Gastbeitrag
Was wir aus der COVID-19-Krise für den Umgang mit dem Klimawandel lernen können.

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Karl Gudauner Dom, 04/05/2020 - 09:52

Eine einprägsame und überzeugende Darstellung der Sachlage und der Mängel auf der Entscheidungsebene. Wie könnte es gelingen, diese Erkenntnisse und den daraus abgeleiteten Handlungszwang in die obersten Entscheidungsebenen der EU und der UNO zu bringen? Wie kann es gelingen, kleine Dominosteine für den notwendigen Wandel von den KonsumentInnen über die Unternehmen bis hin zur regionalen, nationalen und internationalen Wirtschafts- und Entwicklungsplanung in Gang zu setzen? Wie kann eine proaktive und wechselseitige Handlungsdynamik ausgelöst werden, die vernetztes verantwortliches Handeln auf eine Weise ermöglicht, sodass entsprechende Wellen bottom up durch entsprechende Wellen top down gespiegelt und verstärkt werden?

Dom, 04/05/2020 - 09:52 Collegamento permanente
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Klaus Hartmann Dom, 04/05/2020 - 19:04

In risposta a di Karl Gudauner

Einige Vorschläge:
Bewusstsein schaffen. Information. Bildung. Kultur. Politisierung der Schulen und Universitäten.
Die intellektuelle Elite muss wieder eine Sprache finden die die Basis erreicht.
Druck auf die Politik weiter aufbauen. Durch die Zivilgesellschaft. Es müssen Bewegungen, Basisgruppen entstehen (Fridays for Future).
Öffentliche und transparente Lobbyregister schaffen. Geldflüsse offenlegen.
Die vierte Gewalt (Medien) muss die gleiche Geschlossenheit, Entschlossenheit und Kompromisslosigkeit zeigen wie bei der Coronakrise.
Medienmonopole zerschlagen.

Dom, 04/05/2020 - 19:04 Collegamento permanente
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Peter Gasser Dom, 04/05/2020 - 10:38

Herzlichen Dank für diese informative und denkwürdige vergleichende Betrachtung zweier Wirklichkeiten, welche in unterschiedlicher Zeitlupe ablaufen und dennoch die Verhaltensmuster des Menschen aufzeigen.
Und die Grenzen seiner erkennenden und organisatorischen Fähigkeiten.
Ich bleibe zu Hause.

Dom, 04/05/2020 - 10:38 Collegamento permanente
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Sepp.Bacher Dom, 04/05/2020 - 11:13

Danke Marc für diesen übersichtlichen und äußerst informativen Beitrag!
Einerseits erinnert er mich an eine zweite parallele Krise bis Katastrophe. Und anderseits mahn er auch mich in meinem täglichen verhalten, wo mir mit dem Alter die Umstellung immer schwerer fällt. Da ich schon fast ein Leben sehr nahe an Klima-neutral gelebt habe, steht jetzt meine diesbezüglich letzte Aufgabe an und zwar mein kleines Auto mit Verbrennungsmotor abzugeben. Ich kann mir nicht recht vorstellen, ihn nicht mehr zu haben und in Alternative mit einem elektrischen Carsharing-Wagen zu fahren, was mir eine große Umstellung verlangen wird.
Eine Frage stellt sich mir immer wieder und auch jetzt: Wenn der Meeresspiegel 2 cm ansteigt, warum bewirkt dieser anscheinend geringen Anstieg, dass in der Südsee schon Inseln geräumt werden mussten und das Gleiche bei anderen ansteht; oder wenn in Bangladesh und Westbengalen Millonen von Menschen zu Klimaflüchtlingen werden; oder wenn Venedig droht, überschwemmt zu werden; dann ist dieses Ausmaß nicht nur mit diesen 2 cm zu erklären? Oder?

Dom, 04/05/2020 - 11:13 Collegamento permanente
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Peter Gasser Dom, 04/05/2020 - 11:24

In risposta a di Sepp.Bacher

als Beispiel:
mancherorts „versinken“ Städte aufgrund des sorglosen Umganges der Menschen mit ihrem Wohnort:

https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/jakarta-in-indonesien-eine-mi…

... und auch der Meeresspiegel ist nicht das ebene Brett, als das man ihn sich vorstellt:
https://www.cen.uni-hamburg.de/about-cen/news/2015-04-21-stammer-nation…

Dom, 04/05/2020 - 11:24 Collegamento permanente
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alfred frei Dom, 04/05/2020 - 11:55

jetzt bedarf es einer „polit-ökonomischen Durchsetzungsanalyse“ mit einer
digitalen Vermittlung und entsprechender Vernetzung, die „über das Glück beim Händewaschen“ hinausgeht, oder ?

Dom, 04/05/2020 - 11:55 Collegamento permanente
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Karl Trojer Dom, 04/05/2020 - 12:03

Vielen Dank für diesen wertvollen Beitrag ! Wir brauchen dringend eine Bewußtseinsänderung bei uns einzelnen Menschen, bei unseren Gemeinschaften, in Politik und Wirtschaft, die dazu führt, dass wie als Menschheit konsequente Änderungen im Wirtschaften und im Konsumieren auch durchsetzen wollen. Dazu sind wir als „ westliche Welt“ vorrangig aufgefordert, ja verpflichtet, zumal unser „Fortschritt“ und unser Neoliberalismus wesentlich das Klimaproblem verursacht haben. Klagen und Anschuldigungen bringen keine Lösung, es bedarf nun einer fairen, globalen Kooperation, die die EU dringend anstoßen sollte. Dabei sollten wir Europäer vorrangig den Nahen Osten und Afrika massiv und gezielt unterstützen.

Dom, 04/05/2020 - 12:03 Collegamento permanente
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Klaus Griesser Dom, 04/05/2020 - 12:28

Eine gute Analyse, danke! Ein Zurück zum „heute“ darf es aber auch nicht bei der CV-Krise geben, denn der Großteil der menschlichen Opfer ist durch den vorangegangenen skrupellosen Raubbau am Gesundheitswesen durch den Neoliberalismus entstanden. Die Gesundheit der Menschen ist auch eine Ressource der Erde! Bei einer Neuaufstellung dieses Wirtschaftssystems würde der Raubbau an der Erde durch die Neoliberalisten noch mehr beschleunigt werden.

Dom, 04/05/2020 - 12:28 Collegamento permanente
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Dietmar Hofer Dom, 04/05/2020 - 13:50

Danke für diesen Beitrag!
Ich sehe die große Chance der Covid-19-Krise darin, dass gerade gleichzeitig alle aus ihrem Alltags-Trott herausgerissen werden. Was noch vor wenigen Wochen unvorstellbar war, ist plötzlich Realität. Und es ist ganz wichtig, dass diese Erfahrung global ist. Es reicht nicht, Vorgänge irgendwo anders auf der Welt medial verfolgen zu können und somit rational wahrzunehmen. Die persönliche Erfahrung ist ungleich mächtiger, wenn es darum geht, die Vorstellungskraft zu formen und Bereitschaft für eine Änderung persönlicher Gewohnheiten zu bewirken.
Mittelfristig müssen wir es noch schaffen, die ökonomischen Verwerfungen so abzufangen, dass daraus nicht ein Überlebenskampf jeder gegen jeden entsteht, bei dem kein Raum für langfristige Prioritäten bleibt.
Wenn wir das schaffen, dann prophezeihe ich, dass diese kollektive Erfahrung der Startpunkt für den überfälligen Umbau der Gesellschaft sein wird.

Dom, 04/05/2020 - 13:50 Collegamento permanente
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Günther Schwei… Lun, 04/06/2020 - 05:51

Marc, vielen Dank für den ausführlichen Beitrag!
Was die Mächtigen und Reichen in 3 Jahrzehnten nicht geschafft haben, weil nicht gewollt, hat das Coronavirus in 3 Monaten geschafft.
Die Klimaziele 2020 werden mit einem Schlag erreicht, zu einem unvorstellbar hohen Preis, einem Shutdown in großen Teilen der Welt. Das zeigt uns, was alles möglich ist.
Für einen weiteren zügigen Ausbau erneuerbarer Energie wurden beinahe alle Förderungen gestrichen, nicht finanzierbar. Für Themen der Nachhaltigkeit gab es kaum Geld, jetzt fließt es in Strömen. Hoffentlich in die richtige Richtung. Die Zeit wird es zeigen!

Lun, 04/06/2020 - 05:51 Collegamento permanente
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G. P. Lun, 04/06/2020 - 08:24

In risposta a di Günther Schwei…

Ja, Geld fließt jetzt in Strömen und wird unter allen (?) verteilt. Nur, das Geld wird irgendwie und irgendwann auch wieder zurückfließen: MwSt.-Erhöhung, Steuererhöhung, Sozialbeiträge-Erhöhung, einmalige Besteuerung der Bankguthaben usw. usf. Den Ideen sind keine Grenzen gesetzt ...

Lun, 04/06/2020 - 08:24 Collegamento permanente
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Sepp.Bacher Lun, 04/06/2020 - 14:19

Heute wird im Radio von Rai-Südtirol zwar fleißig der Beitrag von Franceschini „Vernichtendes Urteil“ zitiert und der Generaldirektor Zerzer hat die Aussagen des Berichts auch bestätitgt.
Der wichtige Hinweis von Marc Zebisch auf die zweite aktuell zu lösende Krise wird aber verschwiegen. Heute wird von einem Vorstoß des Klimaforschers Kaserer breit berichtet, es fehlt aber jeglicher Hinweis, dass dieser Beitrag schon einen Tag früher veröffentlicht wurde! Schade! Er wäre erwähnenswert!

Lun, 04/06/2020 - 14:19 Collegamento permanente
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Georg Nowak Mer, 04/08/2020 - 22:59

Ein guter Artikel!
In Zeiten der Krise ist (fast) jeder sich selbst am nächsten. Jetzt wäre die Zeit der Bewährung für die EU in Sachen Flüchtlinge/Asylsuchende, Sars-CoV-2 und Klimaschutz. Die deutsche Regierung weist Italiens Hilfewünsche zurück. Flüchtlinge und ganze Staaten gehen unter ( https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/kiribati-klimawandel-bedroht… ).

Schlagen die Kippelemente erst einmal zu, gibt es praktisch kein Zurück - für sehr lange Zeit. Die Dimension der Zeit wird unanschaulich, wenn sie über ein Menschenleben hinaus reicht. Beim Klimawandel geht es um die Dauer von X Menschenleben.

Grüße aus dem eigentlich gemäßigten Münsterland (siehe Wikipedia), wo es 2019 Tage mit unerträglichen 40°C und mehr gab. Die Sahara ist näher, als man denkt!
Frage aus der Ferne: Was wird aus den Plänen von Ex-Minister Lorenzo Fioramonti, die Themen Klimawandel und Nachhaltigkeit in Italiens Schulen zu stärken?

Mer, 04/08/2020 - 22:59 Collegamento permanente
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Herta Abram Mar, 06/23/2020 - 07:59

https://www.derstandard.at/story/2000118243685/rekordhitze-am-kaeltepol…
"Laut Experten sind die derzeitigen Rekordtemperaturen in der gesamten russischen Arktis ein Anzeichen für die Beschleunigung der Klimaerwärmung. Eigentlich hatten die Wetterforscher mit solchen Werten erst für das Jahr 2100 gerechnet. Der Klimawandel habe sich damit 80 Jahre schneller als gedacht vollzogen."

Mar, 06/23/2020 - 07:59 Collegamento permanente

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