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Man sollte die Sache mal aus
Man sollte die Sache mal aus einen anderen Blickwinkel sehen. In der Situation in der wir uns momentan befinden stellt sich doch die Frage: was unterscheidet in der Praxis den Menschenhändler von einer NGO?
Antwort auf Man sollte die Sache mal aus von Mensch Ärgerdi…
Die Menschenhändler
Die Menschenhändler finanzieren sich direkt über die Flüchtlinge. Die NGOs über öffentliche Gelder und private Spenden, die sie erhalten in dem sie moralischen Druck ausüben oder Schuldgefühle erzeugen.
Auch wenn es empört es gibt
Auch wenn es empört es gibt Meldungen, dass zum beispiel Lichtzeichen gegeben werden die die NGOs in Richtung der überfüllten Boote lenken. Dies wenige km vor der libyschen Küste also noch auf libyschen Hoheitsgebiet. Wenn das stimmt dann würden Menschen direkt aus afrikanischen Staaten ins EU-territorium transportiert. Und wenn dann der Wunsch von gutmeinenden Mitbürgern (total nicht ironisch) erfüllt werden soll dass die Geretteten dahin weiterziehen zu lassen sind wo sie hinwollen* (Deutschland), dann handelte es sich irgendwann um reiseunterstützende organisationen.
*(„right to passage“ hieß ein artikel hier auf salto)
Die Südtiroler
Die Südtiroler Hilfsorganisation Helfen-ohne-Grenzen unterstützt seit über 10 Jahren Flüchtlingen aus Burma. Sie tut dies, indem sie hinter der Grenze Burmas auf thailändischem Gebiet Flüchtlingslager unterstützt und dort Schulen baut und sich um die Verpflegung der Kinder kümmert sowie Einkommensmöglichkeiten für die Eltern schafft.
Nie wurde versucht die Flüchtlinge an der Granze abzuholen und nach Europa zu karren. Die Flüchtlinge bleiben „hinter der Grenze“, bis es im eigenen Land besser geht und kehrern dann so bald als möglich wieder dorthin zurück. Das ist korrekte Flüchtlingshilfe: vor Ort und auch wesentlich günstiger als der Unterhalt von Flüchtlingen bei uns. Auch werden hauptsächlich die Leidtragenden (Kinder) unterstützt. Auch kommen 100% der Spenden vor Ort an. Wer echten Flüchtlingen aus Kriegsgebieten oder Diktaruren effizient unterstützen will, ist bei Helfen-ohe-Granzen an der richtigen Adresse.
Andere NGOs sollten sich an Helfen.ohne-Grenzen ein Beispiel nehmen.
Antwort auf Die Südtiroler von Markus S.
Wenn sie Thailänder wären,
Wenn sie Thailänder wären, würden sie anders argumentieren. Aber Thailand ist weit weg...
vielleicht sollte mensch sich
vielleicht sollte mensch sich mal den Unterschied der Begriffe Fluchthelfer und Menschenhändler zu Gemüte führen. Grob gesagt steht bei den einen das Geschäft im Vordergrund und nehmen dabei den Tod der Flüchtlinge in Kauf, während Fluchthelfer aus humanitären Gründen handeln und daher darauf achten, dass die Flüchtlinge sicher an ihr Ziel kommen. Mehr dazu (und auch zu den Aktivitäten im Mittelmeer unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Fluchthilfe bzw. https://de.wikipedia.org/wiki/Alarm-Phone-Initiative