Klimakonferenz
War die COP26-Klimakonferenz ein Erfolg? Darüber gibt es unterschiedliche Auffassungen
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Klaus Griesser Gio, 11/18/2021 - 17:45

Danke für die umfassende Information zu Glasgow. Könnten Sie bitte noch Einzelheiten nachliefern zu den Aussagen über den Verlust der Artenvielfalt und Reparaturmaßnahmen für Natur und Umwelt? Von Ihrem Artikel her habe ich den Eindruck, das Hauptziel war die Reduktion der fossilen Energieträger, während die notwendige Reduktion der Massenproduktion (Transit- und Privattransport, Zement, Asphalt...) kaum Gegenstand der Verhandlungen war, ebensowenig wie die Ernährungsfrage, weswegen die agrochemische nebst der Nahrungsmittelproduktion aus dem Fadenkreuz verschwunden sind. Stimmt dieser Eindruck?

Gio, 11/18/2021 - 17:45 Collegamento permanente
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Monika Psenner Sab, 11/20/2021 - 09:55

In risposta a di Klaus Griesser

@Klaus Griesser Vielen Dank für Ihren Kommentar.
Beim Klimagipfel in Glasgow ist es in erster Linie um die Reduktion der Treibhausgas-Emissionen (CO2 und Methan), die durch fossile Energien verursacht werden, gegangen.

Mehr als 100 Länder haben sich in Glasgow auch verpflichtet, die Abholzung der Wälder bis 2030 zu beenden. Dieses Abkommen betrifft neben dem Klimawandel auch den Artenschutz. Vor allem in den Regenwäldern (z.B. Amazonas-Regenwald) gibt es eine Vielfalt von Tieren und Pflanzen. Die Abholzung hat zu einem starken Verlust der Biodiversität und Artenvielfalt geführt. In den Unterzeichner-Staaten dieses Abkommens befinden sich mehr als 85% der weltweiten Waldfläche.

Sab, 11/20/2021 - 09:55 Collegamento permanente
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Klaus Griesser Sab, 11/20/2021 - 21:04

In risposta a di Monika Psenner

Danke @Monika Psenner für Ihre Informationen. Ich komme zunehmend drauf, dass erst Teilaspekte des Klimawandels, und die unbefriedigend angegangen wurden, wenngleich es noch zu früh ist für eine definitive Bewertung der Konferenz - schließlich muss so manches erst hinterher im Detail ausgehandelt werden. Ich entschuldige mich, dass ich Sie demnach mit meinen Fragen überfordert habe.
Ein kleines, auch für Südtirol bedeutsames Detail aus einem COP26-Dokument ist mir bei meiner Recherche herausgekommen:
"….Die Landwirtschaft ist zwar ein Opfer des Klimawandels, trägt aber auch zu ihm bei. Die wichtigsten direkten Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft sind Lachgasemissionen aus Böden, Düngemitteln und Dung von Weidetieren sowie die Methanproduktion durch Wiederkäuer und den Anbau von Rohreis. Beide Gase haben ein wesentlich höheres Erderwärmungspotenzial als Kohlendioxid. ..." (übersetzt aus https://unfccc.int/news/cop26-sees-significant-progress-on-issues-relat…)

Sab, 11/20/2021 - 21:04 Collegamento permanente
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Monika Psenner Dom, 11/21/2021 - 11:04

In risposta a di Klaus Griesser

@Klaus Griesser Danke für Ihren interessanten Kommentar.

Insgesamt wird der Anteil von CO2 (Kohlenstoffdioxid) an den gesamten weltweiten Treibhausgas-Emissionen auf 76% geschätzt, wobei der Großteil durch die Verbrennung fossiler Energien verursacht wird.

16% der Treibhausgas-Emissionen entfallen auf Methan, die hauptsächlich durch die Landwirtschaft und durch fossile Energien verursacht werden. Auch bei der Müllverbrennung kommt es zu Methanemissionen.

Lachgas (N2O) -Emissionen tragen mit circa 6% zu den weltweiten Treibhausgas-Emissionen teil. Landwirtschaftliche Aktivitäten, wie der Einsatz von Düngemitteln, sind die Hauptquelle für N2O-Emissionen, doch auch bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe kommt es zu N2O Emissionen.

2% der Treibhausgas-Emissionen werden durch andere Treibhausgase (fluorierte Treibhausgase / F-Gase) verursacht. Industrielle Prozesse, sowie Kühlsysteme und die Verwendung einer Vielzahl von Konsumgütern tragen zu Emissionen von
F-Gasen bei.

Die Zahlen basieren auf Schätzungen der EPA (United States Environmental Protection Agency). Andere Institutionen kommen auf ähnliche Schätzungen.

Während es für die CO2 Emissionen schon seit Jahren relativ gute Statistiken gibt, mangelt es bei den Methanemissionen und den Emissionen anderer Treibhausgasen noch an verlässlichen Daten.

Dom, 11/21/2021 - 11:04 Collegamento permanente
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m s Ven, 11/19/2021 - 05:25

Umso drastischere Maßnahmen wird man dann wohl in Zukunft ergreifen müssen, wenn die äußeren Umstände dies unausweichlich erfordern werden, mit der Natur und den Naturgesetzen kann man nicht verhandeln... Südtirol, als reiches und geografisch bevorteiltes Land, könnte sich auf die zukünftigen Erfordernisse bestmöglichst vorbereiten, unabhängig der COP26-Ergebnisse in Glasgow,- leider ist die Gesellschaft dazu (großteils) wohl noch nicht dazu bereit bzw. verkennt in den Alltagssorgen das Schlamassel in dem wir uns befinden. Jene Teile der Politik, die nicht nur ihr Klientel bedienen wollen und das als alleinigen Auftrag ansehen, ist dazu noch dem großen unausweichlichem Druck der Verbände mit ihren teils unersättlichen Wünschen ausgeliefert. Das Umsteuern ist schwierig, wird aber kommen müssen und ich hoffe dass zunehmend finanzielle Mittel für diese Ziele zur Verfügung gestellt werden (Ausbau ÖPNV, Kreislaufwirtschaft, soziale Gerechtigkeit usw.) und in anderen Bereichen auch völlig eingestellt wird (z.B. zig Beiträge in der Landwirtschaft, Tourismusförderung usw.).

Ven, 11/19/2021 - 05:25 Collegamento permanente
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Klaus Griesser Dom, 11/21/2021 - 17:33

Für mich liest sich das Ergebnis von COP26 bezüglich der behandelten Themen prinzipiell analog wie das Verhältnis der Vinschger „Korrnr“ (=„mier“ Normalbürger*n) zu den Anderen (= „sui“ Privilegierte), angewandt auf die an COP26 teilnehmenden Nationen: „Sui sein ba di Fuaterborrn, mier bei die Karrn“. Romantisch? Nein! Tragisch! Denn es ist nicht 5 vor 12, sondern 10 nach 12. Und der Karren rattert auf den Abgrund zu und wir Erdmenschen sitzen drin. „Obr sui wellen des nou nit verstean!“

Dom, 11/21/2021 - 17:33 Collegamento permanente
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Karl Trojer Mer, 11/24/2021 - 10:34

Für mutige Entscheidungen bedarf es der Courage der öffentlichen Entscheidungeträger, der Politiker. Diese hängt, bei Demokratien, leider mit deren Wahlsystem zusammen. Würde die Wiederwählbarkeit von Politikern auf 2 aufeinander folgende Wahlperioden begrenzt, dann würden langfristig wertvolle und notwendige Entscheidungen eher umgesetzt als derzeit. Der Klimaschutz bedarf dringend mutiger Entscheidungen !

Mer, 11/24/2021 - 10:34 Collegamento permanente

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