Pflanzen- "Schutz"?
Der Weltbiodiversitätsrat zeigt die Verantwortung der Landwirtschaft am raschen Artenschwund bei Tieren- und Pflanzenarten ÜBER der Erde auf. Und DARUNTER?
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Klaus Griesser Do., 09.05.2019 - 16:08

Da bin ich Ihrer Meinung, mit einer Bemerkung: der „Kundengeschmack“ ist so ein schicksalshaft verwendeter Begriff. Wenn endlich mal die Gesundheitsbehörde einschreiten und pestizidverseuchte Waren auf den Regalen verbieten wird, wird sich auch der „Geschmack“ sofort ändern. Ein Beispiel: als die italienische Regierung das Rauchen in den öffentlichen Verkehrsmitteln und Lokalen verbot, schüttelte ich den Kopf und dachte: das werden die Italiener nie befolgen, aber weit gefehlt! Heute sehe ich sogar im Winter Leute die Balkone aufsuchen, um nicht die eigene Wohnung zu verseuchen.
Außerdem: der „makellose Hochglanzapfel“ ist in den Köpfen der Apfelverkaufsmanager gewachsen, der ist geschmacklich überflüssig.

Do., 09.05.2019 - 16:08 Permalink
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Peter Gasser Do., 09.05.2019 - 19:33

Ja, den kenne ich auch. Sehr gut sogar. Schon der Genuss eines am Baum gereiften Apfels ist etwas, das heute kaum noch wer kennt.
Aber mit Obst von „Streuobstwiesen“, so wohlschmeckend es ist, locken Sie - erstens - keinen heutigen Konsumenten ans Regal, und ernähren Sie - zweitens - gleichsam keine 8 Milliarden Konsumenten mit den heutigen Ansprüchen.
Da ist Realitätssinn nötig.

Do., 09.05.2019 - 19:33 Permalink
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Klaus Griesser Sa., 11.05.2019 - 18:29

Antwort auf von Papi llon

Es würde reichen, wenn die derzeitigen Subventionen für die industrialisierte Landwirtschaft/ Monokulturen gestrichen und dem kleinteiligen, für regionale Märkte produzierenden ökologischen Landbau zugeteilt würden. Das wäre ein gewaltiger Ansporn für ein BIOLAND SÜDTIROL!

Sa., 11.05.2019 - 18:29 Permalink
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Peter Gasser Do., 09.05.2019 - 19:52

... das Beispiel mit dem „Schlern“ ist gut, und es öffnet Aug` und Geist.
WAS ABER würde der liebe & geschätzte Karl Felix Wolff wohl sagen, wenn er sähe, wie sehr Arbeiter & Angestellte die Atem-Luft von Stadt & Land mit Produktion und Betrieb ihrer Autos verpesten, um nur EIN Beispiel zu nennen?
Und schon haben wir wieder so etwas wie soziale Gerechtigkeit hergestellt.
Die geltenden Gesetze schaffen die Bürger Europas, unsere Gesellschaft, wir Konsumenten.
Nicht der einzelne Landwirt hat „Schuld“: denn dann müssten Sie auch den Montagearbeiter in der Autofabrik verteufeln, weil er diese giftausstoßenden Motoren zusammenbaut und in Autos montiert, und diesen verdammten Arbeiter dort, diesen Verdrecker unserer Atem-Luft, endlich an den Pranger stellen? Tun Sie das?
Warum tun Sie es mit dem Arbeiter auf der Obstwiese, aber NICHT mit dem Arbeiter in der Fabrik?

Do., 09.05.2019 - 19:52 Permalink
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Peter Gasser Do., 09.05.2019 - 20:15

... ja, übertragen gemeint...
... ja, doch schon, allein schon wegen der Baumzahl... dann wegen der Arbeitsintensität, dann wegen der Produktionsunsicherheit... der mengenmäßige Ertrag im Durschnitt der Jahre ist KEINESFALLS auch nur annähernd vergleichbar. Da müssten die Etwerbs-Obstbauern ja allesamt Masochisten sein, wenn sie völlig umsonst Geld und ZEIT ausgeben für Bäume und Pflege, wenn ohne dasselbe zu erzielen wäre...

Do., 09.05.2019 - 20:15 Permalink
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Klaus Griesser Fr., 10.05.2019 - 09:03

Antwort auf von Peter Gasser

Sehen Sie , Herr Gasser, jetzt sind Sie vom für sie unangenehmen Konsumationspunkt „Hochglanzapfel“-„am Regal“ wieder zurückgelaufen zur Produktion dieses Konsumationsartikels, womit Sie beweisen, dass die Produktion der Produkte das Entscheidende ist und mit welcher Argumentation Sie den Konsumenten die Schuld in die Schuhe schieben. Die Nahrungsmittelketten übernehmen natürlich gerne die industrialisierte Massenproduktion, die am meisten Profit bringt (der eigentliche, wahre Antrieb für die Produktion), sind aber immer mehr durch die Konsumenten gezwungen, auch biologische Produkte in ihre Warenbestände aufzunehmen. Wenn die Subventionierung für die industrielle Massenproduktion weg fiele und die Kostenwahrheit hergestellt wäre, würden viele - ich glaube die meisten!- Produkte von den Regalen verschwinden. Einen gesunden, guten Apfel produzieren kostet sicher mehr, vor allem wenn die Mehrarbeit dafür zu bezahlen ist. Die Pestizide sind eigentlich nur Mittel zur Reduzierung von Mehrarbeit, aber die damit zusammenhängende Produktion ist subventioniert. Wer zahlt die Subventionen, wenn nicht die Masse der steuerzahlenden Konsumenten. Und wie in meinem Kommentar gesagt, sie stören die natürliche Bodenfruchtbarkeit: ein gesunder Boden braucht für seinen Aufbau mehrere hundert Jahre! Alles zusammen ein riesiger Schaden für die Gemeinschaft, ein Riesengewinn für die Konzerne.

Fr., 10.05.2019 - 09:03 Permalink
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Peter Gasser Do., 09.05.2019 - 20:26

Da haben Sie Recht; bei der Stimmabgabe ist der Bauer eben auch Bürger & Konsument. Natürlich ist er mit allen anderen „dabei“, außer der Herr Griesser, dem ich ohne weiteres zugestehe, dass er die richtige und seine Philosophie, soweit es ihm eben in dieser Gesellschaft möglich ist, auch lebt.
Ein Auto, ein Hemd, ein Handy und einen Computer wird aber auch er haben.

Do., 09.05.2019 - 20:26 Permalink
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roberto paiarola Mo., 13.05.2019 - 17:40

Grazie a Klaus Griesser per l’articolo. Potremmo prendere esempio dal Sikkim che è da alcuni anni il primo stato „biologico“ del mondo. Desidero anche ricordare che Domenica 19. Maggio c'è a Caldaro (ore 10.00 vicino al Hotel Seegarten) la marcia „stop - pesticidi“.

Mo., 13.05.2019 - 17:40 Permalink

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