Il dibattito
I Freiheitlichen presentano in consiglio provinciale una mozione sulla questione dell’utilizzo del velo. Chi a favore e chi contro?

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Waltraud Astner Ven, 07/03/2015 - 08:52

@Ludwig Thoma
Das brauchen die Muslimas nicht zu tun . Sie könnten aber ihr eigenes bei dieser Hitze abnehmen und mit uns und den Kindern ins Schwimmbad gehen. Da würden wir uns näher kommen, im Sinne der vielgepriesenen Integration.
Aber im Gegensatz zu den Omas in den Dörfern, zu den Krebskranken usw. darf sie das Kopftuch ja nicht mehr abnehmen, es ist also kein gewöhnliches Kleidungsstück sondern ein Symbol. Es bedeutet: Unbedeckte Haare= Hure. Frauen, die ohne Kopftuch, mit nackten Armen und Beinen herumlaufen sind sozusagen Freiwild für die Männer. Eine tolle Einstellung für die Gleichberechtigung der Frauen, für die wir jahrzehntelang gekämpft haben. In diesem Punkt kann es keinen Konsens geben. Wer sich „freiwillig“ unter das Kopftuch zwingen lässt, der lehnt unsere errungenen Werte ab.

Ven, 07/03/2015 - 08:52 Collegamento permanente
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Waltraud Astner Ven, 07/03/2015 - 10:04

Abgesehen davon, dass Nonnen bei uns eine aussterbende Gattung sind, sind die heutigen jungen Nonnen, die ja vielfach auch Berufe ausüben, dazu übergegangen das Ordenskleid abzulegen. Ihre Freizeitbeschäftigungen unterscheiden sich auch nicht mehr von denen anderer Leute. Sie gehen auf den Berg, z.T. auch schifahren und fahren ans Meer, natürlich ohne Ordenskleid. Das tragen nur mehr ältere Nonnen durchgehend, die jüngeren bei bestimmten Anlässen, was dem Tragen einer Tracht entspricht (vergl. den Begriff Ordenstracht). Als Beispiel möchte ich die Ordensgemeinschaft der Salvatorianerinnen in Meran/ Obermais anführen.
Muslimas hingegen, die in der Öffentlichkeit NIE ihr Kopftuch und die langen wallenden Gewänder ( und damit ihre Symbole einer ehrenwerten Frau, die bei uns im Mittelalter üblich waren) ablegen schließen sich selbst von gesellschaftlichen Aktivitäten aus und begeben sich bewusst in eine Parallelgesellschaft.

Ven, 07/03/2015 - 10:04 Collegamento permanente
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Günther Mair Ven, 07/03/2015 - 13:20

Wo wir jetzt festgestellt haben, dass es auch bei uns kulturelle und religiöse Ursprünge für ähnliches gibt und sich dies vor allem aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen mit der Zeit verändert, würde ich doch noch ein paar Sätze als Kommentare wagen.

Die Kopfbedeckung hat bei uns historische Ursachen und Entwicklungen hinter sich. Lange Haare waren früher eine Mode, so wie bei meiner Großmutter auch: bei ihr reichten diese im Alter noch bis zum Boden. Dadurch dass man diese jeden Tag nach der Feldarbeit weder waschen wollte noch konnte, hatte das mit dem Kopftuch einen einfachen, praktischen Aspekt.

Ich kann nur vermuten, dass der Ursprung der Kopfbedeckung bereits zu Mohammends Zeiten eine vorhandene Verbreitung und ähnlichen Ursprung im Nahen Osten hatte. Und dass das Ganze dann jene starke religiöse Prägung bekommen hat, die wir heute alle kennen, das hat seine Ursachen womöglich in Ähnlichem wie bei unseren Klöstern, sprich das Verbergen weiblicher Reize. Auch hier kann man sich wieder über das Warum den Kopf zerbrechen und wird dann ebenfalls wieder auf Antworten stoßen.

Wie auch im Christentum haben wir es beim Islam mit vielen verschiedenen Glaubensrichtungen und genau so vielen unterschiedlichen Auslegungen und entsprechender Handhabung zu tun. Von daher mag die oben getroffene Deutung für unbedeckte Haare bei extremer Auslegung des Islams zwar richtig sein, aber sie ist nicht allgemeingültig. In einigen Ländern wie der Türkei ist man gesellschaftlich schon etwas weiter (vorausgesetzt der Rückwärtskurs wird nicht beibehält) und in anderen hat das historisch und geografisch bedingt schon andere Entwicklungen genommen (z.B. Indonesien).

In der zweiten Generation von Einwanderen ist das Thema ohnehin wesentlich aufgeweichter. Ich kann mir vorstellen, dass daraus mehr innerfamiliäre Konflikte entstehen und diesen Gedanken sollte man auch kurz festhalten. Jedenfalls wären wir dann auch schon beim Thema Emantipation der Frau und gesellschaftliche Entwicklung. Eine grundsätzlich positive Entwicklung, wenn auch (vom einen oder anderen Kommentar zu entnehmen) mit einem teilweisen Verlust kultureller Identität verbunden. Das gilt sowohl für Einheimische als auch für Zuwanderer.

Auch wenn wir die Sache nun als einen reinen „Zwang“ sehen und ein „Problem“ nennen wollen, dann ist die Lösung per Gesetz auch nicht so banal wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Das Ganze beisst sich einerseits ein wenig mit dem Argument der Religionsfreiheit, kommt andererseits einer Überregulierung dessen Nahe, was bereits auf staatlicher Ebene geregelt wäre (Vermummungsverbot, Erkennbarkeit der Person) und wenn wir oben getätigten Gedanken wieder aufgreifen: es könnte auch ein Schuss nach hinten sein (Fernbleiben/weitere Ausgrenzung vom gesellschaftlichen Leben anstelle von Integration). Im Ansatz das was Frau Foppa schon gesagt hat, aber womöglich noch mit dem Zusatz das „Andere“ einfach auch so zu akzeptieren, weil es womöglich nicht schlechter für die wirklich Betroffenen sein muss.

Die Erfahrungen mit der Prohibition in den 20er und 30er Jahren deutet ausserdem darauf hin, dass man mit gesetzlichen Regelungen nur bedingt gesellschaftliche Veränderungen erzwingen kann. Als Negativ-Beispiel kann man da gerne wieder auf die Entwicklung in der Türkei nach Atatürk und dann heute unter Erdogan/AKP verweisen.

Wenn ich dem Thema sonst eher neutral und gleichgültig (am ehesten vielleicht noch „kopfschüttelnd“ aufgrund der einseitigen Beobachtungsweise) gegenüber stehe, dann irritiert mich um so mehr die Seite, welche diese Sachen wieder vorbringt. Das sind eigentlich keine Exponenten denen bisher die Emantipation der muslimen Frau am Herz gelegen sein dürfte. Da hätten wir eher Exponenten für Pauschal-Vorurteile, aber viel schlimmer noch ist, dass die Sache zur Zeit etwas nach Ablenkungsmanöver von den eigenen Problemen stinkt...

Ven, 07/03/2015 - 13:20 Collegamento permanente
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gorgias Ven, 07/03/2015 - 21:49

In risposta a di Waltraud Astner

Seit wann ist Klosterfrau ein normaler Beruf? Ein Beruf der mit einem Gehorsams- und Keuschheitsglübte verküpft ist? Tut mir leid, so was ist für mich nicht normal. Aber das interessiert mich nicht weiter. Die Frage ist ob sie in einer öffentlichen Stelle erlaubt sein sollen oder nicht ihre Ordenskleidung zu tragen. Wenn das eines Tages Muslima in Italien nicht mehr dürfen, dann kann man für Klosterfrauen dann auch keinen unterschied machen.

P.S. Bitte lernen Sie doch den Kommentarbereich richtig zu gebrauchen. Wenn Sie eine Antwort zu einem Beitrag schreiben dann benutzen Sie doch bitte den Antoworten-Link. Das dürfte wohl nicht zu schwer sein?

Ven, 07/03/2015 - 21:49 Collegamento permanente

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