Protest
Auf den Protestmarsch gegen den Verkehr folgt nun der Marsch gegen Pestizide. In einer überregionalen Initiative, die in Südtirol rund um den Kalterer See führen soll.

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Sigmund Kripp Do., 03.05.2018 - 19:59

Ach, ach, ach! Wieder die 45 kg/ha! Wenns nur die Menge wäre! Wir Biobauern benötigen viel mehr KILOGRAMM Pflanzenschutzmittel, als in der chemisch-synthetischen Landwirtschaft! Einfach, weil unsere Mittel so schwach wirksam sind! Wenn also in Südtirol mehr kg/ha verbraucht werden, als staatsweit, könnte das auch heissen, dass bei uns mehr Bio angebaut wird.... (obwohl es immer noch gar nicht genug ist!)

Do., 03.05.2018 - 19:59 Permalink
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Mensch Ärgerdi… Fr., 04.05.2018 - 12:56

Ich möchte mal eine detaillierte Liste der 1100 Tierarten sehen, welche in Südtirol durch den konventionellen Obstanbau von Aussterben bedroht werden.

Fr., 04.05.2018 - 12:56 Permalink
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Ludwig Thoma Fr., 04.05.2018 - 14:43

Als Südtiroler Imker ist es unmöglich, von den Bienen gesammelten Pollen zum menschlichen Verzehr in Umlauf zu bringen.
Man riskiert wegen der Rückstände von Pestiziden hohe Strafen. Ein mir bekannter Imkerkollege hatte letztes Jahr eine Pollenwabe untersuchen lassen. Über 30 verschiedene chemisch-synthetische Substanzen konnten nachgewiesen werden.
Das Märchen von „nicht-bienengefährlichen“ Pestiziden, zu denen die Fungizide gezählt werden, hält sich hartnäckig. Fungizide sind zwar für die lebende Biene nicht letal. Allerdings kann der gesammelte Pollen im Stock nicht mehr fermentieren. Darunter leidet die Bienenbrut, die mit hochwertigem Pollen aufgezogen wird. Im Ergebnis sind die Völker schwächer und anfälliger für andere Faktoren, wie z.B. die Varroamilbe. Es wird dann oft so getan, als hätte der Imker es verabsäumt eine wirksame Varroabekämpfung durchzuführen und somit allein Schuld an der Misere sei.
Bei Aussprachen mit dem Beratungsring wird nicht ohne Arroganz darauf hingewiesen, dass die Mittel einem Zulassungsverfahren unterworfen seien, ausgebracht werden dürften und man sich an strenge Richtlinien halte. Warum es dann überhaupt zu Vergiftungen kommt, fragt man sich da. Hier findet die Pestizidlobby sofort eine Schuldige: Die Hausfrau die auf der Rosenstaude Läuse bekämpfen möchte, die hat ja nichtmal einen Giftpass und muss somit für die 45,02 kg pro Hektar herhalten.

Fr., 04.05.2018 - 14:43 Permalink
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rotaderga Fr., 04.05.2018 - 20:18
Fr., 04.05.2018 - 20:18 Permalink
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Peter Gasser Mo., 07.05.2018 - 07:18

"Laut Daten der Weltgesundheitsorganisation verursachen Pestizide jährlich etwa 200.000 Tote weltweit und nach Erhebungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit enthalten 45% der von uns verbrauchten Lebensmittel Spuren von Pestiziden„, heißt es in der Begründung der Protestmärsche“...
... und ohne Pflanzenschutzmittel (nicht „Pestizide“, sonst müssten wir Medikamente für Tier und Mensch auch als Pestizide" bezeichnen) wären es 10 bis 100 Mal soviele Hungertote auf Erden. Man muss schon immer den ganzen sachlichen Bereich darstellen, und nicht herauspicken, was grad nützlich erscheint...
Zudem kann man davon ausgehen, dass bei den Protestmärschen Konsumenten von preisgünstigem Tabak, Duftstoffen, Tee, Kaffee, Baumwolle mitmarschieren, und all diese Artikel der Konzerne kommentarlos preisgünstigst konsumieren, ohne Protest, und zudem billige Bananen, Orangen, Ananas u.a. kaufen - was bedeutet dann ein Protestmarsch gegen die heimischen Bauern?
ein persönliches Alibi?

Mo., 07.05.2018 - 07:18 Permalink
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Ludwig Thoma Mo., 07.05.2018 - 09:41

Antwort auf von Peter Gasser

Herr Gasser,
wessen Ernährungssicherheit wird durch den massiven Einsatz von Agrargiften in Südtirol gewährleistet? Warum muss ich Rückstände davon in meinen Bienenstöcken dulden?
Der Konsument wäre sicher bereit lokal und bio zu kaufen. Aber wenn er, der Konsument, sich dann in den örtlichen Bioladen begibt, wird er feststellen, dass er in einem Land lebt, in dem scheinbar außer Äpfeln und Erdäpfeln nichts gedeiht. Alles andere kommt nämlich von auswärts (soviel zur Ernährungssicherheit).

Mo., 07.05.2018 - 09:41 Permalink
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Peter Gasser Mo., 07.05.2018 - 19:15

Antwort auf von Ludwig Thoma

Sie sagen also, dass in Südtirol im Vergleich zu anderen Anbaugebieten unverhältnismäßig „massiver Einsatz von Agrargiften“ stattfindet im Vergleich zum weltweiten Getreide-, Tabak-, Südfrüchte-, Tee-, Genuß- und Baumwolleanbau, also von Produkten, die Sie auch konsumieren?
Der Südtiroler Bauer als der gewissenlose massiver Sünder, weltweit das Negativbeispiel?
Wenn „lokal“ und „bio“ die Weltbevölkerung ernähren könnte, braucht der Staat/die EU ja nur die Produktion der Pflanzenschutzmittel verbieten, nichts einfacher als das!!
Ich kaufe, wenn es geht, auch lokal und bio ein, ich benutze in meinem Garten auch fast keine Pflanzenschutzmittel (ohne geht es leideer nicht, da verrecken mir bereits im Mai durch Läuse und Zikaden alle Bäume - ist nun mal Fakt), aber geht dieser Luxus auch weltseit? Nein, nicht nur, dass es dann zu wenig Nahrungsmittel für alle gäbe, sie wären auch so teuer, dass die gesamte Tourismus- und Eventindustrie zusammenbrechen würde, dadurch auch die Handwerksbetriebe... ob dies der Grund ist, dass die Produktion der Pflanzenschutzmittel nicht verboten wird?
Mal runter mit der Weltbevölkerung auf 3 Milliarden (Stand von 1960!), dann reden wir weiter... übrigens hätte sich dann wohl auch der CO2-Ausstoß erledigt, der korreliert nämlich seit dem vorletzten Jahrhundert perfekt mit dem Anstieg der Weltbevölkerung. Ist halt a Tabu-Thema.

Mo., 07.05.2018 - 19:15 Permalink
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Profil für Benutzer Ludwig Thoma
Ludwig Thoma Mo., 07.05.2018 - 19:50

Antwort auf von Peter Gasser

Bei mir verreckt auch ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel im Garten nichts. Aber das mag daran liegen, dass ich nicht mitten in der Apfelmonokultur lebe.
Zum Rest sollten Sie sich mal den Weltagrarbericht zu Gemüte führen, anstatt irgendwo aufgeschnapptes zum Besten zu geben.

Mo., 07.05.2018 - 19:50 Permalink
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Peter Gasser Di., 08.05.2018 - 07:14

Antwort auf von Ludwig Thoma

Natürlich. Es ist nun mal so, dass die Kurve des CO2-Anstieges mit der Kurve des Bevölkerungsanstieges seit über 100 Jahren nahezu deckungsgleich ist. Was ja durchaus Sinn ergibt.
Ist halt a unbequeme Tatsache.
Und nochmal natürlich: es gab auf der Erde in alten Zeiten schon höhere CO2-Werte - ganz ohne Menschen.
Dass wir zur Zeit in einer Eiszeit leben ist auch ein Fakt. Unbequem & verschwiegen wie ersteres.

Di., 08.05.2018 - 07:14 Permalink
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Hermann Rochholz Di., 08.05.2018 - 23:43

eieiei- mit Gutmenschen kann man nicht diskutieren. Sie sind moralisch überlegen.
Sie haben den Vorteil, dass das NIE umgesetzt wird, was sie fordern.

Selbst wenn die 2000000 Toten stimmen- bestimmt 20 000 000 überleben dadurch -
die Gegenstatistik lässt man sang- und klanglos unter den Tisch fallen.

Gegen Schädlinge setzen selbst die Pflanzen selbst Gift ein. Das Bekannteste ist übrigens das Koffein.
Ein Fraßgift.

„... Landwirtschaftsmodell nach, das zur Herstellung von Lebensmitteln mehr Kalorien verbraucht als es herstellt ...“
Sehr lustig hier!

Di., 08.05.2018 - 23:43 Permalink
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Profil für Benutzer G. M.
G. M. Fr., 11.05.2018 - 16:23

Antwort auf von Ludwig Thoma

Das EU-Parlament mitsamt Kommissionen wird nahezu Täglich von Lobbyisten beeinflusst, bzw. es wird versucht zu beeinflussen. Ein so offensichtlicher Lobbyeismus wäre im Bundestag oder in Rom nie denkbar, aber die EU ist weit weg und niemand scheint sich so richtig zu interessieren. Schade!

Fr., 11.05.2018 - 16:23 Permalink
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Profil für Benutzer Ludwig Thoma
Ludwig Thoma Mi., 09.05.2018 - 21:10

Antwort auf von Hermann Rochholz

Die von Ihnen zitierten, pflanzeneigenen Gifte: Kann man die auch in Pollenwaben (30 verschiedene!), im Bier, in der Muttermilch, im Urin und im arktischen Eis nachweisen? Das würde mich mal interessieren.
Und wenn wir anscheinend Pestizide brauchen um 20 Millionen Menschen zu ernähren (da bin ich mal gespannt auf die Statistik, bitte den Link dazu). Wäre es da nicht einfacher wir würden einfach keine Plastiktüten aus Mais, Treibstoff aus Raps usw. mehr machen, oder die Überproduktion von Masttieren etwas zurückschrauben?

Mi., 09.05.2018 - 21:10 Permalink

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