Der Wolf ist zurück in Südtirol – seit über einem Jahrzehnt präsent, seit einigen Jahren wieder heftig umstritten. Das Tauziehen um den Abschuss zweier Wölfe im Vinschgau entfachte die Debatte neu und mündete in die erste offizielle Tötung eines Wolfs auf italienischem Boden; gleichzeitig dürfte die Zahl illegal getöteter Tiere deutlich höher liegen. Manche greifen nach dem Motto „schießen, schaufeln, schweigen“ selbst zur Waffe, andere plädieren für verstärkten Herdenschutz und die Reaktivierung des Hirtenberufs.
Herdenschutzbefürworter sehen sich teils als Verräter gebrandmarkt; die Atmosphäre sei so angespannt, dass viele Viehhalter offen zu handeln scheuen. Das offizielle Situationsbild für 2025 liegt noch nicht vor; eine vorläufige Schätzung des Amts für Wildtiermanagement nennt landesweit etwa 70 bis 80 Wölfe (zum Vergleich: im Vorjahr wurden 37 genetisch nachgewiesene Individuen registriert) — die Zahl ist allerdings vorläufig und nicht gänzlich gesichert.
SALTO hat mit einer Hirtin, einem Hirten und einem Ziegenzüchter gesprochen und schildert deren Perspektiven. Sie alle erkennen den Abschuss als Notmaßnahme an, doch ihr Blick richtet sich klar auf den Herdenschutz als Schlüssel für die Zukunft der Weiden.
Unaufgeregtes Expert…
Unaufgeregtes Expert*innenwissen - eine Wohltat!
Für mich bleibt in dieser…
Für mich bleibt in dieser Diskussion eine wichtige Frage weiterhin unbeantwortet:
Was kostet Herdenschutz?
Z.B. für eine durchschnittliche Alm, wo 1.000 Kleintiere wie Ziegen und Schafe aufgetrieben werden und ca. 50 Rinder.
Wer kann hier valide Zahlen zu den Kosten von Zäunen, Hunden und Hirten geben?
Sehr viele hitzige Forenteilnehmer sagen immer: Das ist unbezahlbar! Also müssen sie ja irgendwelche Zahlen im Kopf haben, die in den posts auch bis zu 1 Mio € gehen!
Danke im Fall für eine realistische Berechnung!
Antwort auf Für mich bleibt in dieser… von Sigmund Kripp
Unabhängig davon: wir (und…
Unabhängig davon: wir (und der Wolf) leben nicht (mehr) in einer intakten Naturlandschaft, in der sich das Ökosystem bis hinauf zum Beutegreifer ganz oben selbst reguliert.
Dass in dieser Kulturlandschaft, diesem anthropogen verändertem und vom Menschen geprägtem Ökosystem auch der Wolf reguliert werden muss, versteht sich aus den tatsächlichen Gegebenheiten heraus von selbst.
Sowohl ‚den Wolf entfernen‘ als auch ‚keinen Wolf entfernen‘ erscheinen mir dieselben Extrempositionen.