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- Wenn das Tirol-Adria
- Wenn das Tirol-Adria-Projekt nicht ignoriert worden wäre, hätte damals schon diese umweltschonendere Verkehrslösung berücksichtigt werden können. Der Inn ist fast herauf bis nach Innsbruck gestaut und daher für die Binnenschifffahrt mit Hebewerken an den Staustufen adaptierbar. Im Inntal haben wir die gleiche Situation wie im Etschtal und in der Poebene u. zwar: die Autobahn überlastet und der Fluss frei! Wasserstraßen (Mittellandkanal und der Main-Donau-Kanal) haben sich entgegen der ursprünglich befürchteten Zerstörung der Landschaft zu Naherholungsgebieten entwickelt, während Eisenbahnstrecken systembedingt nicht vermeidbare Belastungen mit sich bringen. Dazu schrieb ich vor 10 Jahren angehängten Brief an die Bayerische Staatskanzlei.
- Das Tirol-Adria-Projekt setzt daher immer noch auf das Konzept der Bewirtschaftung von Flussräumen und von bestehenden Verkehrswegen, weil durch den Alpenkanal Donau-Tirol-Adria auch der Rhein-Main-Donau-Kanal eine größere Bedeutung und Rechtfertigung erlangt. Erwähnen möchte ich hier auch das Bestreben Tschechiens, Polens und der Ostseeländer, den Donau-Oder-Kanal zur Verbindung der Donau mit der Ostsee zu verbinden. Durch diese beiden Kanäle würde eine Verbindung zu Wasser zwischen Nord/Ostsee-Mittelmeer und dem Schwarzen Meer hergestellt. Darum so nahe am St. Gotthard keine weitere Bahnlinie, sondern eine Wasserstraße durch die Alpen, den Jahrhunderttraum! In Passau begegnen sich dann Schiffe aus ganz Europa! An Flüssen entstanden die meisten Städte lange bevor es Eisenbahn und Straße gab. https://youtu.be/6qK_Zm01a_k . Daher wurden in den Jahren 2012 und 2013 an den Flüssen Südtirols 484 Staukraftwerke, für welche der Tirol-Adria K.G. Gesellschaft ein Patent erlangt hat, geplant und die entsprechenden Konzessionsgesuche eingereicht. Diese wurden aber wegen des Einwandes des Vertreters für Jagd und Fischerei abgewiesen, obwohl diese oder gerade weil diese für die Hochwasserentlastung für die Binnenschifffahrt und zur Stromproduktion aus erneuerbarer Energie für die Elektromobilität vorgesehen waren. Den Regierungen Italiens wurde die Übernahme für das übrige Staatsgebiet empfohlen, denn Italien mit über 7000 km Küste und den schiffbaren Flüssen und Kanälen ist für Küsten- und Binnenschifffahrt geradezu prädestiniert.
- Die (Wieder)Schiffbarmachung der Flüsse Inn und Etsch und der AlpenKanalTunnel führen zu neuen Erkenntnissen. Durch diesen verlaufen sogar zwei sich gegenseitig ergänzende Verkehrsadern, und zwar die Wasserstraße Donau-Tirol-Adria und im Tunnelgewölbe eine Einschienen Hängebahn – EHB – sowie Strom- und Datenleitungen. Siehe: www.tirol-adria.com (Teil C) Das Einschienen-Hängebahn-System eröffnet völlig neue Perspektiven! Ist es doch die Straße selbst, die dadurch den Personen- und Güterverkehr auf oder an die Schiene bringt und elektrifiziert! Diese Nutzungen werden durch die besondere Art der Multifunktionsschiene anstelle der elektrischen Oberleitung ermöglicht und sind auch zur Lösung unserer Verkehrsprobleme unumgänglich.
Ich beantrage aus diesem Grunde auch folgende Entscheidungen einer Revision zu unterziehen:
- Die Entscheidung für den BBT wegen absichtlicher Nichtberücksichtigung des Tirol-Adria-Projektes, auch weil dieses mit dem Einschienen-Hängebahnsystem eine Lösung für einen umweltverträglichen Verkehr in Jahren und nicht Jahrzehnten bei bedeutend niedrigerem Eingriff in die Natur und geringerem Aufwand ermöglicht!
- Die bereits vorgetriebenen Stollen des BBT können für ein modernes Wasserkraftwerk mit Hochwasserentlastungssystem genutzt werden, das am größten Zubringer der Etsch erforderlich ist. Das gleiche gilt auch für den Abschnitt nördlich des Brenners. Von der Hochwasserentlastung und der Wasserregulierung hängt die Nutzbarkeit der Flüsse Inn und Etsch als Wasserstraße und die Leistungsfähigkeit derselben ab.