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Bei allem Respekt vor Adam Smith, die aktuelle Lage auf dem Fernbusmarkt darf wohl kaum als Beispiel der magischen Wirkung der „unsichtbaren“ Hand des Marktes dienen. Schauen wir uns z.B. die Situation in Deutschland nach den Liberalisierungen: ein mit Risikokapital vollgepumpter Eroberungskampf nach Marktanteilen - das Mittel der Wahl: Preisdumping - denn selbst die Marktführer MeinFernbus und Flixbus sind immernoch nicht stabil in der Gewinnzone angelangt - und mussten zwischendurch fusionieren. Wie die Situation nach der fortschreitenden Marktbereinigung aussehen wird, ist unsicher. Neue Monopole? Rettung auf Staatskosten? Wer weiß? Sicher ist nur, dass Bahnlinien weiter schließen und die Menschen außerhalb der Zielgruppe, d.h. Familien mit vielen Kindern, alte Menschen und Rollstuhlfahrer, die das Angebot der Fernbusse nicht nutzen können, auf der Strecke bleiben, zumal trotzdem öffentliche Gelder für Straßen und größere Busbahnhöfe ausgegeben werden müssen.
Diese Entwicklung ist ganz sicher der miserablen Kundenpolitik der europäischen Bahnunternehmen zu verdanken, das ist richtig - aber schon jetzt die wundersame Wirkung der „unsichtbaren“ Hand heraufzubeschwören ist voreilig, wenn nicht sogar oberflächlich.
Sehr geeherter Herr Schlauch, meine Bemerkungen betreffen die Situation in Südtirol; ich bin nicht so gut über die Situation in Deutschland informiert. Für uns in Südtirol sind diese privaten Dienste Eine Bereicherung. Die Verbindungen zu den Flughafen München, Verona, Bergamo, etc. werden von den Benutzer sehr geschätzt. Die Minibus von Bozen nach Polen, Rumänien, Ukraine, Moldavien sind die einzige billige Transportmöglichkeit für Tausende von Haushelferinnen („Badanti“). Die internazionalen Buslinien haben die Lücken der öffentlichen Verkehrsmittel ausgebessert. Fazit? In diesem Bereich und in diesem Fall hat die freie unternehmerische Initiative Vorteile für uns gebracht.
Ja, leider gibt es auch hierzulande mittlerweile keine Alternative mehr zu den Bussen. Wenn von Bozen aus der erste und einzige Zug vormittags nach Norden (München) um ca. 10:30 startet und die meisten der preiswerten Regionalzüge nach Süden (Bologna) zugunsten der (auf der Strecke nicht viel schnelleren) „Freccia“ entfernt werden, dann ist es oft unmöglich, mit Umstieg vor Mitternacht ans Ziel zu kommen. Auch ich schätze das Angebot der Fernbusse, würde es aber noch mehr schätzen, wenn die Bahnunternehmen sich wieder auf den Transport der einfachen Leute von A nach B besinnen würden.
Bei allem Respekt vor Adam
Bei allem Respekt vor Adam Smith, die aktuelle Lage auf dem Fernbusmarkt darf wohl kaum als Beispiel der magischen Wirkung der „unsichtbaren“ Hand des Marktes dienen. Schauen wir uns z.B. die Situation in Deutschland nach den Liberalisierungen: ein mit Risikokapital vollgepumpter Eroberungskampf nach Marktanteilen - das Mittel der Wahl: Preisdumping - denn selbst die Marktführer MeinFernbus und Flixbus sind immernoch nicht stabil in der Gewinnzone angelangt - und mussten zwischendurch fusionieren. Wie die Situation nach der fortschreitenden Marktbereinigung aussehen wird, ist unsicher. Neue Monopole? Rettung auf Staatskosten? Wer weiß? Sicher ist nur, dass Bahnlinien weiter schließen und die Menschen außerhalb der Zielgruppe, d.h. Familien mit vielen Kindern, alte Menschen und Rollstuhlfahrer, die das Angebot der Fernbusse nicht nutzen können, auf der Strecke bleiben, zumal trotzdem öffentliche Gelder für Straßen und größere Busbahnhöfe ausgegeben werden müssen.
Diese Entwicklung ist ganz sicher der miserablen Kundenpolitik der europäischen Bahnunternehmen zu verdanken, das ist richtig - aber schon jetzt die wundersame Wirkung der „unsichtbaren“ Hand heraufzubeschwören ist voreilig, wenn nicht sogar oberflächlich.
Sehr geeherter Herr Schlauch,
Sehr geeherter Herr Schlauch, meine Bemerkungen betreffen die Situation in Südtirol; ich bin nicht so gut über die Situation in Deutschland informiert. Für uns in Südtirol sind diese privaten Dienste Eine Bereicherung. Die Verbindungen zu den Flughafen München, Verona, Bergamo, etc. werden von den Benutzer sehr geschätzt. Die Minibus von Bozen nach Polen, Rumänien, Ukraine, Moldavien sind die einzige billige Transportmöglichkeit für Tausende von Haushelferinnen („Badanti“). Die internazionalen Buslinien haben die Lücken der öffentlichen Verkehrsmittel ausgebessert. Fazit? In diesem Bereich und in diesem Fall hat die freie unternehmerische Initiative Vorteile für uns gebracht.
Antwort auf Sehr geeherter Herr Schlauch, von Alberto Stenico
Ja, leider gibt es auch
Ja, leider gibt es auch hierzulande mittlerweile keine Alternative mehr zu den Bussen. Wenn von Bozen aus der erste und einzige Zug vormittags nach Norden (München) um ca. 10:30 startet und die meisten der preiswerten Regionalzüge nach Süden (Bologna) zugunsten der (auf der Strecke nicht viel schnelleren) „Freccia“ entfernt werden, dann ist es oft unmöglich, mit Umstieg vor Mitternacht ans Ziel zu kommen. Auch ich schätze das Angebot der Fernbusse, würde es aber noch mehr schätzen, wenn die Bahnunternehmen sich wieder auf den Transport der einfachen Leute von A nach B besinnen würden.