Corona-Exit: wohin?
Wir sind in Krise, wir wollen wieder Normalität. Dabei dürfen wir die Natur dieser Krise nicht vergessen. Und die der Normalität, die uns jetzt so fehlt...
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Peter Gasser Lun, 04/20/2020 - 20:30

Im Beitrag steht:
„Wir werden zur Normalität zurückkehren“.
Wir sind erst am Beginn der Pandemie, wir werden noch lange nicht zur „Normalität“ zurückkehren können.
Solche Seuchen gab es auch in der Antike, auch im Mittelalter, und all die Jahrhunderte herauf.
Diesmal haben zudem die politischen Strukturen massiv versagt: als Beispiel gelte die Demonstration mit 120.000 Teilnehmern Anfang März in Madrid - und das, was dann für Madrid folgte.

https://www.brennerbasisdemokratie.eu/?p=55426

Lun, 04/20/2020 - 20:30 Collegamento permanente
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Julian Nikolau… Lun, 04/20/2020 - 21:29

In risposta a di Peter Gasser

Sie haben Recht: Natürlich dauert die Pandemie noch an, das habe ich nirgends bezweifelt. Der aktuelle Zustand wird sich aber nicht noch Monate lang fortsetzen. Ich meine auch nicht, dass Seuchen eine „Erfindung“ des Kapitalismus - und daher des 18./19. Jh - sind (so viel Geschichte ist mir dann doch bekannt). Er befeuert bloß ihre Entstehung, eben aufgrund des umfassenden und unkontrollierten Raubbaus an der Natur. Nun gilt das für auf den Menschen übertragene Tierkrankheiten im Allgemeinen, und Corona ist eben eine solche. Natürlich sind die genauen Umstände der erstmaligen Übertragung auf den Menschen noch nicht ganz geklärt. Abschließend: Ich habe nur festgestellt, dass die Machtstrukturen unverändert sind, nicht dass sie bestens funktionieren...Zumindest hätte ich nicht mitbekommen, dass es irgendwo zu geglückten Revolutionen infolge des Virus gekommen wäre, auch unsere geschätzten Katalanen haben das jetzt nicht geschafft.

Lun, 04/20/2020 - 21:29 Collegamento permanente
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Peter Gasser Lun, 04/20/2020 - 22:04

In risposta a di Julian Nikolau…

Ich kann Ihren Gedankenstrag im Allgemeinen nachvollziehen und auch die Beschreibung/Bewertung der allgemeinen Situation.
Natürlich sind die Machtstrukturen unverändert, sie sind es wohl seit der neolithischen Revolution, diesem Drama des mit der Natur lebenden Menschen, in welchem der nun knechtende Bauer lernte, mit den Tieren zusammenzuleben, und deren Krankheiten - ungeschützt - zu übernehmen... die industrielle Revolution hat da nichts verbessert, das Informationszeitalter leider auch nicht... ich seh den Silberstreifen am Horizont nicht.

Lun, 04/20/2020 - 22:04 Collegamento permanente
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Julian Nikolau… Lun, 04/20/2020 - 22:35

In risposta a di Peter Gasser

Ja sicher, da bin ich ihrer Meinung...Die Beziehung zwischen Mensch und Tier war immer ähnlich, sie hat sich aber m.E. durchaus weiterentwickelt im Laufe der Jahrhunderte - quantitativ (in Bezug auf das Ausmaß der Nutzbarmachung der Tierwelt) und qualitativ (von der Selbstversorgung und Versorgung von lokalen Höhergestellten, zu welchen man in einem Abhängigkeitsverhältnis stand, zur modernen Agrarindustrie). In dem Maße, wie sich auch die technischen Fertigkeiten des Menschen geändert haben. Bei den „Machtstrukturen“ habe ich mich auf die politisch-wirtschaftlichen Strukturen bezogen, auf die sozialen Herrschaftsstrukturen, die in der Sklavenhaltergesellschaft der Antike andere waren als im Feudalismus, und wieder andere bestehen seit dem Siegeszug der bürgerlichen Revolutionen ab 1789. Hier sehe ich durchaus einen erheblichen Wandel, diese Strukturen sind nicht seit der Sesshaftwerdung des Menschen gleich (nur einzelne Grundzüge höchstens).

Lun, 04/20/2020 - 22:35 Collegamento permanente
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Klaus Hartmann Mar, 04/21/2020 - 20:10

Die Machtfrage muss immer wieder neu gestellt werden. Sie ist kein Naturgesetz. Da gebe ich dem Autor recht. Unsere Wirtschaftsordnung muss in Frage gestellt und neu definiert werden. Politik muss sich, und vielleicht ist das eine der Lehren die wir aus dieser Krise ziehen können, ihren seit Jahrzehnten an den „freien Markt“ abgegebenen Handlungsspielraum wieder aneignen. Die allseits gepredigte Alternativlosigkeit ist ein Märchen dem wir aufgesessen sind. Politik muss wieder politisch werden. Wir müssen wieder politisch werden. Jahrzehntelang ging es uns um das ICH. Es wird Zeit dass wir und um das WIR kümmern. Politik müssen wir in Zukunft daran messen inwieweit sie das Gemeinwohl ins Zentrum ihrer Entscheidungen und entsprechenden Regulierungen und Interventionen stellt.
Wo ich dem Autor nicht folgen kann ist sein Hinweis, dass solche Diskurse nicht in Wunschdenken ausarten und Utopismen Vorschub leisten sollten. Wünsche drücken Bedürfnisse aus die durchaus in den Diskurs einfliesen sollten. Auch für Visionen und Utopien müssen wir uns wieder öffnen, weil sie der Treibsoff sind der uns über uns hinausführen kann.
„Die einzige Begrenzung, das Morgen zu verwirklichen,werden unsere Zweifel von heute sein.“ Roosevelt

Mar, 04/21/2020 - 20:10 Collegamento permanente
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Julian Nikolau… Mar, 04/21/2020 - 23:59

In risposta a di Klaus Hartmann

Ich denke eben auch, dass das Primat der Politik über die Wirtschaft wiederhergestellt werden muss, besonders müssen wir jene Betrachtung der „Wirtschaft“ als sich selbst genügendem Wert, als Selbstzweck überwinden, die uns der Neoliberalismus aufzwingt (er ist nicht von ungefähr die Ideologie des Finanzkapitals). Das ist eine globale Aufgabe, es kommt hier darauf an, eine progressive Hegemonie im wirtschaftspolitischen Diskurs zu erlangen, nachdem sich seit einigen Jahren bereits in der Wirtschaftswissenschaft die kritischen Stimmen zum Marktradikalismus mehren.

Ich will auch gerne präzisieren, was ich mit der Ablehnung utopistischer Diskurse meinte: Selbstverständlich braucht es Fernziele und (ideologische/philosophische) Prinzipien, nur muss man sie laufend an die materiellen Bedingungen, an die vorgefundene Realität anpassen, um ebendiese Realität entlang der eigenen Ziele erfolgreich beeinflussen zu können. Visionen müssen das Hier und Jetzt fest im Blick haben, damit sie als Grundlage für zukunftsweisende Programme dienen können - jedenfalls dann, wenn es um die Revolutionierung der Verhältnisse geht, denn Änderungen müssen nunmal in der Gegenwart mit all ihrer Unzulänglichkeit beginnen.

Mar, 04/21/2020 - 23:59 Collegamento permanente
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Klaus Hartmann Mer, 04/22/2020 - 09:06

In risposta a di Julian Nikolau…

Sie haben vollkommen Recht. Wir leben im Hier und Jetzt und wir haben nur diese eine Welt, was nicht bedeutet, dass wir sie nicht verändern könnten. Der Zugang zu Veränderung politischer Realität muss aber ein materialistischer sein. Die Ursachen des Dilemmas liegen in konkreten Verhältnissen begraben, die es zu verändern gilt. Es geht also um eine interdisziplinäre Analyse dieser Verhältnisse (Hier und Jetzt) und um die Frage wie wir in Zukunft leben und überleben wollen (Ziel). Danach sollte sich politisches Handeln ausrichten, ohne sich vom Mainstream wirtschaftspolitischer Dogmen den Wind aus den Segeln nehmen zu lassen.

Mer, 04/22/2020 - 09:06 Collegamento permanente

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