Mieten in Südtirol 1
Das Thema Wohnen ist ein Dauerbrenner. Normalerweise reden wir dabei aber über Bauen und Kaufen. Doch wie sieht es eigentlich auf dem Mietmarkt aus? Spoiler: Nicht gut.

Laut dem Astat (und je nach Berechnungsmethode leicht schwankend) gibt es in Südtirol rund 300.000 Wohnungen. Das wäre eine pro 1,8 Einwohner, bei einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von 2,2 Personen sollte eigentlich für jede und jeden etwas dabei sein.

Doch so einfach ist es natürlich nicht. Ja, Wohnungen gibt es genug. Trotzdem ist das Angebot zu klein, auch an Mietwohnungen.

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Ameliaa Mar, 12/09/2025 - 05:58

Es ist einfach nur amüsant zu sehen, wie wir dieses vollkommen selbstverschuldete Problem haben und alle möglichen mentalen Akrobatiken betreiben, anstatt die offensichtliche Lösung umzusetzen.
Alle nicht-sicherheitstechnischen Bauvorgaben müssen aufgehoben werden! Es soll gebaut werden – in den Gärten, in den Wäldern, in den Apfelwiesen und in den Feldern. Egal wie hoch, wie groß, welche Ästhetik oder Klimaklasse.
Alles andere ist unmenschlich.

Mar, 12/09/2025 - 05:58 Collegamento permanente
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Cicero Mar, 12/09/2025 - 07:58

In risposta a di Ameliaa

Unser Problem ist doch nicht, dass zu wenig gebaut wird. Unser Problem ist, dass (Ver-)Mieten weder für den Vermieter noch für den Mieter reizvoll ist. Der Vermieter muss viel zu teuer bauen oder sanieren und kann seine Zielrendite nur schwer erreichen, zudem schützt die Rechtslage Mieter über Gebühr. Der Mieter dagegen muss 50% oder mehr seines Monatseinkommens für Miete aufwenden und kann das nicht stemmen. Deshalb runter mit Bauvorschriften, runter mit der Steuer auf Mieterlöse und runter mit den Mieterschutzstandards. Vermieten muss attraktiv gemacht werden, vor allem im Vergleich zur Kurzzeitvermietung.

Mar, 12/09/2025 - 07:58 Collegamento permanente
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Ameliaa Mar, 12/09/2025 - 11:33

In risposta a di Cicero

Das Problem ist auf jeden Fall, dass zu wenig gebaut wird. Warum erhalten Menschen leerstehende Wohnungen? Weil diese als Investition betrachtet werden, und man auf eine Preissteigerung spekuliert. Ich möchte sehen, wie viele Menschen an ihren Immobilien festhalten, wenn diese jährlich an Wert verlieren und sie dafür auch noch GIS zahlen müssen.
Es braucht nicht mehr Mieter, sondern mehr Eigentümer. Wenn man das Vermieten, wie sie vorschlagen, profitabler macht, wird es zunehmend als Geschäft betrachtet, und der Besitz von Wohnungen wird sich auf immer weniger Unternehmen konzentrieren.

Mar, 12/09/2025 - 11:33 Collegamento permanente
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Oliver Hopfgartner Mar, 12/09/2025 - 09:29

In risposta a di Sigmund Kripp

Leerstand ist relativ. Steht unsere Wohnung in Gais leer? Wir sind 3-5 Wochen pro Jahr dort.

Steht unsere Zweitwohnung in Graz leer? Verwandte und Freunde nächtigen dort, wenn sie uns besuchen und in der restlichen Zeit darf eine aus Kärnten nach Graz pendelnde Arbeitskollegin die Wohnung kostenlos benutzen.

Beide Wohnungen haben keinen Hauptbewohner, stehen aber nicht komplett leer. Leerstand vernünftig zu definieren und zu erfassen ist nicht leicht.

Außerdem stellt sich die Frage, wie wir marode, de facto nicht bewohnbare Bausubstanz bewerten? Daher kann ich verstehen, dass die Datenlage zum Leerstand so mau ist.

Mar, 12/09/2025 - 09:29 Collegamento permanente
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Hanspeter Holzer Mar, 12/09/2025 - 11:47

Da wir seit einigen Jahren eine völlig marode, leerstehende Immobilie „bearbeiten“ (wurde wegen der rechtlichen Implikationen nie als „unbewohnbar“ erklärt und zählte somit schon vor unserer Zeit zu den „leerstehenden“ Wohnungen) sind uns die annähernd unmöglich zu erfüllenden Auflagen bekannt.
Ohne fachlich kompetenten Rechtsbeistand ist es nicht mehr möglich, so etwas durchzustehen. Techniker:innen und Architekt:innen sind nicht mehr ausreichend, da durch das Bürokratimonster „Landesgesetz Raum und Landschaft“ gleich mehrfach der famose "Passierschein A38" verlangt wird.
Für sämtliche bürokratischen Instanzen bis zur Benutzungsgenehmigung ist es rechtlich deutlich sicherer, „NEIN“ zu sagen. Dadurch besteht in den Amtsstuben kaum eine Motiviation , Bauprojekte zeitnah und wohlwollend abzuschließen. Es ist den Beamt:innen nicht zu verdenken, werden sie doch von der Politik im Regen stehen gelassen. „Rechtssicherheit“ ist im Südtiroler Bauwesen sowieso ein exotisches Wort geworden.
Würde man dann die entstehenden Wohnungen zu einem - laut uns - fairen, leistbaren aber nicht gerade niedrigen Mietzins vermieten, hätte man abzüglich Steuern und Gebühren die Gesamtkosten schon in 107 (in Worten EINHUNDERTundSIEBEN) Jahren wieder abbezahlt. LOL!

Ich kann nur allen jungen Menschen davon abraten, in Südtirol zu bauen, INSBESONDERE in den touristisch hochentwickelten Gebieten. Wobei die Preise nicht nur - wie populistisch gesehen - vom Tourismus angetrieben werden, sondern vor allem auch von der völlig verfehlten Wohnbaupolitik der letzten Jahre.

Bauspekulanten haben hingegen kein Problem. Der Verdacht liegt nahe, dass sich die Gesetzgebung sehr stark nach deren Bedürfnissen orientiert.

Mar, 12/09/2025 - 11:47 Collegamento permanente
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Claudio Campedelli Sab, 12/13/2025 - 10:21

Hier ist der Link zur Aufstellung der mit öffentlichen Mitteln unterstützten Wohnungen: https://civis.bz.it/de/themen/konventionierte-wohnungen.html.

In der Aufstellung ist auch vermerkt: „... wenn im Meldeamt der Gemeinde ein Wohnsitz aufscheint.“

Wie man selbst sehen kann, gibt es etliche Wohnungen, die gemäß Artikel 79 L.G. 13/1997, Artikel 39 oder 40 L.G. 9/2018 eine Bindung aufweisen und im Meldeamt keinen Wohnsitz aufweisen.

Niemand ist verpflichtet, eine öffentliche Subvention zu beantragen, um dann bestimmte Auflagen einhalten zu müssen. Es ist schwer verständlich, dass öffentliche Mittel vergeben werden, um Wohnungen zu subventionieren, die dann leer stehen oder schlimmer.

Sab, 12/13/2025 - 10:21 Collegamento permanente
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Hans Punter Sab, 12/13/2025 - 15:09

Zwei Dinge könnten beitragen, den Mietmarkt zu beleben:
1. Beschleunigte Durchführung von Räumungsverfahren und rasche Vollstreckung von Räumungsurteilen. In aller Regel wartet der Eigentümer Monate auf ein Urteil und weitere Monate auf den Gerichtsvollzieher.
2. Errichtung einer Garantiegenossenschaft, die Mietausfälle abdeckt.

Sab, 12/13/2025 - 15:09 Collegamento permanente

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