Über selbst erbaute Mauern klettern. So ähnlich fühlt sich ein Besuch des Memc-Notlagers an. Vor zehn Jahren wurde hier noch die Buchhaltung des ehemaligen Chemieunternehmens geführt. Heute leben hier 25 berufstätige Bedürftige. Die meisten sind Geflüchtete und unterhalten ihre Familien in ihren Heimatländern oder wollen diese nach Italien holen. Einige gingen in der neuen Welt schlicht verloren. Josef Rösch, Sozialpädagoge und Unterkunftsleiter, führt SALTO durch die Struktur. Er erklärt, welche Hürden Sprachbarrieren, Bürokratie und ein Geflecht aus Vorurteilen und divergierenden Weltbildern darstellen, wenn es darum geht, eine Arbeit zu finden oder erfolgreiche Beziehungen zu führen.
Am Ende des Rundgangs lernten wir Luckeke Okoduwa, auch „Lucky“ genannt, kennen. Der gebürtige Nigerianer überlebte zehn Jahre auf den Straßen in ganz Europa, bevor er einen drei-jährigen Gefängnisaufenthalt in Bozen absitzen musste. Nachdem er eine Ausbildung absolvierte, arbeitet er heute im Weinbau für ein Qualitäts-Weingut.
Die 25 Bedürftigen sind…
Die 25 Bedürftigen sind nicht zufällig die Entlassenen der Memc?