Wahlgesetz
Im nächsten Anlauf für ein neues Wahlgesetz scheinen SVP und PD wieder zum Ehefrieden zurückzufinden. Für neue Polemiken sorgt dagegen die Frauenquote.

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△rtim post Do., 21.09.2017 - 14:11

Es hat lange gedauert, bis sich ein geheimes, freies und gleiches Wahlrecht für alle durchgesetzt hat und Quoten, (früher für Adelige, kirchliche Würdenträgern ..,) bzw. Diskriminierungen abgeschafft wurden. Es ist mitunter ein historischer Verdienst des Liberalismus. Die Rückkehr zur Quote ist ein Rückfall in längst überwunden geglaubte Zeiten der Voraufklärung und eine Entmündigung der Wählerschaft. Denn wo endet der Bedarf nach einer Quotenregelung? Wieso soll es nur eine Quote für Frauen und keine für Intersexuelle geben? Wieso keine Quote für Arbeiter-innen .. - wenn man allein die unverhältnismäßige Anzahl all der Juristen und Akademiker im im Parlament heranzieht usw.?

Do., 21.09.2017 - 14:11 Permalink
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gorgias Do., 21.09.2017 - 14:35

die Einführung einer Frauenquote, mit der auch bei den Parlamentswahlen für den politisch immer noch stark unterrepräsentierten weiblichen Teil der Bevölkerung eine angemessene Vertretung garantiert werden soll.

Webliche Politiker interessieren sich zuallererst für die Frauenquote, da diese ihnen doch am Besten ihren Sessel garantiert.

Wo man sich nicht aufregt ist wenn dies für Frauen keine Vorteile bringt.

Wer sich über die Jahre das Cover der Volkshochschulen ansieht, könnte meinen dass sich das Angebot nur an Frauen und Mädchen richtet.

Wer sich die Potraitbilder des Personals auf den ersten Seiten ansieht, wird sich wundern, warum sich der Beirat für Chancengleichheit noch nicht eingeschaltet hat obwohl er sich sonst für eine 50:50 Geschlechterquote einsetzt.

Do., 21.09.2017 - 14:35 Permalink
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ulrike spitaler Do., 21.09.2017 - 14:52

Wenn alle, die die Ansicht vertreten, dass sich automatisch immer die besseren durchsetzen, genauso laut gegen den Proporz protestieren würden, könnte ich vielleicht denken, dass sie es wirklich so sehen.

Do., 21.09.2017 - 14:52 Permalink
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gorgias Do., 21.09.2017 - 16:06

Antwort auf von ulrike spitaler

Der Proporz hat nichts mit freien Wahlen zu tun. Ihr Vergleich hinkt gewaltig.

Und Frauen werden in einer Demokratie nicht automatisch durch Frauen vertreten, sondern durch jene die sie entscheiden zu wählen. Frauen sind in der Bevölkerung die Mehrheit und wenn diese nicht so wählen wie wie es von Ihnen und ein paar Feministinnen erwünscht ist, möchte man sie gerne bevormunden.
In der Demokratie gilt die Gleichheit der Bürger. Wer die Ergebnisse von fairen und freien Wahlen in Frage stellt hört auf ein Demokrat zu sein.

Wenn man so lange am Wahlsystem herunschraufen möchte bis jene gewählt werden die man die besseren hält kann man doch gleich die Demokratie abschaffen und eine Aristokratie einführen.

Do., 21.09.2017 - 16:06 Permalink
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Sell Woll Do., 21.09.2017 - 19:33

In Deutschland haben 4 der 6 großen Parteien weibliche Spitzenkandidatinnen. Einer Quote geschuldet sind sie bei Linken und Grünen. Wetten dass die Kandidatinnen der CDU und AfD die „falschen“ Frauen sind?

Do., 21.09.2017 - 19:33 Permalink
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Ludwig Thoma Fr., 22.09.2017 - 14:23

Antwort auf von Sell Woll

Grüne und Linke sind in D die einzigen beiden Parteien, die mehr weibliche als männliche Abgeordnete stellen. Bei den von Ihnen zitierten Parteien mögen zwar Frauen als Spitzenkandidatinnen auftreten, dahinter sieht es aber ziemlich düster aus. Die AfD stellt Frauen auf die ein Programm vertreten, dass sich gegen Initiativen wie den Equal-Pay-Day stellt.

Wären Frauen die ohne Quote ins Parlament kommen, tatsächlich die „besseren“, dann frag ich mich, was sich bei unseren Freizeitlichen und den Bindestrichtirolern hinter respektive Oberhofer und Atz-Tammerle für „Männer“ aufstellen haben lassen.
Der Wähler und vor allem die Wählerin, hat bei angenommenen 10 Kandidaten ohne Quote meistens nur die Wahl zwischen 8 Männern und 2 Frauen. Die Quote auf dem Stimmzettel von 50-50 würde zumindest theoretisch ein Spiegelbild der Gesellschaft im Parlament ermöglichen. Dass dann das unterrepräsentierte Geschlecht auch tatsächlich und abweichend vom Wählerwillen im Parlament vertreten sein muss, ist eine abzulehnende Bevormundung.

Fr., 22.09.2017 - 14:23 Permalink
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Karl Trojer Fr., 22.09.2017 - 10:07

„In der Demokratie gilt die Gleichheit der Bürger“ ... richtig, aber was, wenn die BürgerInnen seit Jahrtausenden „ungleich“ sind ? Richtig, eine Maria Theresia, Kaiserin, Gattin und vielfache Mutter, hat ohne Quote Unglaubliches bewirken können, oder Frau Merkel ist auch ohne Quote seit Jehren Kanzlerin, nur schaffte die erstere den Sprung als Kronerbin und die zweitere als „Ziehtochter“ von Kohl... Unser immer noch dominates Patriarchat ist außerstande sich selbst zu erlösen, und verweigert mit „liberalen Bgründungen und Geruch nach Anachronismus“ die Rechtmäßigkeit von Frauenquoten. Sicher garantieren Frauenquoten keine besseren Politikerinnen , sicher gibt es männliche Politiker die Frauenrechte vertreten, doch geht es bei Frauenquoten wesentlich um eine Kompensationsmaßnahme gegen über Jahrttausende festgefhrenes Unrecht. ImWahlgesetz, das demnächst im Parlament verabschiedet werden soll, sind Gender-Quoten von 40% für die Kandidatenlisten vorgesehen. Ich würde diesen Proporz auf die Gewählten ausdehnen, indem ich allen KandidatInnen vorweg eine Erklärung unterzeichnen ließe, in der sie bestätigen, damit einverstanden zu sein, dass die/der als prioritär gewählt gilt, der in seinem Genre in die 40% fällt.

Fr., 22.09.2017 - 10:07 Permalink
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gorgias Fr., 22.09.2017 - 11:02

Antwort auf von Karl Trojer

„In der Demokratie gilt die Gleichheit der Bürger“ ... richtig, aber was, wenn die BürgerInnen seit Jahrtausenden „ungleich“ sind ?

das ist nicht korrekt, denn das wuerde bedeuten dass frauen immer noch rechtlich nicht gleichgestellt sind. das sind sie doch und es hat sich ueber jahrtausende auch nichts akkumuliert. quoten sind kontraproduktiv, weil einmal eingefuehrt schwer wieder abzuschaffen sind. frauen muessen sich nicht wirklich bemuehen fuer die gunst der waehler und auch nicht der WAEHLERINNEN. frauen, die dank der quote zu einem posten kommen, reden die meiste zeit ueber die quote und kaum etwas anderes.

Fr., 22.09.2017 - 11:02 Permalink

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