China
Mit dem Mega-Infrastruktur-Projekt der „Neuen Seidenstraße“ will China den Handel mit Asien, Europa und Afrika weiter ausbauen.
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Profil für Benutzer Albert Mairhofer
Albert Mairhofer Di., 20.04.2021 - 18:55

Europa 30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhanges

Ich habe Berichte über den Donau-Oder-Elbe-Kanal gefunden und mich sehr darüber gefreut, dass Tschechien diese großartige Wasserstraße realisieren will. Auch Interessensvertreter Polens haben an dieser Wasserstraße über die Mährische Pforte, an der niedrigsten Stelle der europäischen Hauptwasserscheide, und am Alpenkanal Donau-Tirol-Adria großes Interesse, verbinden diese doch Balticum, Adriaticum und Schwarzes Meer (Black Sea) (BABS). Die Wasserstraße von der Donau über Tirol zur Adria wird die europäischen Wasserstraßen sehr direkt an das Mittelmeer anschließen und somit Europa umgebenden Meere durch Binnenwasserstraßen verbinden und diese dadurch immens aufwerten.

BBT und Zuläufe:
Nachdem Bayern noch keinen Bedarf für Zulaufstrecken zum Brenner-Basis-Tunnel erkennt, Österreich die Inntalbahnstrecke vor allem wegen des hier zusammentreffenden Nord-Süd und Ost-West Verkehrs ausgebaut hat und auch die südliche Zulaufstrecke Verona-Bozen noch in den Sternen steht, muss es erlaubt sein, diese Eisenbahnmagistrale Berlin-Palermo samt Brücke von Messina in Frage zu stellen.

Alpentransit:
Transport und Verkehr muss umweltverträglicher und vor allem auch finanziell leistbar gestaltet werden.
Ich habe solche Lösungsvorschläge als Alternative zum BBT schon 2007 offiziell eingereicht, darunter den Alpenkanaltunnel für die Wasserstraße Donau-Tirol-Adria, doch leider wurden diese damals von Südtirols Landeshauptmann Durnwalder ignoriert und vermutlich auch nicht in der Landesregierung besprochen und schon gar nicht an die EU-Behörde herangetragen. Kommissar Barroso informierte mich nämlich, dass sich die EU-Kommission nur mit Vorschlägen der Länder befassen und diese dann als TEN-Vorhaben einstufen kann.
Flüsse als Wasserstraßen
Mit der Wasserstraße wird das älteste, umweltverträglichste und -freundlichste Transportmittel vorgeschlagen, das Inn- und Etschtal bereichert. Während eine neue Bahnstrecke Tallandschaften zerschneidet und mit unzumutbarem Lärm erfüllt oder zu schwindelerregenden Kosten fast vollständig im Berg - BBT - errichtet werden müsste, nutzt die Wasserstraße natürliche Gegebenheiten, Flüsse, die dadurch noch aufgewertet werden. Die etwa 300 km unterirdisch verlaufende Brennermagistrale zwischen dem bayerischen Inntal und Verona wirft auch die Frage der Verträglichkeit für Bahnreisende auf, die zudem noch um den Genuss der Aussicht auf Land und Berge und gebracht werden. Unterquerte Urlaubsgebiete verlieren dadurch wertvolle Werbeeffekte.

Umwege durch BBT
Außerdem müssten die Bahnreisenden in die östliche Hälfte Südtirols - Eisack- und Pustertal - zuerst durch den BBT und weitere Tunnels vorbeifahren und von Bozen aus mit dem Lokalzug wieder zurück etwa nach Sterzing direkt an der Brennerbahn oder mit der Pustertaler Bahn in ihre Heimat- oder Urlaubsorte fahren! Jemand schrieb dazu auf Salto: „Skifahrer aus München nach Bozen zu bringen und dann z.B. wieder zurück ins Pustertal/Dolomiten zu chauffieren macht nicht wirklich Sinn“ Umgekehrt ist es genauso!
Dies alles also nur um 400 m unter dem niedrigsten Pass den Alpenhauptkamm zu unterqueren und nur einmal in Bozen zu halten und dadurch Durchreisenden 1 Stunde Fahrzeit zu ersparen? Schuld daran ist die Schwerfälligkeit der Eisenbahn und darum kann diese heute schon nicht mehr als zeitgemäßes Gütertransportmittel angesehen werden, geschweige denn in 30 Jahren.

Aufruf:
Darum lasst uns die Brennerbahn als eine Art Nostalgiebahn durch die Alpen nach dem Vorbild der Schweiz bewirtschaften und als Pionierwerk wertschätzen. Lösen wir das Problem Alpentransit umwelt- und menschengerechter
- durch Anpassung und bessere Auslastung der bestehenden Bahn,

- durch den Alpenkanal Donau-Tirol-Adria, mit welchem erstmals die Binnenwasserstraßen Europas mit dem Mittelmeer verbunden werden. Die durchquerten Länder werden durch eine neue Verkehrsader mit vielen Häfen und Anlegestellen bereichert. Binnenwasserstraßen sind zu Naherholungsgebieten geworden. (Mittelland- oder Main-Donau-Kanal) Die fast lahmliegenden Häfen an der Adria und an den bestehenden Kanälen in Oberitalien können zusammen mit den Meeresautobahnen wieder belebt werden. Während also beim Transport zu Wasser die Infrastrukturen schon vorhanden sind oder mit geringeren Mitteln und dezentral an vielen Orten umweltverträglich erstellt werden können, müssen solche für die Bahn erst neu und zentral bei vorhandenen Häfen geschaffen werden, was wiederum Umwege mit sich bringt;

- durch Elektrifizierung der Verkehrsinfrastrukturen und der Verkehrsmittel:
Zur Bewältigung der enormen Umweltbelastung des Verkehrs habe ich der Landesbehörde und politischen Vertretern die Photovoltaik-Überdachung von Autobahnen und Straßen und die Einführung des Einschienen-Hängebahn-Systems vorgeschlagen, das die Elektrifizierung schon in etlichen Jahren und nicht Jahrzehnten möglich macht. Dadurch werden die Abgase eliminiert, die Sicherheit und die Leistungsfähigkeit der so wichtigen Verkehrsadern erhöht!
Mittelmeer gewinnt an Bedeutung, es verbindet Kontinente
Dafür spricht auch die Tatsache, dass der Seeverkehr sich vom Nordatlantik Richtung Suezkanal, in das Mittelmeer verlagert hat. Nach dem Austritt Englands, werden sich Europa und auch Afrika dorthin orientieren.
(Dazu eine Buchempfehlung: „Afrika Europas Gemeinschaftsaufgabe Nr. 1" mit der Aussage: “Für Europa muß der Atlas der Ural sein und Afrika Sibirien" von Anton Zischka, einem hervorragenden Kenner der Welt in den 1950-Jahren und ein Hinweis auf die Ausblicke auf der Webseite www.tirol-adria.com C-

BBT-Ende ohne Schrecken durch den Wandel vom Milliardengrab zum Wasserschloss!
Europa und die Länder am Brennerkorridor müssen sich der Wichtigkeit ihrer geographischen, politischen und wirtschaftlichen Lage besinnen und können und dürfen die vorgebrachten Entwicklungsmöglichkeiten nicht weiterhin ignorieren. Die Pandemie soll jetzt für eine Neuorientierung genutzt werden. Die ausgebrochenen Stollen des BBT können für moderne Wasserkraftwerke mit Hochwasserregulierungssystem genutzt werden, denn davon hängt die Nutzbarkeit der Flüsse Inn und Etsch als Wasserstraße und die Leistungsfähigkeit derselben ab.

Seidenstraße
Europa darf sich nicht mit seidenen Fäden umgarnen lassen, sondern muss selbst seine Gemeinschaftsaufgabe Nr. 1 Afrika gegenüber angehen. Das Mittelmeer soll nicht trennen, sondern Europa mit Afrika verbinden. Mit dem Hängebahnsystem lassen sich heute sogar die Meerengen von Messina und Sizilien überwinden und die Weiten Afrikas erschließen, Solarstrom aus Afrika übertragen und mit dem Wasser aus dem Kongobecken kann ein zweiter Nil, ein Kanal durch Sahel und Sahara zum Mittelmeer entstehen.
Anstelle von sündteuren Hochgeschwindigkeitsbahnen hierzulande und der Waffenexporte könnten in Afrika Wunder vollbracht, europäische Zustände hergestellt und das Flüchtlingsproblem überwunden werden.

Di., 20.04.2021 - 18:55 Permalink

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