Wolf
Die Drei-S-Regel, sprich „schießen, schaufeln, schweigen“, ist die Losung jener, die sich in Form der Selbstjustiz des Themas Wolf annehmen. Die Behörden geben sich derweil bedeckt.

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„Im vergangenen Jahr wurden in Südtirol 39 Wölfe genetisch erhoben. Man kann jedoch davon ausgehen, dass mindestens 78 Tiere hier unterwegs sind“, erklärte Günther Unterthiner, Direktor der Landesabteilung Forstdienst, im Rahmen der gestrigen (9. August) Präsentation des aktuellen Agrar- und Forstberichts. Während in den vergangenen Jahren beinahe täglich die Schreckensbilder von gerissenen Nutztieren durch die Medien gingen, hat die Häufigkeit derlei Ereignisse abgenommen. „Ein schwieriges Thema“, meinte der Direktor der Landesabteilung Forstdienst darauf angesprochen und erklärt: „Effektiv sind unserer Abteilung weniger Risse gemeldet worden.“ Auch was die Anzahl der Tiere und der Rudel betrifft, gebe es „Auffälligkeiten“.  

Landesrat Luis Walcher und Günther Unterhiner, Direktor der Landesabteilung Forstdienst: Beim Land hält man sich derzeit, was eine mögliche Abschussgenehmigung betrifft, bedeckt. Foto: SALTO

Anhand der gesammelten Nachweise und im Austausch mit den Nachbarprovinzen konnten in Südtirol sieben Wolfsrudel bestätigt werden. Drei dieser Rudel haben ihr Territorium hauptsächlich in der Provinz Bozen. Bei den restlichen vier handelt es sich um provinzübergreifende Rudel. "Die Anzahl der Rudel ist in Südtirol noch relativ gering, was vermutlich an störenden Einflüssen liegt. In Anbetracht der Entwicklung müsste nämlich bereits eine größere Anzahl von Rudeln vorhanden sein", so Unterthiner. Hat man es also mit illegalen Abschüssen zu tun? Was unter der ländlichen Bevölkerung hinter vorgehaltener Hand offen ausgesprochen wird – die Rede ist dabei von mindestens 20 getöteten Tieren –, ist davon scheinbar noch nichts bis in die Landesämter vorgedrungen. „Uns ist faktisch kein Fall eines illegalen Abschusses bekannt“, sagt der Direktor der Landesabteilung Forstdienst. Dass viele Leute draußen die „Schnauze voll“ hätten, sei nachvollziehbar, allerdings sei Wolf nicht gleich Wolf und Entnahmen könnten sogar den gegenteiligen Effekt haben, wenn man das falsche Tier entnehme – ganz davon abgesehen, dass man hohe Strafen riskiere. Was mögliche Abschussgenehmigungen von Wölfen seitens des Landes betrifft, hält man sich derzeit allerdings sehr bedeckt. Das Einzige, was Landesrat Luis Walcher dahingehend zu entlocken war, war die Aussage, dass, wie bei den vorangegangenen Versuchen, bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Ein Abschussdekret sei „möglich, aber nicht gestiftet“. Offensichtlich hat man die Strategie geändert und will auf dieses Ziel hinarbeiten – ohne große Ankündigungen und ohne großes Tamtam in der Presse. 

Südtiroler Wolfspopulation

Südtirolweit konnten im Jahr 2023 39 verschiedene Wölfe genetisch erhoben werden. Davon waren 24 männliche und 14 weibliche Tiere. Bei einem weiteren Tier ergab die genetische Analyse kein vollständiges Ergebnis. 30 Tiere stammen aus der italienischen Wolfspopulation, neun Tiere hingegen aus Osteuropa. Von den 39 erhobenen Wölfen wurden bereits zwölf Tiere in den vorhergehenden Jahren bestätigt (sechs Wölfe in der Provinz Südtirol und sechs Tiere in der Provinz Trient). 

Foto: Autonome Provinz Bozen
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Peter Gasser Sab, 08/10/2024 - 15:35

Ich versuch’s ein 4. Mal (bisher dreimal ohne Antwort):

Wieviele von den neuerdings 39 genetisch erhobenen Tieren sind wirklich Wölfe, und wieviele sind Wolf-Hund-Hybride?
Warum diese Daten geheim gehalten werden, erschließt sich nicht - es sind doch amtliche, also öffentliche Daten.

Vorhandensein und Grad an Hybridisierung wird bei Standarduntersuchungen festgestellt. Geschlecht, Abstammung, Herkunft werden veröffentlicht, warum nicht auch Anzahl der Hybriden und Umfang der Hybridisierung?

https://www.provinz.bz.it/land-forstwirtschaft/fauna-jagd-fischerei/fau…

Will man den Wolf schützen, müssen die Wolfs-Hund-Hybride aus der Wildbahn entfernt werden.

Sab, 08/10/2024 - 15:35 Collegamento permanente
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Thomas Strobl Dom, 08/11/2024 - 02:24

HPD hat dazu alles Nötige in einem seiner Cartoons gesagt bzw. Bär zum Wolf resigniert sagen lassen: „Mah, was soll i dir sagen. Wenn die Menschen ein Problem haben, schießens’s halt aweck!“ In Resignation vereint, gute Nacht Menschheit...

Dom, 08/11/2024 - 02:24 Collegamento permanente

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