Flüchtlinge
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Der Corriere della Sera hat
Der Corriere della Sera hat gestern eine vielsagende Europakarte mit allen Sperren der Mitgliedsländer für Flüchtende abgedruckt. Für heuer wird ca. 1/4 Million an in Italien ankommenden Flüchtlinge aus Libyen erwartet, denn die TÜRKEI hat bekanntlich die Balkanroute geschlossen und MAROKKO den Ceuta-Flaschenhals dicht gemacht. Nachdem POLEN, TSCHECHIEN, die SLOWAKEI und UNGARN bereits letztes Jahr erklärt haben, keinen einzigen Flüchtling im Zuge einer EU-Umverteilung aufzunehmen und BELGIEN, die NIEDERLANDE, SPANIEN und FRANKREICH der Bitte Italiens, ihre Häfen für NGO-Boote zu öffnen, eine lapidare, kaum gerügte Abfuhr erteilt haben und UK sowieso niemanden auf die Insel lässt (siehe Zäune in Calais), blockieren FRANKREICH und ÖSTERREICH die Grenzübergänge zu Italien, sodass dieses alleine auf den Ankömmlingen sitzen bleibt und sich seit Jahren mit guten Absichtserklärungen der EU abspeisen lassen muss. Dabei ist Italien nicht ganz unschuldig, hat doch die Regierung Berlusconi das für Italien fatale Dublin II-Abkommen unterzeichnet, nach dem alle Asylsuchenden im Erstankunftsland bis zu Klärung ihres Status' zu bleiben haben, und die Regierung Renzi die Triton-Mission abgeschlossen und als großen Erfolg verkauft, wonach zwar viele Länder mit ihren Booten zur Seerettung beitragen, aber alle - egal in welcher Zone des zentralen Mittelmeers - Geretteten ausschließlich in italienische Häfen bringen.
Für Italien eine tickende Zeitbombe mit großem sozialen Sprengstoff und für die EU eine Bankrotterklärung. Dass das kleine Österreich nicht als letztes Ventil dienen will, nachdem DEUTSCHLAND in Kiefersfelden die Einreisenden kontrollieren lässt ist irgendwie nachvollziehbar. In dieser Lage bringt es auch nichts, zum 100. Mal eine Lösung auf EU-Ebene zu verlangen, wenn ein jedes Land ohne irgendwelche Konsequenzen fürchten zu müssen, tun und lassen kann was es will.
>Angesichts der nicht enden
>Angesichts der nicht enden wollenden Flüchtlingsströme über das Mittelmeer kommt der Gedanke nun auch als konkrete Drohung an Brüssel - diesmal aus dem italienischen Flüchtlingsrat (Consiglio Italiano per I Refugiati - CIR). <
Jetzt genügt nicht mehr der moralische Druck, sondern man arbeitet mit offenen Erpressungsversuchen.
Einwanderung ist keine Lösung, solange es in Afrika diese hohen Geburtenraten gibt, wird dieser Zustrom nicht aufhören. In dem aber Europa als Ventil dient, tun wir alles damit das solange wie möglich geht.
Das ist weder eine Drohung
Hier von einer Drohung oder gar einem Erpressungsversuch zu sprechen, ist meiner Meinung nach faktisch falsch.
Die Äußerungen stammen vom Chef einer Hilfsorganisation , also einer NGO (Nichtregierungsorganisation) und nicht von einem Vertreter der italienischen Regierung.
Wer hier von Drohung Italiens spricht bauscht den Konflikt künstlich auf.
In risposta a Das ist weder eine Drohung di Fanny Zwerger
Ich spreche auch nicht von
Ich spreche auch nicht von einer Drohung von Seiten Italiens. Ich finde diese NGOs suspekt. Würden sie die Menschen zum nächsten sicheren Hafen führen, anstatt nach Europa und die Boote vernichten, würde der Zustom von Menschen aus Afrika in kurzer Zeit versiegen.
Jetzt wollen sie auch noch Italien und Österreich drohen. Das ist eine Frechheit. Solche Organisationen gehören verboten.