Religion
"Dem Kreuz entgeht niemand", sagt der Theologe und Prodekan der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen Don Paolo Renner. Über Moscheen, Sushi und eigene Wurzeln.

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gorgias Mer, 02/08/2017 - 00:48

Ich halte Paulo Renner für einen intelligenten Menschen, deshalt hätte ich mir nie so viele dumme Ausflüchte und heiße Luft von ihn erwartet. - Auch unter Berücksichtigung, dass er ein Kirchenmann ist.
Was hat doch bitte Sushi und Kebab mit religiösen Symbolen in öffentlichen Gebäuden zu tun? Wir haben doch sonst überall Kreuzer, auf Bergen, auf Wegen, auf allen möglichen Gebäuden. Niemand hier in Südtirol braucht Kreuzer in Schulklassen und Gerichtssälen umd seine Religion oder Traidition zu leben so ein Blödsinn.
Nebenbei macht man es sich einfach. Einmal ist das Kreuz ein religiöses Symbol der Christen und dann ist es ein Symbol für allgemeine Werte in der Gesellschaft. Dass bei dieser Überlappung etwas nicht stimmt sollte doch auffallen.
Unsere Kultur ist mehr als das Christentum, so gab es die Aufklärung, den Humanismus, die Arbeiterbewegung, die Friedensbewegung und die Menschenrechte und sogar die Sonntagsruhe!!! Diese wurden Anfangs von der Kirche bekämpft oder zumindest gleichgültig betrachtet und als man gesehen hat, dass sie nicht mehr aufzuhalten sind, vereinahmt und kompromittiert und als etwas Dargestellt das auf christliche Wurzeln ruht. Man sollte sich nur den Modernistenstreit einmal ansehen wo gegen Menschenrechte gewettert wurde.
Unsere Kultur und Tradition bricht nicht auseinander weil in der Schule keine Kreuzer mehr hängen. Wir haben den Kirchen die Hoheit über die Bildung entzogen, nun ist es Zeit dass man endlich auch deren Hoheitssymbole aus unseren Bildungsstätten entfernen.
Der Laizismus hat ist auch Teil unserer Kultur, indem man Religion und Staat institutionell getrennt hat und man sich auf der Straße als Bürger und nicht mehr als Glaubensbrüder begegnen muss. Das hat die Probleme, die man mit der Religion hat stark abgemildert. Man braucht sich nur Länder ansehen, wo Religion noch eine all zu starke Rolle in der Öffentlichkeit spielt. Der Laizismus bietet die Möglichkeit, dass sich alle Menschen, besonders die Neuangekommenen, mit der westlichen Gemeinschaft und Werteordnung identifizieren können, ohne sich als Bürger zweiter Klasse zu fühlen.

Mer, 02/08/2017 - 00:48 Collegamento permanente
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Sepp.Bacher Mer, 02/08/2017 - 11:47

Meines Erachten ist der Umgang mit dem Symbol Kreuz auch in der Kirche widersprüchlich: Man stellt das Kreuz als DAS Symbol des Christentums dar, der Karfreitag ist aber bei den Katholiken im Unterschied zu den Protestanten kein Feiertag. Als das größte Fest wird die Auferstehung zu Ostern gefeiert - müssten folglich nicht der Auferstandene das große Symbol sein??
In der Realität haben wir eben Kreuze in jeder Schulklasse, genauso war zu meiner Zeit auch in dem Klassenraum ein Bild des Staatspräsidenten. M.E. kann das Kreuz auch in der Schule bleiben und vielleicht kann man aber nach Sinnhaftigkeit Symbole anderer Religionen und Weltanschauungen zeitweise dazu hängen. Das fände ich besser.

Mer, 02/08/2017 - 11:47 Collegamento permanente
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Martin Daniel Mer, 02/08/2017 - 13:59

Die diversen Gerichtsurteile haben festgestellt, dass Einzelne (in Italien und in Bayern) das Abhängen religiöser Symbole nicht verlangen können, wenn die Behörden das nicht von sich aus tun. Sie haben aber, wenn ich mich nicht irre, keineswegs ausgeschlossen, dass Verwaltung und Politik dies auch anders handhaben können, also keine „Kreuzpflicht“ festgelegt.
Die geltenden Verfassungen sind hingegen das Wertefundament unserer Gesellschaft und als solches - im Unterschied zu Kultur und Tradition - zur Verteidigung dieser Werte (unmittelbar oder mittelbar durch Gesetze) durchsetzbar. In der italienischen Verfassung sind diesbzgl. folgende Regeln enthalten:
Art. 7. „Der Staat und die katholische Kirche sind, jedes im eigenen Ordnungsbereich, unabhängig und souverän.“
Art. 8. „Alle religiösen Bekenntnisse sind gleichermaßen vor dem Gesetze frei.“
Art. 33. „Die Kunst und die Wissenschaft sind frei, und frei ist ihre Lehre.“
Art. 101. „Die Rechtspflege wird im Namen des Volkes ausgeübt. Die Richter sind nur dem Gesetz unterworfen.“

Mer, 02/08/2017 - 13:59 Collegamento permanente
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Paolo Gelmo Mer, 02/08/2017 - 15:21

Bertrand Russel diceva:

„Se un filosofo è un uomo cieco, in una stanza buia, che cerca un gatto nero che non c'è, un teologo è l’uomo che riesce a trovare quel gatto.“

Qui il gatto è il crocifisso, o meglio, il suo supposto significato „universale“.

Basta arrampicarsi sugli specchi, per favore, il crocifisso è un simbolo cristiano. Sta bene nelle chiese e nelle case dei cristiani ma negli edifici pubblici no!
Lasciamo da parte per un momento gli stranieri e concentriamoci sui cittadini italiani. I cittadini italiani atei o agnostici sono milioni; milioni di persone che sono molto più „indulgenti“ dei cristiani che impongono loro la presenza del proprio simbolo e dicono pure che deve essere il simbolo di tutti.

Ma indulgenza non significa accettazione. E' sopportazione, a volte mal sopportazione e spesso silenziosa assuefazione ai secolari condizionamenti sociali, culturali e legislativi di una religione che pretende di essere la religione di tutti.

Ecco, cari cristiani, milioni di persone la pensano in questo modo. E questi milioni continuano a crescere anche per i motivi appena descritti.

Mer, 02/08/2017 - 15:21 Collegamento permanente
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martin hilpold Mer, 02/08/2017 - 16:01

"Hier geht es zumindest zum Teil um verständliche Reaktionen darauf, dass etwas Heiliges verletzt wurde. Meinen Sie die Leute von Charlie Hebdo arbeiten auf eine saubere Weise, indem sie sich allerlei erlauben? Die wecken Zorn, provozieren heftige Reaktionen. " Brigitte Foppa hat nicht gesagt, werft die Kreuze auf den Müll oder in den Dreck oder etwas ähnliches. Sie hat nicht das Allerheiligste verletzt, nämlich die geweihten Hostien im Tabernakel und sie hat sich nicht in der Sprache vergangen. Mit dem Fall Charlie Hebdo ist dieser Vorfall nicht zu vergleichen, sie hat keine Weltreligion respektlos verunglimpft.
Die Masse an Gehässigkeit, die Brigitte Foppa entgegenkam, die sollte Grund zur Besorgnis und Empörung sein. Solche Äußerungen darf man nicht verharmlosen. Wir brauchen eine tolerante offene Gesellschaft und eine Gesprächskultur, in der man über solche Gegenstände wie Kreuze vernünfig reden kann. Gott braucht die Kreuze in den Schulen nicht, Jesus braucht die Kreuze in den Schulen nicht, der Heilige Geist braucht die Kreuze in den Schulen nicht- ob sie die Schüler brauchen, weiß ich nicht, die müsste man mal fragen.

Mer, 02/08/2017 - 16:01 Collegamento permanente

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