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Alles was Sie schreiben ist korrekt - der Schutz der mittlerweile seltenen Auwälder der Talsohlen ist in Anbetracht ihrer außer Diskussion stehenden Schutzwürdigkeit absolut vordergründig zu behandeln! Doch gerade in diesem Zusammenhang gibt es ein ganz grundlegendes Problem mit dem besagten Auwaldrest in Brixen. Die Schutzwürdigkeit des Waldes basiert auf den ökosystemaren Leistungen die der Lebensraum erfüllen kann. Kurz: Welche ökologischen Nischen und somit in weiterer Folge welche faunistische und floristische Artengemeinschaft /Biodiversität kann der Wald beherbergen? Der betreffende Auwald ist von der Dynamik des Eisacks zur Gänze abgekoppelt, es fehlt daher die Überschwemmung als grundlegende Charakteristik der Au. Der Fluss hat sich infolge der Verbauung und Begradigung 1883 eingetieft, es wurden eine Straße, ein Fahrrad- und Fußweg sowie ein Damm zwischen Wald und Fluss errichtet. Eine Öffnung des Damms und somit eine Wiederkehr der Dynamik ist ausgeschlossen! Der Grundwasserspiegel korreliert mit dem Wasserstand des Eisack und liegt somit für einen Auwald zu tief, in der Folge trocknet der Wald zusehends aus und standortfremde (auwaldfremde) Arten breiten sich aus. Damit verschwinden mittel- bis langfristig die charakteristischen Auenbewohner bis die Sukzession so weit fortschreitet, dass nicht mehr von einem Auwald gesprochen werden kann. Im Sinne eines langfristigen, nachhaltigen Schutzes, bzw. aktiver Förderung der Auwälder ist daher, aus rein ökologischer Perspektive, die Schaffung einer qualitativ hochwertigen und funktionalen Au im Sinne einer Ausgleichsmaßnahme für die Rodung des Waldes, absolut erstrebenswert. Es versteht sich von selbst, dass die effektive Dimension dieses Ausgleichs dafür allerdings angemessen sein muss!
Alles was Sie schreiben ist
Alles was Sie schreiben ist korrekt - der Schutz der mittlerweile seltenen Auwälder der Talsohlen ist in Anbetracht ihrer außer Diskussion stehenden Schutzwürdigkeit absolut vordergründig zu behandeln! Doch gerade in diesem Zusammenhang gibt es ein ganz grundlegendes Problem mit dem besagten Auwaldrest in Brixen. Die Schutzwürdigkeit des Waldes basiert auf den ökosystemaren Leistungen die der Lebensraum erfüllen kann. Kurz: Welche ökologischen Nischen und somit in weiterer Folge welche faunistische und floristische Artengemeinschaft /Biodiversität kann der Wald beherbergen? Der betreffende Auwald ist von der Dynamik des Eisacks zur Gänze abgekoppelt, es fehlt daher die Überschwemmung als grundlegende Charakteristik der Au. Der Fluss hat sich infolge der Verbauung und Begradigung 1883 eingetieft, es wurden eine Straße, ein Fahrrad- und Fußweg sowie ein Damm zwischen Wald und Fluss errichtet. Eine Öffnung des Damms und somit eine Wiederkehr der Dynamik ist ausgeschlossen! Der Grundwasserspiegel korreliert mit dem Wasserstand des Eisack und liegt somit für einen Auwald zu tief, in der Folge trocknet der Wald zusehends aus und standortfremde (auwaldfremde) Arten breiten sich aus. Damit verschwinden mittel- bis langfristig die charakteristischen Auenbewohner bis die Sukzession so weit fortschreitet, dass nicht mehr von einem Auwald gesprochen werden kann. Im Sinne eines langfristigen, nachhaltigen Schutzes, bzw. aktiver Förderung der Auwälder ist daher, aus rein ökologischer Perspektive, die Schaffung einer qualitativ hochwertigen und funktionalen Au im Sinne einer Ausgleichsmaßnahme für die Rodung des Waldes, absolut erstrebenswert. Es versteht sich von selbst, dass die effektive Dimension dieses Ausgleichs dafür allerdings angemessen sein muss!