SALTO: Herr Pezzei, wieso haben Sie vor vier Jahren Optimuse gegründet?
Dominik Pezzei: Wir wollten Technologie mit gesellschaftlichem Nutzen verbinden. In der Forschung unseres Mitgründers Fabian Pitscheider zeigte sich: Bau und Sanierung sind heute oft ineffizient. Gemeinsam mit Felix Maximilian Hoffer haben wir 2021 Optimuse gestartet, um Sanierungen planbarer, günstiger und nachhaltiger zu machen.
Das klingt bei den aktuellen Baukosten beinahe zu schön, um wahr zu sein…
Die Erwartungen haben sich seit 2021 verschoben: Nachhaltigkeit muss sich wirtschaftlich rechnen. Genau hier hilft unsere Software: Sie macht die Entscheidung in der frühen Planungsphase vergleichbar und priorisiert Maßnahmen, die Wirkung und Wirtschaftlichkeit verbinden.
„Viele Geschäftspläne, die bei billigem Geld funktioniert haben, rechnen sich heute nicht mehr automatisch. Sichtbar wurde das an prominenten Fällen wie Signa.“
Können Sie das genauer erklären?
Unsere Software bündelt Gebäudedaten – etwa Baujahr, Wärmeversorgung, Verbrauch, Wohnungsgrößen und Raumaufteilung – und erstellt KI-gestützt Varianten. So lassen sich Sanierungsoptionen nach Budget und Zielsetzung vergleichen, zum Beispiel welche Wärmepumpe, ob die Fassade mitgedacht wird und so weiter. Je besser die Datenlage, desto robuster die Vorschläge. Wir unterstützen Kunden beim Datenimport und bei der Auswertung.
Was früher der gesunde…
Was früher der gesunde Hausverstand war, die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten vernünftig ein-zu-setzen, kann/wird in Zukunft durch Betriebe wie OPTIMUSE ... ...
... mit viel zu viel…
... mit viel zu viel Bürokratie umgesetzt!!!