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Jetzt S+ abonnieren!SALTO: Welches Buch hat Sie in Ihrer Kindheit nachhaltiger geprägt, als Sie damals je geglaubt hätten?
L’oeil du loup von Daniel Pennac, es spielt in einem Zoo, ein Junge und ein einäugiger Wolf schauen sich in die Augen, bis der Junge ein Auge zumacht. Ich muss oft daran denken und finde die Szene heute noch sehr rührend.
Welcher letzte Satz eines Romans ist und bleibt für Sie ganz großes Kopfkino?
Ich erinnere mich an die letzte Seite von Zenos Gewissen (Italo Svevo), es ist eine Art apokalyptischer Vorhersage einer Katastrophe, die durch Kriegsgeschütze ausgelöst wird und die Erde überfluten wird. Total unerwartet.
Mir ist es wichtig zu verstehen, warum es mir nicht gefällt, oft brauche ich lange, bis es mir klar ist.
Reimen ist doof, Schleimen ist noch doofer… Auf welches – anscheinend gute – Buch konnten Sie sich nie wirklich einen Reim machen?
Die Verlobten von Alessandro Manzoni habe ich vor allem wegen der Schule nicht geliebt. Ich denke, dass ist wirklich schade und habe mir vorgenommen, es mal mit der richtigen Distanz zu lesen.
Ein Fall für Commissario Vernatschio. Wie erklären Sie einem Außerirdischen die geheimnisvolle Banalität von Lokalkrimis?
Ich denke, es geht um die Wiedererkennung von Orten, die wir auch nicht daran gewohnt sind, etwa uns in den Künsten wiederzufinden. Es ist eine Mischung aus Neugier, Stolz und Realitätsnähe.
Gewichtig! Welchen Buch-Tipps schenken Sie noch uneingeschränkt Vertrauen?
Réparer les vivants von Maylis de Kerangal, ich habe selten wegen eines Buches so viel geweint!
Was für ein Fehlschlag! Welches Buch würden Sie auf einer einsamen Insel zurücklassen?
Ehrlich gesagt? Die Bücher, die mir nicht gut gefallen, bleiben tendenziell in meinem Buchregal zusammen mit den anderen. Mir ist es wichtig zu verstehen, warum es mir nicht gefällt, oft brauche ich lange, bis es mir klar ist. Und wenn ich das Gefühl habe, ich muss das Buch verbrennen (oder halt auf einer einsamen Insel zurücklassen) hat das Buch schon viel geleistet, Literatur darf auch irritieren.
Das Rauschen des Blätterns. Welches Buch würden Sie auf keinen Fall am E-Book-Reader lesen?
Ich habe sogar das Adone von Giovan Battista Marino, bei der ersten Lektüre, am E-Book-Reader gelesen!
Welches Buch zu Südtirol oder eines/einer Autors/Autorin aus Südtirol würden Sie unbedingt weiterempfehlen
Mir hat Ich bleibe hier von Marco Balzano gut gefallen.
Sei personaggi in cerca di analisi
Sechs fiktive Personen, die von ihren Autoren verkörpert werden, unterziehen sich einer psychoanalytischen Sitzung mit einem echten Spezialisten und sprechen über ihre Probleme.
Ein Podcast von Maddalena Fingerle mit Giulio Belluomini und Valentino Liberto.
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