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Die von dir genannten Phänomene „Korporatismus, Umverteilungsmechanismen und Bevorteilungen“ haben nicht die freie Marktwirtschaft ruiniert (die du zu verteidigen scheinst), sondern sind das Resultat der freien Marktwirtschaft, die als solche abzuschaffen ist. Es geht nicht darum, das momentane System von den „Bösewichtern“ zu befreien, sondern ein neues System zu schaffen, das keine Bösewichter mehr hervorbringt. Das ist der Sinn meines Artikels.
Fairphone, Bio&Co sind OK, aber meiner Meinung nach eher eine Antwort auf die Exzesse der freien Marktwirtschaft (die ja eigentlich durch den ständigen Druck gar nicht wirklich frei ist). In dem von mir nur sehr oberflächlich beschriebenen Modell des kooperativen Individualismus ohne Konkurrenzdenken würden die individuellen Entgelte für Dienstleistungen und Produkte demokratisch festgelegt werden und da es in Ermangelung der abhängigen Arbeitsverhältnisse keine Ausbeutung mehr gäbe, sondern alle auf die freiwillige Zusammenarbeit Anderer angewiesen wären, würden automatisch nur noch Produkte wie das Fairphone, bzw. gesunde Lebensmittel entstehen. Keine „Verteilungsgesellschaft“ also, sondern eine demokratisch gesteuerte „Anreizgesellschaft“ für individuelle Initiativen. So zumindest meine Vision der Dinge...
Auf jeden Fall haben uns das Tauschprinzip und der „freie Markt“ in eine Sackgasse getrieben, aus der wir nicht mehr ohne totales Umdenken herauskommen. Wie Einstein sagte: man kann keine Probleme mit der gleichen Sichtweise lösen, mit der man sie geschaffen hat (oder so ähnlich...)
Frank Blumtritt, danke für diesen Artikel. Ich bin beeindruckt, dass sie die Botschaft meines Vortrags so exakt wiedergeben können. Wenn nur mehr Menschen diesen Erkenntnisgewinn so artikulieren könnten!
Es ging in meinem Vortrag darum zu vermitteln dass, egal ob wir intrinsisches Materialgeld (Edelmetalle, Muscheln oder Lederstücke), virtuelles Schuldgeld oder Vollgeld, krypotragphisch verschlüsselte nachgebildete Goldstücke oder Schwundgeld nutzen, die Verwendung eines Tauschmittels immer zum selben aktuellen Ergebnis mit wenigen Gewinnern und vielen Verlierern führt.
Beispiel gefällig?
Zehn Menschen auf einer Insel, ganz ohne Banken oder Zinsen, einigen sich darauf, ein Tauschmittel, sagen wir 100 Lederstücke, für den Tauschhandel zu verwenden. Die Lederstücke werden zu Beginn gerecht auf die 10 Menschen aufteilen (je 10 Lederstücke) dann beginnt die Produktion und der Handel mit den Produkten. Will nun jeder der 10 Menschen Gewinn erzielen, also mehr Tauschmittel aus dem Kreislauf erhalten als er in der Produktion investiert hat kann die Rechnung nicht aufgehen. Jemand muss verlieren. Im Tauschhandel ginge die Rechnung nur dann auf, wenn für in der Güterproduktion gleich viel Tauschmittel eingesetzt würden wie im Verkauf erzielt werden. Dann stellt sich allerdings die Frage warum verwenden die 10 Menschen überhaupt ein Tauschmittel?
Mit diesem kleinen Beispiel versuche ich zu erklären, welche Intention eigentlich hinter der Verwendung eines JEDEN universellen Tauschmittel steckt, egal ob wir nun damit Kapitalismus, Kommunismus, soziale Marktwirtschaft, freie Marktwirtschaft oder nur Monopoly spielen! Das geht besonders an Oliver H.!
Nach sechs Monaten, geht die Diskussion wohl weiter!
Siehe: Ein neues Geldsystem ohne Zinsen?
Mit „gut gemeint“ hat die FF vor einer Woche die Aktion von Human Economy zur Reform des heutigen Geldsystems abgetan.
Die von dir genannten
Die von dir genannten Phänomene „Korporatismus, Umverteilungsmechanismen und Bevorteilungen“ haben nicht die freie Marktwirtschaft ruiniert (die du zu verteidigen scheinst), sondern sind das Resultat der freien Marktwirtschaft, die als solche abzuschaffen ist. Es geht nicht darum, das momentane System von den „Bösewichtern“ zu befreien, sondern ein neues System zu schaffen, das keine Bösewichter mehr hervorbringt. Das ist der Sinn meines Artikels.
Fairphone, Bio&Co sind OK,
Fairphone, Bio&Co sind OK, aber meiner Meinung nach eher eine Antwort auf die Exzesse der freien Marktwirtschaft (die ja eigentlich durch den ständigen Druck gar nicht wirklich frei ist). In dem von mir nur sehr oberflächlich beschriebenen Modell des kooperativen Individualismus ohne Konkurrenzdenken würden die individuellen Entgelte für Dienstleistungen und Produkte demokratisch festgelegt werden und da es in Ermangelung der abhängigen Arbeitsverhältnisse keine Ausbeutung mehr gäbe, sondern alle auf die freiwillige Zusammenarbeit Anderer angewiesen wären, würden automatisch nur noch Produkte wie das Fairphone, bzw. gesunde Lebensmittel entstehen. Keine „Verteilungsgesellschaft“ also, sondern eine demokratisch gesteuerte „Anreizgesellschaft“ für individuelle Initiativen. So zumindest meine Vision der Dinge...
Auf jeden Fall haben uns das Tauschprinzip und der „freie Markt“ in eine Sackgasse getrieben, aus der wir nicht mehr ohne totales Umdenken herauskommen. Wie Einstein sagte: man kann keine Probleme mit der gleichen Sichtweise lösen, mit der man sie geschaffen hat (oder so ähnlich...)
Frank Blumtritt, danke für
Frank Blumtritt, danke für diesen Artikel. Ich bin beeindruckt, dass sie die Botschaft meines Vortrags so exakt wiedergeben können. Wenn nur mehr Menschen diesen Erkenntnisgewinn so artikulieren könnten!
Es ging in meinem Vortrag darum zu vermitteln dass, egal ob wir intrinsisches Materialgeld (Edelmetalle, Muscheln oder Lederstücke), virtuelles Schuldgeld oder Vollgeld, krypotragphisch verschlüsselte nachgebildete Goldstücke oder Schwundgeld nutzen, die Verwendung eines Tauschmittels immer zum selben aktuellen Ergebnis mit wenigen Gewinnern und vielen Verlierern führt.
Beispiel gefällig?
Zehn Menschen auf einer Insel, ganz ohne Banken oder Zinsen, einigen sich darauf, ein Tauschmittel, sagen wir 100 Lederstücke, für den Tauschhandel zu verwenden. Die Lederstücke werden zu Beginn gerecht auf die 10 Menschen aufteilen (je 10 Lederstücke) dann beginnt die Produktion und der Handel mit den Produkten. Will nun jeder der 10 Menschen Gewinn erzielen, also mehr Tauschmittel aus dem Kreislauf erhalten als er in der Produktion investiert hat kann die Rechnung nicht aufgehen. Jemand muss verlieren. Im Tauschhandel ginge die Rechnung nur dann auf, wenn für in der Güterproduktion gleich viel Tauschmittel eingesetzt würden wie im Verkauf erzielt werden. Dann stellt sich allerdings die Frage warum verwenden die 10 Menschen überhaupt ein Tauschmittel?
Mit diesem kleinen Beispiel versuche ich zu erklären, welche Intention eigentlich hinter der Verwendung eines JEDEN universellen Tauschmittel steckt, egal ob wir nun damit Kapitalismus, Kommunismus, soziale Marktwirtschaft, freie Marktwirtschaft oder nur Monopoly spielen! Das geht besonders an Oliver H.!
Nach sechs Monaten, geht die
Nach sechs Monaten, geht die Diskussion wohl weiter!
Siehe: Ein neues Geldsystem ohne Zinsen?
Mit „gut gemeint“ hat die FF vor einer Woche die Aktion von Human Economy zur Reform des heutigen Geldsystems abgetan.
http://salto.bz/article/07082015/ein-neues-geldsystem-ohne-zinsen