Flughafen Bozen
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nehmen wir es sportlich!
nehmen wir es sportlich!
als - in diesem falle - ja-sager bin ich etwas betrübt. hätte es eine volksbefragung zu den meraner thermen, zum brenner basis tunnel, zur mebo, ja auch zum meraner tappeinerweg gegeben, hätten wir heute keines von alledem. es ist leichter nein zu sagen, schon um denen „da oben“ eins auszuwischen und das erhabene gefühl zu haben, selber das heft in der hand zu halten.
die realität ist komplexer.
was mich aber rasend macht, ist der kommentar von altmandatar peterlini, der im radio ein interview gibt, das dem fass den boden ausschlägt. da werden alte rechnungen beglichen, da wird populismus in reinkultur betrieben. in 5 minuten so viele buchstaben, das muss einem erst einmal einfallen.
In risposta a nehmen wir es sportlich! di Winny Felderer
Ich wollte nach dem ersten
Ich wollte nach dem ersten Teil deines Kommentares ein Minus drücken, aber für den zweiten Teil hätte ich dir ein Plus gegeben. So habe ich halt gar nichts gedrückt.
Ja, die Äußerungen von Peterlini sind unter jeder Würde, auch die auf Facebook, denn an Arroganz ist die „Methode Durnwalder“ wohl kaum noch zu überbieten. Und was er sich im Verhältnis vom Steuergeld des Kollektivs abzwackt, da hat er auch ein blindes Auge.
Nur deine Sichtweise, dass dieses Nein automatisch auch ein Nein für jegliche Art von Weiterentwicklung ist, das ist halt auch eine sehr enge Sichtweise. Mittlerweile agieren wir so global in allen Bereichen, dass in den nächsten 10-20 Jahren ganz andere globale Herausforderungen und Aufgaben auf uns zukommen, nur will die Abteilung Wirtschaft davon noch nicht viel sehen. Wir bekommen jetzt immer mehr die Rechnungen der Entwicklungen der letzten 100Jahre geliefert und wenn wir nicht im völligen Chaos enden wollen, müssen wir jetzt sehr groß umdenken. Die globalen Völkerbewegungen kommen nicht von ungefähr. Das Imperium USA und seine enorme Rüstungs-Lobby werden auch in nächster Zeit überall kriegerisch Zündeln, die wirtschaftlichen Machenschaften der andere Konzerne tun das Übrige dazu, um das Nord-Süd-Gefälle weiter zu destabilisieren und die ungerechte Verteilung von Reichtum mit all seinen destruktiven Facetten voranzutreiben, dass das Fass zunehmend voll ist. Die Millionen Flüchtlinge, die einfach die Schnauze voll haben, sind erst der Anfang. Und in solchen Zeiten verbissen an einem völlig defizitären Flughafenkonzept zu kleben und zu glauben, das sei visionär und zukunftsdenkend und fortschrittlich, das macht mich ein bisschen sprachlos. Wir kommen an den Punkt, wo wir als Kultur unser Wertesystem seeehr genau überdenken müssen und wir werden sehen, ob wir das schnell genug schaffen. Ich habe mit Nein gestimmt, aber ich denke nicht, dass die allermeisten der Nein-Stimmen aus globalen Zusammenhängen denkend kamen. Die meisten Nein-Stimmen kamen sicher aus einer sehr egoistischen Perspektive - kein Lärm und kein Dreck vor der eigenen Haustür. Und auch ein Peterlini war meiner Ansicht nach von sehr persönlichen Beweggründen angetrieben.