Junge Muslime
In einer Facebook-Gruppe will ein junger Bozner mit den Vorurteilen gegenüber seiner Religion aufräumen.

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gorgias Mar, 12/02/2014 - 14:41

So rührend man es auch finden kann, dass diese jungen Menschen sind endlich der westlichen Gesellschaft annähern, steht für mich noch offen in wie weit der Islam mit westlichen Werten vereinbar ist.
Auch sollten alle die an eine Konversion denken, bedenken dass dies eine Einbahnstraße ist. Denn auf Apostasie ist im Islam die Todesstrafe vorgesehen. So fortschrittlich und der Islam während des Mittelalters war im Vergleich zum Christentum so ist er heute sicher nicht dem modernen Konzept der Religionsfreiheit vereinbar.

Mar, 12/02/2014 - 14:41 Collegamento permanente
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Mensch Ärgerdi… Mar, 12/02/2014 - 14:59

In risposta a di gorgias

Das hängt davon ab was man unter westlichen Werten versteht. Wenn Toleranz und Respekt für den Einzelnen die Grundpfeiler dieser Werte sind, dann ist eine Einstellung wie die im Artikel sehr wohl vereinbar. Wenn im Gegenteil in der westlichen Weltanschauung ein allgemeiner Staatsglaube herrschen muss, der Agnostizismus gepaart mit unbegrenzter Freiheit der Wissenschaft vorsieht, hat wahrscheinlich keine Religion mehr Platz darin.

Mar, 12/02/2014 - 14:59 Collegamento permanente
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gorgias Mar, 12/02/2014 - 15:40

In risposta a di Mensch Ärgerdi…

Ich habe vorhin als Beispiel die Religionsfreiheit genannt. Das kannst du jetzt nicht übersehen haben. Das Individuum hat im Islam eine untergeordnete Rolle und die rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau ist auch nicht vorgesehen.
Individuelle Selbstbestimmung ist kaum vorgesehen. Der Koran spricht immer die Gläubigen in der Mehrzahl an. Das ist ein guter Indiz.

>ein allgemeiner Staatsglaube herrschen muss, der Agnostizismus gepaart mit unbegrenzter Freiheit der Wissenschaft vorsieht, hat wahrscheinlich keine Religion mehr Platz darin.<
Hier hast du wohl einen Stohmann aufgebaut. Das kommt mir mehr als eine kommunistische Staatsdoktrin und hat mit westliche Werte wenig zu tun.

Mar, 12/02/2014 - 15:40 Collegamento permanente
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Christoph Moar Mar, 12/02/2014 - 15:57

In risposta a di gorgias

„und die rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau ist auch nicht vorgesehen“

Ich glaube, hier wird oft Islam mit Wahhabismus oder Islamismus verwechselt. Nach dem, was ich mal in einem Vortrag von Renner gehört hatte, besteht im Islam keine rechtliche oder theologische Differenzierung zwischen Mann und Frau, im Gegenteil, durch die Scharia (und auch früher) nahm Eherecht, Scheidung, Erbrecht auch für die Frau konkrete und zivilrechtliche Form an. Gleichzeitig bin ich aber kein Islam Experte, so dass es fern von mir läge, hier Deine Anmerkung korrigieren zu wollen. Vermutlich ist es so, dass der Islamismus immer mehr um sich greift, und immer weniger der Unterschied zum Islam sichtbar gemacht wird?

Mar, 12/02/2014 - 15:57 Collegamento permanente
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gorgias Mar, 12/02/2014 - 16:36

In risposta a di Mensch Ärgerdi…

Nein, das ist der Islamische Glaube, das kann man auch nachrecherchieren. Duldung gegenüber anderen Religionen ist vorgesehen sofern sie monotheistisch sind. Für den Abfall vom muslimischen Glauben ist die Todesstrafe vorgesehen und ist fest im Islam verankert und von der überwältigen Mehrheit so angenommen. Frag doch bei diesen Muslimen nach. Würde mich wundern ob sie eine klare Antwort geben oder der Frage ausweichen.

Mar, 12/02/2014 - 16:36 Collegamento permanente
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gorgias Mer, 12/03/2014 - 00:04

In risposta a di Mensch Ärgerdi…

http://www.washingtonpost.com/blogs/worldviews/wp/2013/05/01/64-percent…

Das sind Werte die für eine Weltreligion eindeutig zu viel sind. Sogar in Indonesien das als Beispiel für einen moderaten Islam hergenommen wird, ist fast jeder 5te für die Todesstrafe.

Ich mache den Islam nicht schlecht sondern zeige ihn auf wie er ist, und das muss ich mir von jemandem sagen lassen der wahrscheinlich heute das erste mal von Hadite gehört hat.

Mer, 12/03/2014 - 00:04 Collegamento permanente
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Roland Kofler Mar, 12/02/2014 - 17:05

In risposta a di gorgias

Es scheint zumindestens so zu sein dass der Koran nix von einer Todesstrafe sagt.
Die Scharia sehr wohl. Die Verfasstheit des Islams ist also nicht mit diesen zivilisatorischen Showstopper befleckt, jedoch wird der heutige Islam in fundamentalistischen Ländern weitgehend so praktiziert, dass die Scharia Gesetz ist.

Nichts hindert die Islamische Glaubensgemeinschat daran sich von dieser unmenschlichen Sitten zu lösen.
Du vereinfachst also stark zu ungunsten einer Religionsgemeinschaft.

https://de.wikipedia.org/wiki/Apostasie_im_Islam

[für Insider: Des weiteren bin ich der Meinung dass der Silberstab verkauft werden muss, und der Erlös den Armen zukommen soll.]

Mar, 12/02/2014 - 17:05 Collegamento permanente
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gorgias Gio, 12/04/2014 - 00:27

In risposta a di Roland Kofler

> Nichts hindert die Islamische Glaubensgemeinschat daran sich von dieser unmenschlichen Sitten zu lösen. <
Das ist naiv und vereinfachend.
Neben dem Koran gibt es noch andere autoritative Schriften.
Aber ich finde toll dass du den wahren Islam herausgefunden hast und zu dem gehört anscheindend die Scharia nicht dazu. Jetzt brauchst du nur der Mehrzahl der Muslime erklären, dass sie eine falsche Auffassung vom eigenen Glauben haben.

Gio, 12/04/2014 - 00:27 Collegamento permanente
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Oskar Egger Mar, 12/02/2014 - 16:35

Wir haben das mittelalterliche Christentum überlebt/-wunden, uns befreit von doppelmoralischen Dogmen und Zwängen, uns, im besten Fall, auf die Symbolik der christlichen Religion einstellen können und vielleicht, jeder für sich, einen Glauben in Freiheit (so beschreibt ihn z.B. Drewermann) kultivieren können. Ich finde mitelalterlich interpretierte Religionen mit fragwürdigen Dogmen uninteressant und rate demjenigen, der sich ganz besonders beeindruckt fühlt, zu einer guten Psychotherapie.

Mar, 12/02/2014 - 16:35 Collegamento permanente
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Oskar Egger Mer, 12/03/2014 - 08:01

In risposta a di gorgias

Über den Islam haben Sie, Gorgias, gut berichtet, da braucht nichts Weises hinzugefügt werden. Mir geht es mehr darum, zu hinterfragen, was jemand mit der Rückcker zum Mittelalter in unserer Kultur bezwecken möchte und vorzuschlagen, daß jeder, der sich dorthin gezogen fühlt, die tieferen Beweggründe analysieren müsste. Wenn dies zur Gewohnheit würde, könnte viel Leid erspart werden auf dieser Welt und ich bin mir im Klaren darüber, dass das eine sehr hohe Anforderung ist, denn die wenigsten haben Lust, ans Eingemachte zu gehen und wirklich nachzuforschen, was denn so los ist, in der eigenen Seele. Ich bin allerdings überzeugt davon, vieles würde andres laufen, wenn wir nicht nur auf der Spitze des Eisbergs tanzen würden.

Mer, 12/03/2014 - 08:01 Collegamento permanente
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Sepp.Bacher Mar, 12/02/2014 - 17:36

Mich machen Diskussionen in Bezug zum Islam immer neugierig. Um ein bisschen Einblick zu kriegen habe ich vor einigen Jahren ein Seminar bei Don Mario Gretter, der im Auftrag des Bischofs in Kairo den Islam studiert hat, besucht, um mir ein bestimmtes Grundwissen anzueignen. Ich verfolge auch immer wieder Diskussionen in Medien und bin zum Schluss gekommen, dass es „den Islam“ nicht gibt. Abgesehen von Sunniten und Schiiten gibt es ein Vielzahl an Richtungen und Sekten und an die jeweilige Kultur des Landes oder des politischen Regimes angepasste Varianten (vom Maghreb über die Sahelzone, Saudi-Arabien, die Türkei (speziell Atatürks), Bosnien und Albanien, die Länder entlang der Seidenstraße bis Ugurien; oder von Pakistan, Indien, Malaysia bis Indonesien). Genauso ähnlich ist es auch mit den christlichen Religionen (ich glaube, die meisten von uns könnten nicht alle Kirchen und Sekten aufzählen, geschweige sagen, was sie lehren und woran sie sich unterscheiden. Jedenfalls beziehen sie sich alle auf die Bibel und legen sie auch verschieden aus - so wie die Muslimen den Koran - und kommen zu unterschiedlichen Schlüssen. Weiters unterscheiden sich Religionen auch immer darin, ob sie - wie in einem Gottesstaat (gabs ja auch bei den Christen) -das Sagen haben, ob sie als Staatsreligion auftreten oder ob die Gläubigen bzw. Gemeinden in der Diaspora leben. Oskar Egger zitiert auch das Mittelalter und meint auch die Entwicklung seitdem. Der Islam ist etwa 700 Jahre jünger als das Christentum. Wenn er eine ähnliche Entwicklung macht wie das Christentum, sieht er in einigen hundert Jahren auch anders aus. Möglicherweise ist dann aber immer noch einiges für uns schwierig zu verstehen. Gleichzeitig denke ich, sollen wir in unserem Toleranz-Drang auch nicht alle Aktivitäten, die von der Islam-Front getätigt werden. verharmlosen.

Mar, 12/02/2014 - 17:36 Collegamento permanente
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Oskar Egger Gio, 12/04/2014 - 07:42

Und abschließend: um mit dem Konvertieren nicht noch alles schlimmer zu machen, denken wir daran, wer wir sind und woher wir kommen. Unsere antiken Werte und Traditionen bieten und verbergen so manchen verstaubten Schatz, so daß wir es uns ersparen können auf dem Glatteis fremden religiösen Gedankenguts zu tanzen. Das Gold liegt unter unserem eigenen Eisberg. Kein Imam, Lama oder Swami wird es uns ersparen, in den Tiefen unserer Seele nach unserem Unbewußten zu suchen.

Gio, 12/04/2014 - 07:42 Collegamento permanente

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