Obervinschgau
Im Oberen Vinschgau wurde in der Nacht zum heutigen 12. August ein Wolf abgeschossen. Das Abschussdekret sieht den Abschuss eines weiteren Wolfes im Vinschgau vor.

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Der erlegte Wolf war nach Angaben des Direktors der Abteilung Forstwirtschaft der Autonomen Provinz Bozen, Günther Unterthiner, ein Rüde, wog etwa 45 Kilo und wurde auf 2.800 Metern Meereshöhe in einer Gruppe von Kälbern aufgespürt und erlegt.

Landeshauptmann Arno Kompatscher, der das Abschussdekret genehmigt hatte, hebt die Professionalität der Landesforstbehörde bei der Wolfsjagd hervor und bedankt sich im Namen der gesamten Landesregierung für deren besonderen Einsatz. „Dies ist eine Grundlage für die Regulierung gefährlicher Wölfe und damit eine wichtige Voraussetzung für die langfristige Fortführung der traditionellen Almwirtschaft“, so der Landeshauptmann.

Luis Walcher, Landesrat für Landwirtschaft und Tourismus verweist darauf, dass der Wolf zunehmend zu einer Bedrohung der traditionellen Almwirtschaft „und in einigen Fällen auch für die öffentliche Sicherheit geworden sei.“
 

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Thomas Strobl Di., 12.08.2025 - 16:48

Jetzt wird für das dauerempörte Volksempfinden die (leere) Kirche wohl vorübergehend wieder im Dorf sein. Immerhin erweist die SALTO-Redaktion dem wirklichen Sachverhalt Respekt, indem sie die in Wolfs-„Management“-Kreisen so beliebte Blödmann-Floskel „Entnahme“ stecken lässt.

Di., 12.08.2025 - 16:48 Permalink
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Thomas Strobl Mi., 13.08.2025 - 00:56

Antwort auf von Ludwig Thoma

Ein Blick auf die Headline des Artikels ließe Ihrem Polemik-Versuch ganz sang- und klanglos den Wind aus der dicken Hose. Aber noch eine weitere kleine Lesehilfe gratis drüberein: Die „Blödmann“-Vokabel brandmarkt - wenn Sie genauer schauen möchten - wie zu erwarten nicht rundweg alle irgendwie „Andersdenkenden“, sondern sehr spezifische „Andersformulierende“, die mit hübsch keimfrei klingenden Euphemismen à la „Entnahme“, „Regulierung“, „Management“ usw. den Anschein erwecken möchten, die so segensreich wirkende Spezies Mensch habe aus irgendeinem Grund die Befugnis, im großen Zusammenhang von Flora und Fauna nach eigenem Belieben dreinzumanagen. Unter den vielen venezianischen Brücken gibt es eine, die den schönen Namen „Ponte dell’Umiltà“ trägt. Über diese Brücke sollten wir aus freiem Entschluss gehen, solange noch Zeit dafür ist. Die „Natur“ wird uns zuletzt in jedem Fall sehr nachdrücklich dazu auffordern, sie zu beschreiten.

Mi., 13.08.2025 - 00:56 Permalink
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Ludwig Thoma Mi., 13.08.2025 - 08:59

Antwort auf von Manfred Klotz

Erklären Sie es mir bitte. Im Gegensatz zu den meisten hier kenne ich mich nicht gut aus mit Schafen und Wölfen. Ich halte es für die naturnahere Haltung, wenn Schafe den Sommer im Berg mehr oder weniger nach Belieben verbringen können und nicht in eingezäunten Arealen weiden und über Nacht eingepfercht werden (eben „gemanagt“) müssen.
Aber ich lasse mich (von den Experten für eh alles) gerne eines besseren belehren.

Mi., 13.08.2025 - 08:59 Permalink
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Manfred Klotz Do., 14.08.2025 - 06:56

Antwort auf von Ludwig Thoma

Da gibt es eigentlich nicht viel zu erklären. Wenn Sie den Schutz von Nutztieren als Eingriff in die Natur verstehen, dann müssen Sie, der Ehrlichkeit halber, noch weiter ausholen und zugeben, dass schon die Nutztierhaltung ein Eingriff in die Natur ist. Außer Sie sind der Meinung die Evolution hat für Rinder, Schafe und Ziegen deren Dasein als Milch- oder Schlachtvieh vorgesehen. Wenn dieses Prinzip gilt, erübrigt sich in der Folge jede weitere Diskussion darüber ob nun die organisierte Beweidung oder der Abschuss von Beutegreifern ein Eingriff in die Natur ist. Aber es dürfte jedem vernünftigen Menschen klar sein, dass das Gleichgewicht (das der Mensch gestört hat) mittlerweile nur durch den Eingriff des Menschen gewährleistet werden kann. Ob man dazu „abschießen“ oder „entnehmen“ sagt ist eigentlich einerlei. Die Frage ist vielmehr, weshalb man nicht schon lange auf Alternativen gesetzt hat. Die Antwort auf diese Frage dürfte auch klar sein.
Übrigens, es ist auch ein Eingriff in die Natur, wenn Sie in Ihrem Garten Unkraut jäten.

Do., 14.08.2025 - 06:56 Permalink
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G. P. Di., 12.08.2025 - 17:58

„Dies ist eine Grundlage für die Regulierung gefährlicher Wölfe und damit eine wichtige Voraussetzung für die langfristige Fortführung der traditionellen Almwirtschaft, so der Landeshauptmann.“

Wow! Wenn pro Jahr höchstens ein oder zwei Wölfe in Südtirol entnommen werden dürfen, dann dürfte der LH mit seiner Aussage wohl auf dem Holzwege sein.

Di., 12.08.2025 - 17:58 Permalink
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Robert Zagler Di., 12.08.2025 - 18:43

...wer glaubt die zwei Wolfsentnahmen, die Südtirol pro Jahr zustehen, ist „die“ Lösung, ist sprichwörtlich auf dem Holzweg!

Di., 12.08.2025 - 18:43 Permalink
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Profil für Benutzer Herta Abram
Herta Abram Di., 12.08.2025 - 20:16

Man kann nur hoffen, dass die Bauern den Unsinn, den LR Luis Walcher zum Thema Wolf von sich gibt, nicht länger glauben.
- Und auch der LH greift zu populistischem Geschwafel!
Liebe politischen Vertreter: Politik hat auch einen Bildungsauftrag! Aber was ihr jahrelang zum Wolfthema macht, ist vorsetzliche Verdummung!
Wenn man irgendwo glaubt, Wölfe per Abschuss draußen halten zu können, ist das ein Irrtum. Denn für jeden abgeschossenen Wolf, kommen zwei weitere rein. Wenn man sich nicht darauf einstellt, wird dieser Konflikt nur verlängert.
Den Wolf wirksam zu instrumentalisieren, das habt ihr ja Bestens drauf, um abzulenken - von der neoliberalen Landwirtschaftspolitik, in der man bäuerliche Betriebe mit Schraubenfabriken verwechselt - mit Lügen, Angst, Hass und Hetze erzeugen.
Aber das schafft auf die Dauer nur noch mehr Probleme und löst sie nicht.
Wir können nur hoffen, dass ihr endlich beginnt Sachinformation und Zukunftskonzepte für Almwirtschaft und Weidehaltung entgegenzustellen und dass sich die Leute langsam an die Sache gewöhnen werden und lernen, wie man mit dem Wolf umgeht, lebt und wirtschaftet.

Di., 12.08.2025 - 20:16 Permalink
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Salto User
nobody Di., 12.08.2025 - 21:55

45 Kilo, das dürfte ein ordentlicher Wolf gewesen sein (die Abruzzen-Variante ist eher kleiner und leichter). Punire uno, educare cento.

Di., 12.08.2025 - 21:55 Permalink
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Profil für Benutzer Elisabeth Garber
Elisabeth Garber Mi., 13.08.2025 - 08:11

Auch das Abrichten und Anschaffen von ,,Schutzhunden'‚ (= keine Hirtenhunde) sei, wie einzäunen, zu teuer... hab‘ ich mir von einem Tierliebhaber, der das Thema genau verfolgt, erklären lassen. Ausserdem sei das natürliche Habitat von Wolf & Bär längst zu klein...und es sei fraglich, ob es beim Abschuss auch den richtigen bösen Wolf träfe...etc. etc.
Der einfach gestrickte Fanatismus der moralisierenden Tierschützer_innen geht mir persönlich seit dem Tod des Läufers Andrea Papi entschieden gegen den Strich. *Dass der Vinschger Wolf-Abschuss samt DNA-Analysen in den heutigen Nachrichten genauso berichtenswert ist wie das Kriegsdrama in Europa u. Nahostost bzw. der anstehende Trump-Putin-Deal, passt zu dieser befremdlichen Priorisierung.

Mi., 13.08.2025 - 08:11 Permalink
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Manfred Klotz Fr., 15.08.2025 - 09:04

Antwort auf von Manfred Gasser

Es geht in erster Linie darum, den für jede Weide nützliche Schutzmaßnahme zu erörtern, es gibt ja verschiedene Alternativen. Die Beiträge decken die Kosten auf jedenfall, denn die Investition, bspw. in Hüterhunde, macht sich ja über Jahre bezahlt. Was kostet denn die Untätigkeit übrigens?

Fr., 15.08.2025 - 09:04 Permalink
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Profil für Benutzer Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler Fr., 15.08.2025 - 16:23

Antwort auf von Manfred Klotz

Mit „Hüterhunden“ ist es nicht getan. Ein Border Collie ist gegen einen Wolf machtlos. Es braucht eigens ausgebildete, teure Schutzhunde, und zwar mindestens zwei, weil einer allein gegen ein Rudel Wölfe keine Chance hat. In den Abruzzen werden immer wieder Schutzhunde gerissen. Die Schutzhunde kann man nicht sich selbst überlassen, da sie einen harmlosen Touristen eventuell gleich wie einen Wolf als eine Gefahr für ihre Herde einstufen können. Die laufenden Kosten für Tierfutter, Tierarzt sowie Gehalt für einen Hirten übersteigen bei weitem die möglichen Landesbeiträge.

Fr., 15.08.2025 - 16:23 Permalink
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Profil für Benutzer Manfred Klotz
Manfred Klotz Mo., 18.08.2025 - 06:43

Antwort auf von Hartmuth Staffler

Hüterhunde (nicht Schutzhunde) sind eine Investition, die nicht jedes Jahr getätigt werden muss. Wenn durch den Einsatz solcher Hunde keine oder weniger Schafe bzw. Ziegen oder Rinder gerissen werden, zahlt sich die Investition aus. Man muss immer die Gesamtrechnung sehen, nicht nur Anschaffungs- und Erhaltungskosten.

Mo., 18.08.2025 - 06:43 Permalink
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nobody Mi., 13.08.2025 - 22:48

Gut geschrieben Frau Garber (die Suche nach dem Knüller, der Wolf vor Gaza, Ukraine, Inflation, überhaupt vor jeglicher wahrhaftigen Information, die ja wohl nicht erwünscht ist (z.B., sind die Renten sicher?).

Mi., 13.08.2025 - 22:48 Permalink
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Cap_G Do., 14.08.2025 - 09:56

Eines muss klargestellt werden: Ein Wolf, der sich in einem schlecht geführten „Freiluftrestaurant“ mit Vorräten eindeckt, ist kein Problemwolf, sondern einfach ein Wolf.

Das Problem ist der Humans!

Do., 14.08.2025 - 09:56 Permalink

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