Salto-Interview
Landeshauptmann Arno Kompatscher über seine Fehler, den Streit in der Landesregierung, die Tatsache, dass sich mancher selbst der Nächste ist und die Lehren daraus.

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Urban Von Kleb… Fr., 11.12.2020 - 07:04

So nachvollziehbar in Krisenzeiten und speziell in dieser es ist, dass die Einzelnen sich und ihre Notwendigkeiten in den Mittelpunkt stellen, so wichtig ist es, das „der der unterschreibt“ den Überblick behält und Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen trifft. Bleiben sie weiterhin standfest Herr Landeshauptmann. Die Zeit wird zeigen, wie recht sie haben.

Fr., 11.12.2020 - 07:04 Permalink
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Hans Schwingshackl Fr., 11.12.2020 - 09:48

Werter Herr Kompatscher!
In meinen Augen kann sich Südtirol glücklich schätzen, einen Landeshauptmann zu haben, der seine Entscheidungen an klar formulierten ethischen Kriterien ausrichtet und nicht den Schreiern auf den öffentlichen Marktplätzen folgt. Es gibt genug Landesräte die leere Worthülsen von sich geben, schnell und viel reden und im Grunde nichts sagen!

Fr., 11.12.2020 - 09:48 Permalink
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Stereo Typ Fr., 11.12.2020 - 10:08

Sehr schönes Interview. Kompatscher antwortet ehrlich und ausgewogen. Und hat auch keine Angst, Unangenehmes auszusprechen, auch im Hinblick auf seine „Mit-Streiter“ in der Landesregierung. Er ist weitgehend unabhängig von den verschiedenen Lobbys und auch von den einzelnen Medien. In diesen Zeiten ein Glücksfall.

Fr., 11.12.2020 - 10:08 Permalink
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Arne Saknussemm Fr., 11.12.2020 - 10:17

Wohlgemerkt, Kompatscher ist derjenige, dem man am wenigsten vorwerfen kann.
Das Problem der Politiker ist allerdings, daß er sich - wie alle Politiker - ausschließlich an die Zahlen hält und nie die menschliche Komponente berücksichtigt!
Keiner von ihnen kann und will, aufgrund der Verfahrenheit des Machtgefüges, öffentlich zugeben, daß der Großteil der Menschen schlicht und ergreifend nicht intelligent genug ist um sich an überlebensnotwendige Regeln zu halten. Solidarität für die Allgemeinheit gibt es, mit einigen Ausnahmen, so gut wie gar nicht mehr.
Risikobereitschaft erfordert Mut und Eigeninitiative aber diese Dinge sind in Zeiten, wo es in erster Linie immer nur darum geht sich selbst oder die Partei rechtlich abzusichern, den Regierenden nicht eigen. Der Realitätsverlust der Politik ist sehr bedenklich und treibt die öffentliche Kommunikation immer mehr in die Heuchelei. Die Medien machen natürlich brav mit ... das Produkt journalistischer Arbeit (auch hier mit wenigen Ausnahmen) ist längst zum Geschäft geworden und jongliert nur noch mit Floskeln und vorgefertigten Fragestellungen. Wenn sich da nicht schnellstens etwas ändert, werden wir Schiffbruch erleiden und zwar nicht nur im gesundheitlichen Bereich!

Fr., 11.12.2020 - 10:17 Permalink
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Massimo Mollica Fr., 11.12.2020 - 10:18

Avrà pure i suoi difetti ma ho molto stima di Arno Kompatscher e sono felice, e mi ritengo fortunato, di essere governato da lui, anche dopo questa bella intervista.
Ritengo che proprio questa vicenda ha valorizzato l’autonomia che è sinonimo di RESPONSABILITA', anche e soprattutto quando si tratta di decidere tra la vita e la morte.
Comunque il fulcro di tutto sono queste frasi:"Man kann in einer Demokratie nicht Solidarität und Verantwortung verordnen.
Diese Krise hat gezeigt, dass eine solche Gangart in einer völlig individualisierten und entsolidarisierten Gesellschaft nicht umsetzbar ist." Qui vi è il senso non solo di questa pandemia ma un po' di tutti i mali del mondo.

Fr., 11.12.2020 - 10:18 Permalink
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Friedrich Paul Mair Fr., 11.12.2020 - 16:04

Wenn man sich vor Augen hält, wie schwierig die Entscheidungen sind und wenn man international vergleicht, was z.B. in Österreich unter Kurz, in Deutschland unter Merkel, Söder und Laschet, in Dänemark und Schweden alles passiert ist, dann hat unser Landeshauptmann bisher einen sehr guten Job gemacht

Fr., 11.12.2020 - 16:04 Permalink
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Klemens Riegler So., 13.12.2020 - 09:16

Ich darf mich den meisten Kommentaren hier anschließen: LH Kompatscher macht im Prinzip einen guten Job. Aber man muss schon auch dazu sagen, dass wahrscheinlich eine riesengroße Mehrheit die Maßnahmen mitträgt und für ziemlich richtig hält (Umfragen in Deutschland ...es wird bei uns nicht viel anders sein).
Die Frage im Beitrag „Der Zorn der Bevölkerung gegen Sie war noch nie so groß?“ ist also beantwortet .... Und statistisch nicht belegbar. Bzw. eine halbwegs zufriedene Mehrheit schreit und protestiert nicht. Das tun die anderen!

So., 13.12.2020 - 09:16 Permalink
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Profil für Benutzer Mumelter Georg
Mumelter Georg So., 13.12.2020 - 10:25

Gutes Interview.

Dass kein Virologe diese 2.Welle vorhergesehen hat ist aber eine Selbstschutzlüge. Wochenlang haben wurde davor gewarnt, einfach hör und nachlesbar z.B. im millionenfach abgerufenen Drosten-Podcast. Ganz klar auch die immer Aussage dass die 2.Welle heftiger wird, da das Virus dann aus den Hotspots durchdiffundiert ist. Aber wozu auf einen langjährigen Corona Forscher hören wenn man Schweizer und Österreicher Berater hat, deren Länder es genauso verkackt haben im Herbst. Zumindest geht es demokratisch zu würde ich behaupten. Südtiroler Politiker haben genauso wenig medizinisch-wissenschaftlichen Ehrgeiz wie der Durchschnittssüdtiroler.

So., 13.12.2020 - 10:25 Permalink
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Bernd Karner So., 13.12.2020 - 10:51

Gute Fragen und ein Landeshauptmann auf den man stolz sein kann. Reflektierte, selbstkritische Aussagen wie „Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich auch oft daran orientiert habe, wie kommt das oder jenes an? Ich habe in dieser Krise gelernt, diese Überlegung in den Hintergrund zu stellen“ sind für uns alle heilsam.
Danke!

So., 13.12.2020 - 10:51 Permalink
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Profil für Benutzer Hermann Wenter
Hermann Wenter So., 13.12.2020 - 16:48

Mit seiner bestechenden Intelligenz, mit seiner integren Sichtweise, mit seiner Ehrlichkeit,- schwebt er über Alles hinweg und steht doch fest am Boden.
Ein reiner Glücksfall für Südtirol!!
Weiterhin Mut, Kraft und AUSDAUER, lieber Landeshauptmann

So., 13.12.2020 - 16:48 Permalink
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Profil für Benutzer rotaderga
rotaderga So., 13.12.2020 - 17:46

Man lobt Politiker die ihre Versprechen nicht einhalten, warum? Weil man sich mit Kritik Chancen verbaut, weil man nicht den richtigen Durchblick hat, weil man sich wichtig machen will ohne negativ aufzufallen?
Lobhudler heute, vielleicht Brutus morgen.

So., 13.12.2020 - 17:46 Permalink
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Profil für Benutzer Bernd Karner
Bernd Karner Mo., 14.12.2020 - 15:53

Antwort auf von rotaderga

Was soll ich da noch sagen? Jeder prüfe sich in seinem Innern. Versetzte ich mich, in dieser dieser Zeit, in die Funktion eines Landehauptmannes, so ist die Wahrscheinlichkeit in dieser Rolle kläglich zu versagen sehr groß. Daher, schlicht und ergreifend, mein Respekt. Für Verhaltensgebärden alla Brutus habe ich kein Talent.

Mo., 14.12.2020 - 15:53 Permalink
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Profil für Benutzer Werner Beikircher-19119
Werner Beikirc… Mi., 16.12.2020 - 12:51

Dass die 2. Welle (auch in ihrer Heftigkeit) niemand vorhergesehen hatte, stimmt so nicht. Klare Aussagen dazu gab es bereits im Frühsommer von Drosten, Streeck, RKI, Helmholtz-Institut, Academy of Medical Sciences, Lauterbach, Crisanti, Ricciardi, Speranza, um nur einige zu nennen.

Dass in der Folge bei uns - in bester europäischer Gesellschaft - auf den falschen Gaul gesetzt wurde (Zangrillo und Konsorten) ist inzwischen klar und sollte vom Landeshauptmann auch eingestanden werden, es hätte diesem um Offenheit bemühten Gespräch gut getan. Auf welche Ponys auf Provinzebene gesetzt wurde, ist in der Öffentlichkeit immer noch nicht klar, hier könnte etwas mehr Transparenz Vertrauen zurückgewinnen.

Die verschiedenen Südtiroler Sonderwege sind und waren epidemiologisch wie wirtschaftlich Unsinn; jeder Sonderweg ist nichts anderes als ein Pirschgang um einen Ententeich, in dem ein paar blaue und braune Vögel schwimmen. Ulli Mair hat es vor kurzem unverhohlen formuliert: es geht dabei kaum um Prävention, Kranke oder Volkswirtschaft, sondern um autonomiepolitische Stänkereien.

Trotzdem ist Kompatscher der einzige Lichtblick in einer erschreckend mittelmäßigen Politlandschaft und ich hoffe, dass er noch einige Zeit durchhält. Im Team mit Comedystars („wir haben bis zu 100 Intensivbetten“) und Hütchenspieler („aufpassen, liebe Lehrer, wo ist das Zuckerle versteckt“) scheint er ein einsamer, halbwegs authentischer Mensch zu sein. Etwas Gockelei sei ihm gegönnt, ein bißchen Eitelkeit ist das Movens jeder mutigen Politikerkarriere.

Kompatscher hat sich in diesem Gespräch weit aus dem Fenster gelehnt und damit sind nicht seine strategischen Aussagen gemeint. Man spürt das Vorvertrauen mit Franceschini, sicher auch das Verdienst von seriösem Journalismus.
Diese Gespräch ist eines der besten politischen Interviews der letzten Jahre.

Mi., 16.12.2020 - 12:51 Permalink

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