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Finanz-, Wirtschafts- und Eurokrise führen gerade in den südlichen europäischen Staaten zu immer höherer Arbeitslosigkeit und zur existentiellen Bedrohung ganzer Familien. Besonders Jugendliche sind von Arbeits- und Perspektivlosigkeit betroffen. Ältere Frauen zählen aufgrund ihrer geringen Renten ebenfalls zu den aktuellen Verliererinnen. Aus diesem Grund kommt die europäische Bürgerinitiative zum Bedingungslosen Grundein-kommen gerade rechtzeitig.
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Sylvia Rier Mo., 29.04.2013 - 12:41

Darf ich gleich auch hier eine Frage stellen, die mich schon seit einem Weilchen beschäftigt, und die ich weiter drüben bei Celine Colturato (die zum selben Thema gepostet hatte: http://salto.bz/de/article/27042013/eu-startet-initiative-fuer-grundein…) schon gestellt habe: Könnte denn nicht Südtirol in Sachen Bedingungsloses Grundeinkommen eine Vorreiterrolle spielen? Hätten wir denn nicht alle - und gute - Voraussetzungen dafür?

Mo., 29.04.2013 - 12:41 Permalink
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Cactus Meran/o Fr., 03.05.2013 - 09:21

Antwort auf von Sylvia Rier

Hallo Silvia, heute abend um 20:30 Uhr im Casa della Cultura in Meran (Cavourstraße vis a vis Bar Relax) gibt es die Möglichkeit diese Frage an den ehemaligen Europaabgeordneten Sepp Kusstatscher zu stellen. Er beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema und hat unter anderem auch das Pilotprojekt in Otjivero (Namibia) besucht. Zudem ist er eng in das europäische Netzwerk eingebunden und referiert oft in Österreich und Deutschland zum Bedingungslosen Grundeinkommen.
Falls du heute abend nicht kannst, werde ich mir erlauben deine Frage zu stellen und dann die Antwort hier zu posten.
lg
Alex

Fr., 03.05.2013 - 09:21 Permalink
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Sylvia Rier Fr., 03.05.2013 - 11:54

Antwort auf von Cactus Meran/o

Danke Alex, ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn du die Frage heute Abend stellen und die Antwort des Herrn Kusstatscher dann hier einstellen könntest. Ich bin schon richtig gespannt (das wär ja mal eine schöne Vision ;-) für Südtirol)!

Fr., 03.05.2013 - 11:54 Permalink
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Cactus Meran/o Mo., 06.05.2013 - 17:52

Antwort auf von Sylvia Rier

Hallo Silvia, anbei die versprochene Antwort von Sepp Kusstatscher zu deiner Frage, die ich ihm bei der Veranstaltung am Freitag gestellt habe:
Er hält die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) allein in Südtirol nicht für machbar (auch wenn er es für eine reizvolle Idee hält) und begründet das wie folgt:
1. Die FINANZIERUNG: um das BGE realistischerweise zu finanzieren ist eine Steuerreform (und damit Steuerhoheit) eine Grundvoraussetzung. Die diversen Modelle sehen eine Finanzierung über die Mehrwertsteuer (z.B. geringe Mehrwertsteuer auf Grundnah-rungsmittel, mittlere Mehrwertsteuer auf Konsumgüter und hohe Mehrwertsteuer auf Luxusgüter), über die Einführung einer Finanztransaktionssteuer oder über die Einfüh-rung von Ökosteuern bzw. aus Mischformen dieser drei Steuern vor. Südtirol fehlt hier-zu die Kompetenz.
2. Die ÖKONOMISCHE EINBINDUNG: eine kleinräumige Einführung des BGE würde wahr-scheinlich zu starken Verschiebungen auf dem Arbeitsmarkt, dem Lohngefüge, sowie der ökonomischen Wettbewerbsfähigkeit führen. Eine kleinräumige Einführung des BGE könnte daher zu unerwünschten Seiteneffekten führen
3. Das Auslösen einer MIGRATIONSBEWEGUNG: wird das BGE nur in einem kleinen geo-grafischen Raum eingeführt, könnte das regionale Migrationsbewegungen auslösen. Südtirol müsste also quasi die Schotten dicht machen. Das können wir uns wohl auch nicht wünschen.
Fazit: in entwickelten Volkswirtschaften macht die kleinräumige Einführung des BGE keinen Sinn. Hier müssen wir mindestens in nationalen Kontexten denken, noch besser in europäi-schen Dimensionen.
Übrigens hat der IRAN das BGE eingeführt (ca. 80% der iranischen Bevölkerung hat ein ent-sprechendes Ansuchen an die Behörden gestellt und erhält jetzt ein bedingungsloses Grund-einkommen). Brasilien hat das Recht auf ein BGE in seine Verfassung geschrieben, die Umset-zung in die Tat ist aber noch nicht erfolgt.
Ich hoffe du kannst mit der Antwort was anfangen. Liebe Grüße Alex

Mo., 06.05.2013 - 17:52 Permalink
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Celine Colturato Di., 30.04.2013 - 17:38

das bedingungslose zinseinkommen, das wir jetzt haben, die 10% von der gesellschaft sich vergönnt, scheint doch ganz normal und in ordnung zu sein. obwohl die keinen einzigen finger bewegen, täglich boden aufkaufen als wertanlage und von der fleißigen arbeitenden masse, die alles schön zu ihnen umverteilt, profitieren und sich im luxus bedienen lassen. und dann wird das bedingungslose grundeinkommen von einigen als radikal betrachtet?! und klingelts jetzt? ;-)

Di., 30.04.2013 - 17:38 Permalink
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gorgias Di., 30.04.2013 - 19:05

Antwort auf von Celine Colturato

Das BGE ist ein sehr interessantes und vielversprechendes Thema. Das gilt auch für Geldtheorien die sich aus der Zinskritik entwickelt haben (Freiwirtschaft, umlaufgesicherte Währungen). Diese Themen sind sehr komplex, leider werden oft Diskussionen voller Missverständnisse geführt, so ist es besonders wichtig ist eine nüchterne und korrekte Terminologie zu verwenden um nicht noch mehr Verwirrung und Missverständnisse zu produzieren.

Der Begriff „bedinungsloses Zinseinkommen“ ist ein irreführendes und falsches Schlagwort. Es gibt keine „bedingungslosen“ Zinseinkünfte per definitionem, da solche Einkünfte am Verleih von Geld oder Sachgüter gebunden ist.

Di., 30.04.2013 - 19:05 Permalink
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Celine Colturato Mi., 01.05.2013 - 20:09

Antwort auf von gorgias

dann lass dich doch von einem finanzexperten belehren...

Wir wollen das bestehende(!) bedingungslose Spitzeneinkommen in ein „gemeinnütziges“ bedingungsloses Grundeinkommen umwandeln. Zurzeit partizipiert nur eine ultrakleine Gruppe von diesen leistungslosen Bezügen. Denken wir an die Bankensysteme, die ohne jegliche Leistung Geld aus dem Nichts herstellen dürfen und dieses gegen Zinsen verleihen, mit Pfand versteht sich. Oder nehmen Sie einen Milliardär, der in weniger als 10 Jahren daraus an den Kapitalmärkten ohne irgendeine echte Arbeit zwei Milliarden macht. Der Plan B sieht vor, dass alle Menschen einen gerechten Anspruch auf von früheren Generationen geschaffene Werte in Form eines leistungslosen Einkommens erhalten, um endlich von der Verelendungsangst befreit zu werden. Die entstehende Kreativität kann man sich leicht vorstellen.

Andreas Popp

http://www.wissensmanufaktur.net/plan-b-fuer-einsteiger

Mi., 01.05.2013 - 20:09 Permalink
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gorgias Fr., 03.05.2013 - 12:33

Antwort auf von Celine Colturato

Bitte les doch den Beitrag richtig durch bevor du Ratschläge an andere Verteilst dass andere sich belehren lassen sollten.

Es gibt eine Gruppe von Personen die hohe Einkommen haben bei denen die Frage berechtigt ist, ob diese Einkommen wirklich zum Verhältnis ihrer Leistung ist, das ist besonders gegeben da sich diese Gruppierung oft auch als Leistungsträger bezeichen.
Doch leistungslos ist nicht das Gleiche wie bedingungslos, lass ich doch bitte von einem Deutschlehrer belehren, wenn du es jetzt noch nicht verstanden hast.

Ich finde es schade wenn Menschen hergehen wie du und anfangen gute Ideen zu verpuschen nur weil sie Stimmung machen wollen.

Zur Person Andreas Popp möchte ich noch sagen, dass ich mich nicht über solche zwielichtigen Gestalten über Themen informiere die mir wichtig sind und erst gar nicht diese weiterempfehle, damit sich andere darüber informieren. Damit erweise ich solchen Themen einen Bärendienst.

http://psiram.com/ge/index.php/Andreas_Popp?COLLCC=386049786&

Fr., 03.05.2013 - 12:33 Permalink
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Celine Colturato Sa., 04.05.2013 - 22:41

Antwort auf von gorgias

und wie gut kennen sie schon herrn popp, dass sie ihm zwielichtige themen vorwerfen? andreas popp arbeitet in der wissensmanufaktur.net mit anderen finanzexperten zusammen um die gesellschaft und wirtschaft zu verbessern (lösen). leider wird in den universitäten nie eine antwort darauf gegeben, warum die wirtschaft ständig wachstum braucht. außerdem kann man mathematische prinzipien nicht in verschwörungen abtun, da jeder sie selbst nachkalkulieren kann. nach 2 jahren konnte niemand die mathematischen prinzipien von popp abstreiten (mathematisch korrekt). die übersetzung seiner konzeption (plan B) gibt es in 4 sprachen (deutsch, englisch, russisch, italienisch).

Sa., 04.05.2013 - 22:41 Permalink
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Celine Colturato Fr., 03.05.2013 - 19:19

Antwort auf von gorgias

psiram ist die neubenennung von esowatch und verabscheulicht jede form von alternativer medizin. da sie nur die schulmedizin für wahr behält, werden solche skeptiker von pharmas unterstützt. sprich jeder mensch, der irgendeine systemische vorschrift nicht befolgt, dafür aber andere bevorzugt, wird gleich in einer rechtsradikalen ecke geschoben. das ist eine faschistische strategie die sich als demokratie scheinigt.

Fr., 03.05.2013 - 19:19 Permalink
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gorgias Sa., 04.05.2013 - 00:14

Antwort auf von Celine Colturato

Das ist ein tolles Video. Zuerst kritisiert es die Seite Esowatch.com als Internetpranger um dann nicht anderes als selbst ein Pranger zu sein,.

Hier werden Straftaten angedeutet, aber es gibt kein rechtskräftiges Urteil genannt, das sich auf die Inhalte von Esowatch beziehen. Auch ist bezeichnend wie sich die Esowatch-Kritische Seite Eselwatch selbst definiert: Sie will die Betreiber von Esowatch aus der bequemen Anonymität herausbringen. Schade, eine Seite die argumentativ und informativ Versucht die Aussagen entkräften würde die Esowatch macht ist wohl zuviel verlangt.

Sa., 04.05.2013 - 00:14 Permalink

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