Sanität
Florian Zerzer hat die Südtiroler Ärztekammer in arge Verlegenheit gebracht. Anscheinend hat man es mit den Sprachkenntnissen der Ärzte in Südtirol nicht genau genommen.

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Salto User
Sepp.Bacher Di., 07.05.2019 - 08:45

Im Südtiroler Sanitätsbetrieb kannman Ärzte treffen die nur „leihweise“ hier sind und verständlicher Weise kein Deutsch beherrschen. Es gibt aber auch viele ital. Ärzte, welche das „Patentino“ besitzen, aber trotzdem kein Deutsch sprechen. Ich bin auch Ärzten aus Österreich oder Deutschland begegnet, die aber überraschenderweise ein gut verständliches Italienisch sprechen. Möglicherweise gibt es auch solche, welche die Italienische Sprache mangelhaft beherrschen. Für ein gutes Arzt- Patienten-Gespräch brauch es aber sehr gute Sprachkenntnisse, sonst kommt es zu vielen Missverständnissen beiderseits, diese Erfahrung habe ich nicht nur einmal gemacht! Deshalb ist es wichtig diese Kompetenzen zu gewährleisten. Das geht nicht nur über Zulassungsprüfungen, sondern auch über Kontrollen und Sprach-Coaching!

Di., 07.05.2019 - 08:45 Permalink
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pérvasion Di., 07.05.2019 - 08:54

Im Ernst, Herr Franceschini? Was im restlichen Italien, in Deutschland oder in Österreich normal ist, ist es in Südtirol noch lange nicht. Hier sind die deutsche und italienische Sprache laut Autonomiestatut (Art. 99) gleichgestellt. Wie das bewerkstelligt wird, ist egal, aber es ist umzusetzen. Stattdessen schickt das Ministerium die Carabinieri, wenn Ärztinnen in Südtirol kein Italienisch können. Wenn sie kein Deutsch sprechen — oder wenn sich die Pharmakonzerne einen feuchten Dreck um zweisprachige Packungsbeilagen kümmern — wird das stillschweigend hingenommen. Es gibt also Bürgerinnen erster Klasse (mit italienischer Muttersprache) und solche zweiter Klasse (mit deutscher Muttersprache). Das Autonomiestatut, das vor allem die Gleichstellung der deutschen mit der italienischen Sprache zu gewährleisten gehabt hätte, hat versagt.

Di., 07.05.2019 - 08:54 Permalink
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19 amet Di., 07.05.2019 - 10:52

Antwort auf von pérvasion

Wenn ich einen öffentlichen Dienst versehe ist es meine Pflicht beide gleichgestellen Sprachen zu beherrschen. Nicht das Autonomiestatut hat versagt sondern in diesem Fall die Ärztekammer und die Landesregierung. War da nicht jahrelang der Herr Zerzer zuständig ?

Di., 07.05.2019 - 10:52 Permalink
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network social Di., 07.05.2019 - 09:10

Als ich und andere Sozialarbeiterinnen in der Bezirksgemeinschaft Pustertal die Zweisprachigkeit nicht hatten sind wir alle rausgeschmissen worden unabhaengig davon das Vorgesetzte immer gescheid auf einen eingeredet haben man brauche sie nicht zu machen aber die Lobbyisten der Svp die haben keine Verantwortung, und wenn normale Frauen wie ich dadurch mittellos und obdachlos geworden sind interessiert dies natuerlich niemand

Di., 07.05.2019 - 09:10 Permalink
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19 amet Di., 07.05.2019 - 10:57

Antwort auf von network social

Man sollte nicht immer die Schuld bei anderen suchen, und sich auf das Gerede verlassen. Ich hoffe dass Sie Ihre Mittellosigkeit und Obdachlosigkeit überwunden haben, aber wenn Sie um 9 Uhr an einem Pc sitzen, wird dem wohl so sein.

Di., 07.05.2019 - 10:57 Permalink
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Papi llon Mi., 08.05.2019 - 09:58

Trifft Dies auch auf die hier niedergelassenen Zahnärzte zu? Deutsche Zahnärzte kennen das Mekka Südtirol zu gut dass man hier gut absahnen kann und keine 08/15 Arbeiten verrichten muss welche über die Krankenkassen abgerechnet werden wie in D.

Mi., 08.05.2019 - 09:58 Permalink
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kurt duschek Mi., 08.05.2019 - 15:49

Antwort auf von Peter Gasser

....ein privat praktizierender Arzt in Südtirol muß nicht zweisprachig sein. Um praktizieren zu dürfen muß er allerdings in der Ärztekammer eingetragen sein. Dort ist für die Eintragung eine wichtige Voraussetzung, dass der Antragsteller die Landessprache beherrscht. Südtirol ist in Italien und somit sind italienische Sprachkenntnisse Pflicht.

Mi., 08.05.2019 - 15:49 Permalink
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pérvasion Mi., 08.05.2019 - 17:11

Antwort auf von Manfred Klotz

Für Messina müssen sie sich eben was einfallen lassen. Zum Beispiel, dass in Südtirol eingeschriebene Ärztinnen nicht ohne weiteres woanders praktizieren dürfen. Oder aber, dass hierzulande beide Sprachen nachgewiesen werden müssen. So wie aber hier das Ministerium vorgeht, wird die Autonomie ad absurdum geführt — denn die Autonomie ist vor allem dazu da, Deutsch und Italienisch gleichzustellen.

Mi., 08.05.2019 - 17:11 Permalink
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pérvasion Mi., 08.05.2019 - 17:17

Antwort auf von kurt duschek

Und jede Ärztin, die sonstwo in Italien ihren Beruf ausübt, müsste eigentlich selbst daran interessiert sein, Italienisch zu sprechen. Warum wird dann kontrolliert? Auf welchem Niveau diskutieren wir hier eigentlich? Herr Duschek, sind sie für sprachliche Diskriminierung in Südtirol?

Mi., 08.05.2019 - 17:17 Permalink
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Sepp.Bacher Mi., 08.05.2019 - 16:41

Antwort auf von kurt duschek

Meines Wissens ist Deutsch und Italienisch gleichwertig als Landessprache festgelegt. Scheint mir auch logisch, dass für die Eintragung in die Ärztekammer Kenntnisse für beide Sprachen vorzuweisen sind. (Ganz eindeutig scheint es aber nicht zu sein; jeder weis etwas anderes).
Ich verstehe aber nicht den ironischen Kommentar von pérvasion!

Mi., 08.05.2019 - 16:41 Permalink
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kurt duschek Mi., 08.05.2019 - 17:23

Antwort auf von Sepp.Bacher

....eigentlich müsste die Ärztekammer in Südtirol alle Ärzte vor ihrer Eintragung überprüfen, ob sie die offizielle Staatssprache (italienisch) beherschen. Der Grund für diese Vorschrift ist verständlich, denn wer in Italien in einer Ärztekammer eingeschrieben ist, darf im ganzen Staatsgebiet den Beruf des Arztes ausüben.

Mi., 08.05.2019 - 17:23 Permalink
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kurt duschek Mi., 08.05.2019 - 17:33

Antwort auf von pérvasion

....ich bin absolut für die Zweisprachigkeit, liebe meine Muttersprache und werde dieses Recht immer verteidigen. Im Artikel geht es um privat praktizierende Ärzte. Wenn ein privat praktizierender Arzt in Südtirol so „dumm“ sein sollte auf eine der in Südtirol gesprochenen Sprachen zu „verzichten“ d.h. sie nicht zu verstehen, so verzichtet er freiwillig auf Kunden bzw. Pazienten.

Mi., 08.05.2019 - 17:33 Permalink

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