Meran
Die Organisatorin der Protestveranstaltung Sarah Maria Lechner fordert jetzt über ihre Anwälte eine Entschuldigung vom Meraner Bürgermeister Paul Rösch ein.

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Profil für Benutzer Johann Georg Bernhart
Johann Georg B… Do., 11.06.2020 - 13:24

Frau Lechner mutige Entscheidung,,ein BM ist nicht Autorita di P.S., wenn sich ein Polizeiposten mit Commissar in der Ortschaft befindet. Rösch weiss anscheinend nicht was er darf und was nicht und sowas nennt sich Bürgermeister.
Frau Lechner an Ihnen sollten sich viele ein Beispiel nehmen, sie Stehen zu Ihren Vorhaltungen.Wünsch Ihnen viel Glück und it lugg lossn.

Do., 11.06.2020 - 13:24 Permalink
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Profil für Benutzer Bernhard Oberrauch
Bernhard Oberrauch Fr., 12.06.2020 - 11:04

Ich war bei der Veranstaltung dabei, und nicht nur als Teilnehmer, sondern auch als Redner.
Die Feststellung, dass sich hier „rund 400 Impfgegner “ getroffen hätten, ist nicht nur aus der Luft gegriffen und inkorrekt, sondern ich werte dies als Diffamierung. Damit werden Personen, welche ein berechtigtes Anliegen haben, so von vornherein abgewertet und in eine Vorurteilsschublade abgeschoben, damit die Leser sich gar nicht mit den einzelnen inhaltlichen Themen auseinandersetzen. Der Bürgermeister hat mir nicht erklärt, wie er zu dieser Feststellung gekommen ist. Auch auf „Stol“ wurde diese Behauptung aufgegriffen. Damit ist auch „Stol“ in der Verantwortung, zu erklären, wie sie zu dieser Behauptung gekommen sind.
Ich selber bin kein Impfgegner, und von den 2 1/2 Stunden Reden wurden ca. 1-2 Minuten dem Thema Impfen gewidmet, und das in einer sehr versöhnlichen Weise: wer sich gegen Corona impfen lassen will, soll es tun, und wir wünschen diesen Personen, dass es ihnen wirklich hilft, und wer sich nicht impfen lassen will, kann sich frei dazu entscheiden.
Überhaupt wurde die gesamte Veranstaltung in einem sehr versöhnlichen und respektvollen Klima durchgeführt. Die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Meran und mit den Polizisten - Stadtpolizei und Quästur- wurde ausdrücklich erwähnt und gelobt. Beim Treffen auf dem Sandplatz ginge es in erster Linie darum, sich öffentlich mit den unterschiedlichen Sichtweisen der Corona-Krise auseinander zu setzen, ohne gegensätzliche Fronten aufzubauen. Die Ansprachen waren sachlich, ruhig und konstruktiv und wurden in deutscher und italienischer Sprache abgehalten. Das Gemeinsame und Einigende war im Mittelpunkt und nicht das Trennende. Es ging nicht um Polarisation und Schwarz-Weiß-Malerei. Es ging nicht um Schuldzuweisungen an die Politik, die sicher ihr Bestes getan hat, wie es auch von Sarah Lechner in ihrer Rede bestätigt hat. Sehr wohl ging es um die Verantwortung, bei aktuellen Kenntnissen die richtigen Massnahmen zu setzen und die nicht angemessenen aufzuheben.
Es ging um die Schaffung eines Raumes für einen öffentlichen Dialog jenseits von Angst und Panik. Einer der Redner war ein pensionierter Polizist, der von seinen Erfahrungen bei der Umsetzung von Regeln aus seiner Perspektive erzählt hat.

Auch auf die Einhaltung der Regeln wurde mehrmals hingewiesen, und diese wurden auch zu einem guten Teil eingehalten. Wer nicht unter dem gleichen Dach lebt und sich näher kam, hatte zum Großteil eine Maske auf. Ich kann dies für die Personen bestätigen, die in meiner Nähe waren und die ich gesehen habe. Die Bilder in der Presse - wo auch ich zu sehen bin- vermitteln einen falschen Eindruck, weil sie aus einer Perspektive gemacht wurden, welche den Anschein erweckt, als wäre alle Personen dicht gedrängt beinander. Die anwesende Polizei ist ja auch nicht eingeschritten und hat sich auch nicht zu Wort gemeldet.
Sarah Lechner hat alles ihr Mögliche getan, um die vorgeschriebenen Bewilligungen zu erhalten.

Die Grundaussage bei der Demonstration war „wir wollen Beweise“. Wir haben in den letzten 2 Monaten viele Anordnungen erhalten, aber die Beweise fehlen noch. Die Behörden, welche Anordnungen geben, sind in der Pflicht, diese zu begründen mit wissenschaftlichen und nachvollziehbaren Beweisen.
Nach meinen persönlichen Recherchen ist die Gefahr durch den Corona-Virus schon seit längerer Zeit nicht gegeben, allerdings gibt es eine große Gefahr, dass die Demokratie und die Grundrechte dauerhaft beschädigt werden.
Ich habe 4 offene Briefe geschrieben und von den zuständigen Behörden noch immer keine Antworten erhalten:
https://www.salto.bz/de/article/29042020/verantwortung-tief-gehende-ant…
https://www.salto.bz/de/article/22042020/coronavirus-wo-ist-die-klarheit
https://www.salto.bz/de/article/04042020/coronavirus-fragen-wissenschaf…
https://www.salto.bz/de/article/29042020/coronavirus-dove-la-chiarezza
Ich muss als Bürger keine Beweise vorlegen- diese Verantwortung und Pflicht liegt bei den Behörden, welche die Maßnahmen gesetzt haben.

Es wäre wichtig, dass die Politiker als Vertreter des Volkes die Wortmeldungen, persönlichen Stellungnahmen und Recherchen engagierter Bürger*innen ernst nehmen und als Bereicherung und Unterstützung nutzen.

Fr., 12.06.2020 - 11:04 Permalink
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Profil für Benutzer Michael Bockhorni
Michael Bockhorni Fr., 12.06.2020 - 15:57

Antwort auf von Bernhard Oberrauch

Danke Bernhard für die sachliche und klare Berichterstattung, welche die Medien nicht zustande gebracht haben. Auch aus meiner Erfahrungen mit der Ortspolizei in Meran ist hier hinsichtlich Bürgernähe, Transparenz und vernetzte Kommunikation noch viel Luft nach oben. In anderen Regionen und Ländern (mit welchen manche Südtiroler sich wieder vereinigen wollen) ist die juristische und demokratische Aufarbeitung der Entscheidungen, Maßnahmen und Strafen längst im Gange. Fehler werden eingeräumt, zu Unrecht ausgestellte Strafen zurückgezahlt usw.

Fr., 12.06.2020 - 15:57 Permalink
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Profil für Benutzer Klaus Griesser
Klaus Griesser Sa., 13.06.2020 - 12:14

Antwort auf von Michael Bockhorni

Das Problem ist die zweideutige Verordnung der Landesregierung zu den Masken. Sie verkündet die von vielen erheischte Botschaft „Masken weg“ und in einem NEBENsatz, „Masken auf!“ bei Distanzen unter 1 m. Demnach müssten alle Teilnehmer der Demo in Meran Masken vor Mund & Nase tragen. Das ist offensichtlich nicht der Fall, und die Ordnungshüter tun nichts. Geschrieben stand’s, gesagt wurde es auch, also weggeschaut.
Und der Schutz, den ich dem Nebenstehenden geben kann, dieses sein Grundrecht auf Gesundheit, ist weg.

Sa., 13.06.2020 - 12:14 Permalink

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