Lettera aperta
Federazione Ambientalisti Sudtirolesi all’Europa e ai governi italiano e tedesco: “Proteggete la salute delle persone”. Linea Verona-Fortezza la commissaria è Paola Firmi

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Albert Mairhofer Do., 25.02.2021 - 23:00

An die Bayerische Staatsregierung,
zu Händen des Herrn Ministerpräsidenten Markus Söder,

nachdem Bayern, wohl auch wegen des fehlenden südlichen Zulaufes Verona-Bozen, noch keinen Bedarf für Zulaufstrecken erkennt, (Verkehrsministerin Schreyer in Bayern 2 vom Donnerstag, den 28.01.2021), möchte ich Ihnen folgende Überlegungen zum Alpentransit zur Kenntnis bringen.

Transport und Verkehr muss umweltverträglicher und vor allem auch finanziell leistbar gestaltet werden.
Tirol-Adria hat solche Lösungsvorschläge schon 2007 als Alternativen zum BBT vorgebracht, doch leider wurden diese damals von Südtirols Landeshauptmann Durnwalder ignoriert und wahrscheinlich auch nicht an die Landesregierung und schon gar nicht an die EU-Behörde herangetragen. Schon Kommissar Barroso ließ mich wissen, dass sich die Kommission nur mit Vorschlägen der Länder befassen und diese dann als TEN-Vorhaben einstufen kann.
Mit der Wasserstraße wird das älteste, umweltverträglichste und -freundlichste und mit dem Hängebahnsystem ein zukunftsträchtiges, leichtes und agiles Transportmittel vorgeschlagen. Beide führen dem Reisenden die Naturschönheiten geradezu vor Augen. Während eine neue Bahnstrecke Tallandschaften zerschneidet und mit unzumutbarem Lärm erfüllt oder zu schwindelerregenden Kosten fast vollständig im Berg - BBT - errichtet werden müsste, nutzen Wasserstraße und Hängebahn bestehende Infrastrukturen, die dadurch noch aufgewertet werden. Die größtenteils unterirdisch verlaufende Bahnstrecke zwischen Kufstein und Verona wirft auch die Frage der Verträglichkeit für Bahnreisende auf, die zudem noch um den Genuss der Aussicht auf Land und Berge und diese Urlaubsgebiete um den wertvollen Werbeeffekt gebracht werden.
Außerdem müssten die Bahnreisenden in die östliche Hälfte Südtirols - Eisack- und Pustertal - zuerst durch den BBT und weitere Tunnels unterirdisch vorbeifahren und von Bozen aus mit dem Lokalzug wieder zurück etwa nach Sterzing direkt an der Brennerbahn oder Bruneck an der Pustertaler Bahn fahren! Skifahrer aus München nach Bozen zu bringen und dann z.B. wieder zurück ins Pustertal/Dolomiten zu chauffieren macht nicht wirklich Sinn…Umgekehrt ist es genauso.
Dies alles nur um Durchreisenden 1 Stunde Fahrzeit zu ersparen und nur 400 m tiefer den niedrigsten Alpenpass zu unterqueren?
Schuld daran ist die Schwerfälligkeit der Eisenbahn und darum kann diese heute schon nicht mehr als zeitgemäßes Gütertransportmittel angesehen werden, geschweige denn in 30 Jahren.
Solche Kritikpunkte blieben unberücksichtigt! Würden wir einer Autobahn durch Südtirol mit nur einer Ausfahrt in Bozen zustimmen?

Aufruf:
"Darum lasst uns aus der Brennerbahn eine Art Nostalgiebahn durch die Alpen nach dem Vorbild der Schweiz machen. Dadurch wertschätzen wir dieses Pionierwerk und schaffen einen Mehrwert daraus. Lösen wir das Problem Alpentransit den heutigen Anforderungen von Mensch und Umwelt entsprechend
- durch Anpassung und bessere Auslastung der bestehenden Bahn,

- durch den Alpenkanal Donau-Tirol-Adria, mit welchem erstmals die Binnenwasserstraßen Europas mit dem Mittelmeer verbunden werden. Die durchquerten Länder werden durch eine neue Verkehrsader mit vielen Häfen und Anlegestellen bereichert. Binnenwasserstraßen sind zu Naherholungsgebieten geworden.(Mittelland- oder Main/Donaukanal) Die fast lahmliegenden Häfen an der Adria und an den bestehenden Kanälen in Oberitalien können zusammen mit den Meeresautobahnen wieder belebt werden. Während also beim Transport zu Wasser die Infrastrukturen schon vorhanden sind oder mit geringeren Mitteln umweltverträglich erstellt werden können, müssen solche für die Bahn erst neu bei vorhandenen Häfen geschaffen werden.
Dafür spricht auch die Tatsache, dass der Seeverkehr sich vom Nordatlantik Richtung Suezkanal, in das Mittelmeer verlagert hat und nach dem Austritt Englands Europa und auch Afrika sich dorthin orientieren werden.
(Dazu eine Buchempfehlung: „Afrika Europas Gemeinschaftsaufgabe Nr. 1 mit der Aussage: Für Europa muß der Atlas der Ural sein und Afrika Sibirien“ von Anton Zischka, einem hervorragenden Kenner der Welt in den 1950 Jahren und ein Hinweis auf die die Webseite www.tirol-adria.com C-Ausblicke)
- durch die PV-Überdachung der Autobahn und Einführung des Einschienen-Hängebahn-Systems, das die Elektrifizierung des Verkehrs schon in etlichen Jahren und nicht Jahrzehnten möglich macht, die Abgase eliminiert, die Sicherheit und die Leistungsfähigkeit der so wichtigen Verkehrsader erhöht!"

Europa und die Länder am Brennerkorridor müssen sich ihrer geographischen, politischen und wirtschaftlichen Lage bewusst werden und können und dürfen die vorgebrachten Entwicklungsmöglichkeiten nicht weiterhin ignorieren, sondern jetzt noch die Pandemie als Anlass zu einer Neuorientierung nützen und dabei in Betracht ziehen, dass bereits vorgetriebene Stollen des BBT für ein modernes Wasserkraftwerk mit Hochwasserentlastungssystem, das am größten Zubringer der Etsch erforderlich ist, genutzt werden können, ja sogar unerlässlich sind. Von der Hochwasserentlastung und der Wasserregulierung hängt die Nutzbarkeit der Flüsse Inn und Etsch als Wasserstraße und die Leistungsfähigkeit derselben ab. Das gleiche gilt auch für den Abschnitt nördlich des Brenners.

Do., 25.02.2021 - 23:00 Permalink

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