Autonomie
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Bevor die
Bevor die Qualitaetsjournalismus-Auskenner reingöbbeln: der „Obmann“ der Vereinigten Staaten heist Obama, nicht Obmana.
Antwort auf Bevor die von Roland Kofler
Aha, danke für die Belehrung!
Aha, danke für die Belehrung!
Bin kein „Qualitätsjournalismus-Auskenner“, aber ich schreibe HEISST Obama!
Antwort auf Aha, danke für die Belehrung! von Alexan Derkral…
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sind wir den so antiquiert,
sind wir den so antiquiert, dass wir unter „selbstbestimmung“ nur ein völkerrechtliches prinzip aus der zeit des ersten weltkrieges (!!!) verstehen können. kann man „selbstbestimmung“ nicht auch als bürgerlich-demokratisches recht verstehen (ähnlich der individuellen selbstbestimmung), welches sich die bewohner eines territoriums herausnehmen - scheißegal ob sie „ein volk“ sind, oder nicht. volk muss man doch nicht notwendigerweise als ethnos, sondern kann es doch auch als demos begreifen. mich nervt das echt, wie unkreativ und visionslos hier argumentiert wird.
Antwort auf sind wir den so antiquiert, von Harald Knoflach
"selbstbestimmung" ist auch
„selbstbestimmung“ ist auch und vor allem ein bürgerlich-demokratisches Recht (ähnlich der individuellen selbstbestimmung), welches sich die Bürger, die sich als „demos“begreifen herausnehmen, und zwar in einem kontinuierlichen konstitutiven Prozess. In Übereinstimmung mit dieser Argumentation ist eine Position die gegen eine Abstimmung über einen territiorialen Verbleib völlig legitim, vielleicht sogar essentiell um eine Lösung von Problemen jenseits von Grennzziehungsstrategien zu sehen.
herr kompatscher, die
herr kompatscher, die verfassungsrechtliche grundlage für eine sezession wird es nie geben, es sei denn italien ändert seine verfassung.
das ist ungefähr so, wie wenn eine familie aus einem haus ausziehen will, und die anderen 20 parteien im haus untersagen das besagter familie mit verweis auf die hausordnung, die sie ohne zutun der familie, die ausziehen möchte, erstellt haben. mit demokratie hat das recht wenig zu tun.
ganz lustig:
ganz lustig:
oben sagt kompatscher „Doch eben nicht mit einem alten nationalstaatlichen, sondern mit einem europäischen Konzept.“
wenige zeilen später dann „Grundlage unserer Autonomie ist der Schutz der ethnisch-kulturellen Minderheiten in Südtirol und bei diesen Schutzinstrumenten werden wir auch keinen Beistrich ändern und auf nichts verzichten.“
diese schutzinstrumente sind doch nur notwendig, da wir uns in einem nationalstaatlichen kontext befinden, an welchem die svp ja nicht rütteln möchte. kann es echt sein, dass jemandem dieser widerspruch nicht auffällt?
Antwort auf ganz lustig: von Harald Knoflach
Widersprichts nicht du dich?
Widersprichts nicht du dich? Der Kompatscher sagt ein europaeisches Konzept muss her, also rüttelt er sehr wohl am nationalstaatlichen Kontext. (ob das mit der Europaregion nicht ein viel zu weiter Weg ist steht auf einem anderen Blatt)
Ich vermute du willst darauf hinaus dass ein Minderheitenschutz mit einer Europäischen Oeffnung nicht vereinbar wäre. Wie wir ja immer wieder sehen, wenn um die „ortsansässigen“ herumgetigert wird.
Antwort auf Widersprichts nicht du dich? von Roland Kofler
ich sehe bei mir keinen
ich sehe bei mir keinen widerspruch. nur bei kompatscher wenn er dem „alten nationalstaatlichen“ ein „europäisches konzept“ gegenüberstellt und gleichzeitig betont, dass der schutz der ethnischen minderheit die grundlage der autonomie sei.
den minderheitenschutz braucht es doch nur, weil sich italien nationalstaatlich definiert und etwas die norm und etwas anderes - im nationalen sinne - (südtirol) die ausnahme ist. würde ein staat „ethnische merkmale“ als privatsache definieren (ähnlich wie das bei der religion oder sexuellen orientierung der fall ist), dann entfällt diese grundlage für die autonomie - weil es sie auch nicht mehr braucht, da „ethnische“ und sprachliche diversität und nicht eine im 19. jahrhundert konstruierte homogenität als norm angesehen wird.
Antwort auf ich sehe bei mir keinen von Harald Knoflach
Neulich habe ich bei Helmut
Neulich habe ich bei Helmut Schmidt gelesen das das Nationalstaatskonzept viel älter ist als gemeinhin erzählt. Es war halt im 19. Jh besonders modern, jedoch seit den ersten Zivilisationen immer schon ein erfolgreiches Konzept.
Das Italien ein Nationalstaat ist, ist jedenfalls Fakt.
Das die Autonomie existiert um diesen Nationalstaat zu kompensieren, ebenfalls.
Das „Ethnisch“ nicht „Privatsache“ ist, sondern inherent „Gesellschaftlich“ halt ich auch für ausgemacht.
(übrigens gilt das selbe für Religion)
Dass ein „Europäisches Konzept“ zuendegelebt die Auflösung der Autonomie bedeuten würde, halte ich für richtig und mutig (visionär). Aber nicht für im Widerspruch stehend zur jetzigen Situation und zum Bekenntnis zur Autonomie im Nationalstaat.
Nachgeschickt: mit meiner Politischen Bildung ist’s net weit her, möglich dass ich ein Detail übersehen hab?
Antwort auf Neulich habe ich bei Helmut von Roland Kofler
1. freilich gründet das
1. freilich gründet das prinzip vor dem 19. jahrhundert und auch vor der französischen revolution. aber egal wie alt es ist - man kann das konzept dennoch hinterfragen.
2. im 21. jahrhundert sollten wir doch soweit sein, das gemeinwesen nicht an „angeborenen merkmalen“ festzumachen, sondern es dem kollektiven - sprich demokratischen - willen selbstbestimmter individuen zu übertragen.
Antwort auf 1. freilich gründet das von Harald Knoflach
ad 1.)
ad 1.)
Damit ist gemeint dass das Konzept „Nationalstaat“ schon länger in der freien Wildbahn erprobt ist, es keine moderne Sache ist. Nota Bene: es geht hier nicht um eine ethische Frage: „ist der Nationalstaat gut?“, sondern um „hat er die Zeiten ueberdauert“.
Genuine Nichtnationalstaaten gibt und gab es eigentlich selten, meist herrscht oder herrschte eine Ethnie.
ad 2.) „Angeborene Merkmale“ seh ich weniger, zwar sind italiener tendenziell etwas kleiner und etwas dunkler, doch es gibt auch grosse blonde. Getrau mich aus dem äusseren nicht auf die Ethnie zu schliessen. Ethnie ist eher eine überlieferte Kulturzugehörigkeit. Damit eigendlich eine Fiktion. Aber Fiktionen sind den Menschen wichtig und sie ermöglichen erst zivilisatiorische Konstrukte wie Recht und Verwaltung.
Es scheint nun so zu sein das die kulturelle Zugehörigkeit ein starke Bindung bewirkt. Das ist nicht nur bei den Südtirolern so sondern auch bei überhaupt allen. Es lässt sich also leicht Politik um Ethnie herum organisieren. Die Utopie das Ethnische aus der Politik auszuklammern, hat nicht mal im Kommunismus funktioniert oder irre ich mich?
Antwort auf ad 1.) von Roland Kofler
logisch ist die ethnie ein
logisch ist die ethnie ein konstrukt. mit „angeboren“ meinte ich daher nichts biologisches sondern etwas „erzeugtes“. und den reinen nationalstaat - im sinne des nationalismus - hat es nie gegeben und wird es nie geben.
Antwort auf logisch ist die ethnie ein von Harald Knoflach
"und den reinen nationalstaat
„und den reinen nationalstaat - im sinne des nationalismus - hat es nie gegeben und wird es nie geben.“
Die Aussage stimmt, ihr fehlt gleichzeitig jedoch der Sinn für die Proportionen. Oesterreich ist ein Nationalstaat, weil die Minderheiten kaum eine Rolle spielen.
Antwort auf "und den reinen nationalstaat von Roland Kofler
??? wir haben
??? wir haben minderheitengesetze, minderheitenradio, (zuwenig) zweisprachige ortsschilder und eine verdammt heterogene, vielvölkische, multikulti geschichte, deren monarchistische ausprägung am konzept des nationalstaats gescheitert ist.
Antwort auf ??? wir haben von Michael Bockhorni
Also ist Oesterreich kein
Also ist Oesterreich kein Nationalstaat? Ein Vielvoelkerstaat? Oder wie würdest du ihn nennen?