Endspiel
Die Geschichte der Brennercom AG ist ein Musterbeispiel wie ehemalige SVP-Politiker ihren öffentlichen Auftrag missbrauchen. Der SEL-Skandal lässt grüßen.

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Waltraud Astner Mo., 22.06.2015 - 08:17

Also soweit ich den Artikel interpretiere, ist es so, dass wenn die Athesia Gruppe im Jahr 2010 als das Land beschloss die gesamten Aktie zu verkaufen, zugegriffen hätte, würde sie jetzt bei 80 % der Anteile halten und das auf Wunsch und Beschluss des Landes. Weil sich Ebner aber die Mehrheit auf anderem Wege, nämlich über den Kauf der Aktien der Kleinaktionäre sichern wollte, indem er Kaufgespräche mit ihnen aufnahm, ist man plötzlich dagegen und man spricht von feindlicher Übernahme. Vorher hätte man aber alles verkauft und die gesamte Brennercom wäre zu 80% bei der Athesia Gruppe gelandet. Anders gesagt, hätte Ebner die Landesaktien gekauft, wäre jetzt alles bei Athesia, auf Wunsch und Beschluss des Landes. Also ich sehe, dass das Land selber nicht weiß, was es will.

Mo., 22.06.2015 - 08:17 Permalink
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Martin B. Mo., 22.06.2015 - 09:07

Antwort auf von Waltraud Astner

Sie haben richtig erkannt, dass das Land zumindest seit Gründung der Brennercom AG im Jahre 2001 kaum eine gute Entscheidung im Imformatikbereich gemacht hat. Der damals zuständige LR Berger hat wie Vor- und Nachfolger, sowie Spitzenbeamte genausowenig erkannt wie wichtig in ländlichen Gebieten die öffentliche Forcierung von Breitbandanschlüssen bis zur letzten Meile ist. Wird dies privaten Unternehmen überlassen geschieht nichts für „unrentable“ Gebiete; siehe auch Deutschland. Eine frühe Spaltung der AG in „Bennercom Infrastrukturen“ und „Brennercom Provider“ hätte die jetztigen Probleme vermieden. Umso wichtiger dass der LH sich persönlich diesem Thema widmet und endlich im Sinne des Bürgers (auch im hintersten Tal) agiert. Darin wünsche ich ihm Erfolg!

Mo., 22.06.2015 - 09:07 Permalink
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Dr. Streiter Mo., 22.06.2015 - 09:22

Antwort auf von Waltraud Astner

Mir scheint das im Artikel eine Behauptung für ihre Interpretation verantwortlich ist, Francescini meint dass Hans Berger gesagt habe „was hat das land darin [in der Brennercom] noch zu suchen“. Dies wird durch die Tatsacher konterkariert dass das Land und Gemeinden nur 25% zum Verkauf angeboten hatten, nicht ihren vollen Anteil. Es geht wohl darum dass man nicht Mehrheitseigentümer sein möchte.
Natürlich entscheidet das Land gar nichts, sondern Menschen die sich im Land verantwortlich zeichnen. Hoffentlich ausgehend davon, was für uns alle das Beste ist: Internetinfrastruktur in öffentlicher Hand, da ein natürliches Monopol.

Mo., 22.06.2015 - 09:22 Permalink
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Dr. Streiter Mo., 22.06.2015 - 10:37

Antwort auf von Greta Karlegger

Meine Annahme ist tatsächlich spekulativ. Der Grund scheint mir jedoch weiterhin der selbe: Manfredi hat sich ins Endkundengeschäft gestellt. Wie kann eine „Landesgesellschaft“ an ihre Bürger Telefonie verkaufen? Das ist heutzutage nicht mehr zeitgemäss bzw verstösst gegen EU Wettbewerbsrichtlinien. Das Problem dass der „Glasfaser-Hub Mailand München“ von der selben Firma betrieben wird, scheint zu dieser Entscheidung geführt zu haben. Wie oben diskutiert wäre eine Trennung der Geschäftszweige in zwei Firmen wohl die bessere Lösung.

Mo., 22.06.2015 - 10:37 Permalink
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Martin Daniel Mo., 22.06.2015 - 17:27

Antwort auf von Waltraud Astner

es hat eine grundlegende Änderung in der Position der Landesregierung gegeben, die nun nach einem epochalen Wechsel an ihrer Spitze dem öffentlichen Interesse dienlicher erscheint. Und schließlich hätte das Land unter der alten Führung für den Verkauf eine satte Summe von 25 Mio. für seine Investitionen eingefahren.

Mo., 22.06.2015 - 17:27 Permalink
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Alfonse Zanardi Mo., 22.06.2015 - 10:07

Dass einer wie Willeit hier gegen das Land auftritt kann nur auf vollständiger Charakterlosigkeit fussen: gefühlte 100 Jahre hat dieser als Autobahnpräsident von Durnwalders Gnaden sechsspurige Gehälter eingefahren – und jetzt das. Widerlich.

Mo., 22.06.2015 - 10:07 Permalink
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Harry Dierstein Mo., 22.06.2015 - 11:18

Das ist mal wieder einer dieser brillanten Franceschini-Artikel, nach dessen Lektüre man wie selbstverständlich den „Dafür zahl' ich“- Button, wie bei der deutschen TAZ, drücken möchte. Schade, dass es diesen bei salto.bz (noch?) nicht gibt. Der Text hätte es allemal verdient, extra bezahlt zu werden. Danke dafür.

Mo., 22.06.2015 - 11:18 Permalink
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Josef Ruffa Mo., 22.06.2015 - 15:51

„Nominierung zweier Koryphäen im Gesellschaftsrecht, die die öffentlichen Aktionäre in diesen Verfahren vertreten.“
...ein Schelm der dabei nicht schon gewisse Namen im Kopf hat.

Mo., 22.06.2015 - 15:51 Permalink
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Profil für Benutzer G G
G G Mo., 22.06.2015 - 16:36

Unglaublich, was die Politiker der vergangenen 15 Jahre da zum Nachteil des gesamten Volkes verschlafen und verbockt haben... und dabei wurde immer von der ach so großen Verantwortung und den damit gerechtfertigten hohen Löhnen geredet... Ist zu hoffen, dass Kompatscher und CO es schaffen, zumindest jetzt noch die Kartoffeln aus der heißen Glut herauszuholen und das Schlamassel ihrer Vorgänger in Grenzen halten können, wobei die Rechnungen für die zwei Koryphäen an die Politiker, die ihrer hochbezahlten Verantwortung damals nicht gerecht geworden sind, gesendet werden müssten.

Im Werteentwicklungsmodell von Spiral Dynamics sind ein Ebner und seine Konsorten die klassische Manifestation der orangen 5. Ebene und wird dadurch überwunden, dass ein ausreichender Teil der Masse sich in die übergeordneten Wertesysteme hineinentwickelt. Möge dies der Südtiroler Bevölkerung gelingen.

http://www.evolve-magazin.de/archiv/evolve-das-neue-interesse-an-politi…

Mo., 22.06.2015 - 16:36 Permalink
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Profil für Benutzer Dietmar Malojer
Dietmar Malojer Mo., 22.06.2015 - 20:00

Die Artikel von C. Franceschini lesen sich wie ein Krimi! Ich bin immer wieder erstaunt von seiner Recherchen die bin ins kleinste Detail gehen. Daumen hoch!

Mo., 22.06.2015 - 20:00 Permalink

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