugewiesen. Nur war das besagte Land nicht „ohne Volk“. Doch weil die nachfolgenden Regierungen darüber hinweg sehen wollten, wurden die Urbewohner zu Menschen zweiter Klasse gemacht, die fortlaufend von ihren Gründen verdrängt wurden und sich heute nicht mehr frei im Lande bewegen können. Ihr Koexistenzrecht als eigener Staat im Staate, der ihnen von der UNO zugesprochen worden war, ist de facto nicht mehr realisierbar, denn sie leben eingepfercht in Mauern und Stacheldraht in vielen aufgesplitterten Einheiten und können nur über militärische Checkpoints/ Kontrollen/ Sondergenehmigungen ihre Verwandten, Bekannte oder die Märkte jüdischer Städte aufsuchen, während sich jeder Jude frei bewegen kann. Das ist ihre aussichtslose Lage und der Grund für die tiefe Abneigung gegen die kriegsstrotzende Politik Israels. Das wird jedoch weitgehend von unseren Ländern vertuscht oder totgeschwiegen. Deswegen wird in Europa das Eintreten für die Rechte der Palästinenser in Israel oft mittels Antisemitismuskeule unterdrückt.
Guarda caso hat unser Innenminister Salvini, der erklärtermaßen Flüchtlinge und „Zigeuner“ am liebsten mit der ruspa ins Meer schieben möchte und sich gerne wie ein Polizeiminister gewandet, kürzlich um die Gunst Netanjahus gebuhlt und sich als Freund auf die Schulter klopfen lassen. Sollte uns als Minderheit im Staate eigentlich ein Wink mit dem Zaunpfahl sein...

Sab, 01/26/2019 - 11:50 Collegamento permanente
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Christoph Moar Sab, 01/26/2019 - 18:18

Die Lösung des Rätsels ist einfach. Adolf Eichmann, Josef Mengele und Erich Müller waren allesamt Bürger der Südtiroler Gemeinde Tramin, eine Zeit lang Teil der Operationszone Alpenvorland. Dies zumindest auf den Papieren, die sie zur Flucht verwendeten...

Sab, 01/26/2019 - 18:18 Collegamento permanente

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