Rundbrief
Schau, schau! Mirijam Obwexer und Greta Pallhuber machten vergangenen Freitag ihr Projekt „Schere Stein Papier“ sichtbar. In einem Schaufenster.

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„Wir sagen von Herzen Danke, dass ihr für unser Projekt gespendet habt. Dank eurer Unterstützung dürfen wir unser Herzensprojekt nun endlich umsetzen“, stand auf einer Postkarte zu lesen, die von den Initiatorinnen des Projekts Schere Stein Papier, Mirijam Obwexer und Greta Pallhuber vor wenigen Wochen verschickt wurde. Es war eine Einladung für eine Ausstellungseröffnung, welche dann am 11. Juli im Vinschgau über die Bühne ging. 
Schere Stein Papier?

Ein Statement: "Schere Stein Papier" ist mehr als ein kreatives Projekt. Es ist eine Plattform, um kulturelle Vielfalt sichtbar zu machen. Foto: Schere Stein Papier

Eigentlich ist Schere Stein Papier sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen ein beliebtes und weltweit verbreitetes Spiel. Im zeitgenössischen Mantel der beiden Macherinnen ist es natürlich mehr, mehr sogar „als ein kreatives Projekt – es ist ein Statement“, sind Obwexer und Pallhuber überzeugt. Initiiert von den beiden jungen Grafikdesignerinnen und Absolventinnen der Fakultät für Design und Künste an der Freien Universität Bozen, vereint Schere Stein Papier ihre Abschlussarbeiten zu einer gemeinsamen Vision, nämlich „eine Plattform zu schaffen, die kulturelle Vielfalt sichtbar macht, kritisches Denken anregt und Räume für Dialog eröffnet.“ Was entstanden ist, „ist ein analoger Rundbrief, resultierend in einem A3 Poster, der sich bewusst gegen die digitale Schnelllebigkeit stellt und für nachhaltige kulturelle Auseinandersetzung eintritt.“ Am vergangenen Freitag feierte Schere Stein Papier in der Fußgängerzone von Schlanders seine Premiere im schaufenster* der BASIS Vinschgau Venosta. Die erste Ausgabe, die sogenannte Nullnummer, trägt den dialektalen Titel: Wos dor Bauer net kennt. (A.d.R.: Was der Bauer nicht kennt) 
 

Gegen digitale Schnelllebigkeit und für nachhaltige kulturelle Auseinandersetzung.

Sturzflüge und Skolaste: Am vergangenen Freitag feierte Schere Stein Papier in der Fußgängerzone von Schlanders seine Premiere im "schaufenster*" der BASIS Vinschgau Venosta. Foto: Schere Stein Papier

Der Name Schere Stein Papier spiele „mit Gegensätzen, mit Entscheidungsmomenten, mit Kindheitserinnerungen und ist gleichzeitig Symbol für Haltung: Mut zur Reibung, Lust auf Austausch, Bereitschaft zum Perspektivwechsel“, meinen Pallhuber und Obwexer. Der Rundbrief erscheint in unregelmäßigen Abständen, wird kuratiert von den Herausgeberinnen selbst und widmet sich in jeder Ausgabe einem thematischen Schwerpunkt, der aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet wird. Dabei treffen Design, Kunst, Aktivismus, Literatur und Alltagsbeobachtungen aufeinander – „roh, direkt, ungeschönt.“

Nullnummer vorgestellt: Was Bauern und Bäuerinnen nicht kennen Foto: Schere Stein Papier

Ziel von Schere Stein Papier ist „die oft unsichtbare alternative Kulturszene Südtirols zu stärken und zu vernetzen.“ Beiträge stammen "von lokalen Kreativen, Aktivistinnen, Autorinnen und kritischen Denker*innen, die sich mit Themen wie sozialer Gerechtigkeit, Gender, queerer Sichtbarkeit, Migration, kultureller Vielfalt oder auch politischem Engagement auseinandersetzen wollen.„ Das Projekt versteht sich als “inklusiv, intersektional und grenzüberschreitend„, es wechselt die Sprache zwischen Deutsch und Italienisch und will alle einzubeziehen, die sich “jenseits normativer Kategorien„ verorten. Außerdem richtet es sich an alle, “die sich nicht mit einfachen Antworten zufriedengeben – sondern den Mut haben, Fragen zu stellen und sich einzumischen."
Ansprechendes Grafikdesign soll laut den Herausgeberinnen dabei nicht bloß Beiwerk sein, sondern zentraler Bestandteil der Botschaft. Schere Stein Papier bricht demnach auch mit klassischen Layouts, setzt auf typografische Reibung, auf Kontraste, auf Irritation. Der Rundbrief wird in einer kleinen Auflage von den Herausgeberinnen selbst im Risographie (Schablonendruckverfahren) gedruckt und ist kostenlos erhältlich. Registrieren kann man sich hier: Schere Stein Papier 

Kreative Vernetzung: Mit Schere, Stein und Papier auf analoge Suche nach gemeinsamen Nennern. Oder auch nicht. Foto: Schere Stein Papier

Für das laufende Projekt verstehen sich die Herausgeberinnen nicht als Gatekeeper, sondern als Ermöglicherinnen eines freien, gemeinschaftlichen Kulturraums – Beiträge, Kooperationen und Ideen sind ausdrücklich willkommen. 
In einer Zeit, in der viele Stimmen untergehen, will Schere Stein Papier Platz schaffen „für das Unbequeme, das Ungehörte, das Unangepasste und so zu einem positiven gesellschaftlichen Wandel beitragen, der Vielfalt, kritisches Denken und kreative Vernetzung in den Mittelpunkt stellt.“

Schere Stein Papier

Die Ausstellung mitten in der Fußgängerzone von Schlanders (Hauptstraße 102) läuft noch bis zum 31. Juli. Öffnungszeiten: jeweils am Donnerstag, 9-12 und 15-17 Uhr.

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