Genug ist genug, denk ich mir manchmal und schalte die Nachrichten aus!
Wenn es mir reicht, wenn ich es nicht mehr hören und sehen mag, wenn ich es spüre, dann ist es Zeit, für meine Lieblingsdät: die Nachrichtendiät.
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ferdinand tess… Do., 17.03.2016 - 09:32

Sehr guter Beitrag. So sollte man es machen. Nur haben Sie mir mit Ihren Links ein weiteres halbes Dutzend Medien
genannt auf die ich neugierig bin, also muss ich die Diät auf morgen verschieben, wie man es ja üblicherweise auch mit
der normalen Diät macht.

Do., 17.03.2016 - 09:32 Permalink
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Alfonse Zanardi Fr., 18.03.2016 - 07:24

Es ist schon so wie sie schreiben: fast 100% der Nachrichten haben keinerlei Auswirkungen auf das persönliche Leben des Betrachters, die große Mehrheit der Nachrichten ist negativ, enttäuschend, traurig, erschreckend oder gar schockierend.
Man kann aber trotz dieser Erkenntnis ein News-Junkie sein. :-)

Fr., 18.03.2016 - 07:24 Permalink
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Markus Lintner Fr., 18.03.2016 - 09:47

Antwort auf von Alfonse Zanardi

Ja total, das Krasse ist ja, dass einem das Negative so anzieht. Die Geschichtsbücher sind voll von Massenmördern (man nennt sie dort große Staatsmänner) und nur sehr wenig wird über Leute wie Gandhi oder Mutter Theresa geschrieben. Zeitungen die nur über „Erfreuliches“ berichten würden wahrscheinlich nicht überleben. Wir sind schon so auf diese Art von News abgerichtet, dass es einem gar nicht mehr auffällt!

Fr., 18.03.2016 - 09:47 Permalink
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Alfonse Zanardi Sa., 19.03.2016 - 07:37

Antwort auf von Markus Lintner

Im SPIEGEL wurden letztes Jahr einmal die wahrnehmungspsychologischen Hintergründe von News-Sucht beleuchtet.
Zusammengefasst: unser Wahrnehmungsapparat ist darauf trainiert Neues (und potentiell Gefährliches) zu entdecken, dafür gibt es im Gehirn Belohnungsmechanismen.
Dieses Muster ist sehr hilfreich wenn plötzlich links im Gebüsch ein aggressiver Grizzly auftaucht. Es geht aber ins Leere wenn wir die FB-Nachricht „Ex-Freundin von Bruder mit neuem Lover in Gargazon gesichtet“ decodieren.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/index-2015-11.html

Sa., 19.03.2016 - 07:37 Permalink
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Salto User
Sepp.Bacher Mi., 23.03.2016 - 14:12

Super Beitrag!
Zum folgenden Satz möchte ich noch ein paar Gedanken anbringen: „ Die Mainstream-Medien belügen uns wo es nur geht. Das ist keine Verschwörungstheorie, keine Spinnerei, das ist Fakt.“ Das klingt, wie bei Pegida. Ich habe verstanden, dass du nicht von dieser Ecke kommst. Aber es so zu formulieren finde ich zu einfach. Unter Belügen verstehe ich ein bewusstes, absichtliches Tun. Das würde ich den durchschnittlichen Journalisten nicht unterstellen wollen. Ich sehe es eher als ein oberflächliches, unkritisches mit dem Strom schwimmen: Sensation haschen, Schlagzeilen produzieren, sich und das eigene Schreib-Werk in den Vordergrund zu stellen. Unter diesen „Hysterischen Charakterzügen“ kranken auch Politiker und Manager, vor allem die Macher und Karrieristen. Weiters
deine Sätze : "Wie bringt mich das jetzt weiter? Wie trägt das zu einem besseren Leben für mich bei? Was habe ich gelernt? Was hat mir daran Spaß gemacht? Was bringt mir diese Infos jetzt, bzw. in den nächsten Tagen für Vorteile? Um wie viel fühle ich mich jetzt besser?" stellen das Ich in den Vordergrund. Dabei soll das Wir nicht vergessen werden. Ich glaube, die Nachrichten-Sucht hat auch mit dem Wir zu tun. Man will sich vergleichen, man will sich besser fühlen, als die anderen Bösen, man will sagen können: Zum Glück ist mir das nicht passiert - oder - sicher Strafe Gottes! usw. Manche baut das auf. Ich bevorzuge auch den Schutz vor der Überdosis, aber ich mag auch nicht Leute, die überhaupt nicht viel mitkriegen und ihr Interesse nicht auch auf das Weitere, Größere, Gesellschaftliche und Ökologische richten und nur an ihrem Sumpf hängen bleiben. Davon gibt es auch viele!

Mi., 23.03.2016 - 14:12 Permalink
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Markus Lintner Do., 24.03.2016 - 12:06

Antwort auf von Sepp.Bacher

Danke für deinen Beitrag Sepp. In eine Ecke stellen mag ich mich selbst überhaupt nicht und auch nicht drängen lassen, schon gar nicht in die Pegida aber das hast du ja richtig erkannt. Ich weiß es gibt sehr viele ehrliche, gute und gründliche Journalisten da draußen, aber es ist leider auch ein Fakt, dass Medien zu allen Zeiten von denen benutzt wurden, die an der Macht waren. Sei es die Propaganda Maschinerie der Nazis, die regimetreuen Medien in allen möglichen Diktaturen usw. So ist es leider auch heute noch. Ich wollte nur anregen, die Dinge zu hinterfragen und nicht einfach alles zu glauben, nur „weil es in der Zeitung steht“.

Ein paar Beispiele dazu:
Der Kuwait Krieg wurde aufgrund einer Behauptung legitimiert und letztendlich begonnen, dass irakische Soldaten in ein kuwaitisches Krankenhaus einmarschiert sind, Babies aus den Brutkästen geschmissen und diese getötet haben. Von den Medien weltweit so berichtet, wie sich später herausstellte eine Lüge, initiiert von der amerikanischen Regierung mit Hilfe der Presse.

Der Einmarsch in den Irak wurde legitimiert, da man behauptet hatte, Saddam Hussein habe Chemiewaffen, Weltweit wurde medial davon berichtet…. wie sich herausstellte eine Lüge.

Der Vietnamkrieg wurde legitimiert und begonnen, da behauptet wurde, ein Amerikanischer Flugzeugträger wurde von Vietnam angegriffen und versenkt… medial wurde davon berichtet, wie sich herausstellte eine Lüge.

Nur Kopf in den Sand stecken, da bin ich deiner Meinung, das bringt es auch nicht. Informiert sein und informieren ist OK, man muss sich halt über alles seine eigenen Gedanken machen, das finde ich wichtig. Und wenn es zu viel wird: DIÄT :)

Do., 24.03.2016 - 12:06 Permalink
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Salto User
Sepp.Bacher Do., 24.03.2016 - 19:10

Antwort auf von Markus Lintner

Zum Teil gebe ich dir recht, Markus. Bei den Beispielen die du aufzählst, stammt die Lüge nicht von den Medienleuten, sondern von der politischen Propaganda. Also suchen wir die Lügner eine Stufe höher. Den Medien kann man ankreiden, dass sie diese Meldungen als Wahrheiten unkritisch übernehmen und weiter verbreiten. Sicher spielt dann die Regime-Treue oder -Gefälligkeit ein große Rollen. Dafür sind dann auch wieder eher die Chef-Redakteure oder Bereichsleiter verantwortlich. Viele der Medien-Arbeiter sind eher Mitläufer. Viele Lügen von ganz oben sind auch nicht leicht zu erkennen. Was ich den Medien aber auch ankreide ist, dass sie oft mit wenig Wissen Schlagzeilen produzieren, die sich dann als falsch herausstellen. Die sich später herausstellende Wahrheit und Wirklichkeit wird verschwiegen. Sie behaupten, wir bräuchten neue Meldungen und Schlagzeilen. Hintergrundrecherchen sei der Job von anderen. Nur diese werden dann nur mehr von einer Elite verfolgt; wobei die Masse falsch informiert bleibt.

Do., 24.03.2016 - 19:10 Permalink

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