SALTO: Herr Oberhuber, welche Marktnischen kann die Südtiroler Berglandwirtschaft in Zukunft besser besetzen?
Michael Oberhuber: Das Versuchszentrum Laimburg betreibt als Südtirols Forschungseinrichtung für die Landwirtschaft und die Lebensmittelproduktion angewandte Forschung. Da stellen wir uns natürlich auch die Frage, welche Einnahmequellen es besonders in den Berggebieten gibt. Heute dominiert im Berggebiet im Wesentlichen die Milchwirtschaft und aus meiner Sicht wird sie auch in Zukunft sehr wichtig sein. In Südtirol haben wir darüber hinaus den großen Vorteil, dass in höheren Lagen sich viele Anbaumöglichkeiten bieten.
„Schädlinge werden mit den Waren aus dem Welthandel importiert, durch den Klimawandel fühlen sie sich hier alle wohl.“
Damit wären wir beim Aktionsplan Berglandwirtschaft und Lebensmittelwissenschaften des Versuchszentrums Laimburg, über den ich mit Ihnen gerne sprechen möchte.
Bei diesem Aktionsplan beschäftigen wir uns mit der Frage, wie ich eine Kultur in höheren Lagen nachhaltig und gewinnbringend anbauen kann. Gestartet ist dieses Schwerpunktprogramm im Jahr 2017 mit der Aufstockung der Forschungsstellen für Ackeranbau, Getreide, Steinobst, Beeren, Kräuter und Gemüse. In Wirklichkeit haben wir uns damit aber bereits davor beschäftigt, schließlich hat sich die bäuerliche Familie noch vor rund 100 Jahren selbst versorgt und es gab eine größere Vielfalt an Kulturen in Südtirol, beispielsweise mehrere Hundert Hektar Getreideanbau. In unserer Genbank bewahren wir alte Getreidesorten auf – es würde mich freuen, wenn diese wieder angebaut werden. Wie heute Getreide angebaut werden kann, ist ein Bereich des Forschungsprogramms. Das gelingt aber nur, wenn am Ende ein Produkt entsteht, das wir auch kaufen. Ein positives Beispiel für den Wiederanbau von Getreide, an dem die Laimburg mitgearbeitet hat, ist Regiokorn.
Gemüse ist außer den…
Gemüse ist außer den Karotten im Handel meistens so teuer, dass sich der Anbau im eigenen (vergrößerten) Garten für die Familie lohnt.
Der Unkraut-Druck ist mechanisch beherschbar, wenn man die Kulturen nach dem Säen aufmerksam beobachtet und sehr bald zwischen den Reihen mit einer Stahldraht-Schlinge, das in dieser Fase noch sehr empfindliche Unkraut bearbeitet. In den Pflanzreihen muss allerdings gejätet werden, bis die Kulturpflanzen den Boden abdecken.
Über Überschüsse freut sich die Verwandschaft und auch Großverbraucher sind zunehmend bereit lokal erzeugte Produkte ab zu nehmen.
Die Bevoratung für den Winter, ist am einfachsten in einer Erdgrube im Garten, die mit einer Plastik-geschützten Isolierschicht abgedeckt wird.
In risposta a Gemüse ist außer den… di Josef Fulterer
Oder man fermentiert es.
Oder man fermentiert es.
" hat sich die bäuerliche…
„ hat sich die bäuerliche Familie noch vor rund 100 Jahren selbst versorgt und es gab eine größere Vielfalt an Kulturen in Südtirol,“
Vor ca. 50 Jahren und das ganze Wissen haben wir durch die Vereinheitlichung zusammen mit der Chemiekeule verloren und muss jetzt wieder mühsam erarbeitetet und das in Kombination mit dem Klimawandel.