SALTO: Frau Keiler, wieso sind die Alpen besonders von der Klimaerwärmung betroffen?
Margreth Keiler: Unser Zweite Sachstandsbericht zum Klimawandel in Österreich zeigt, dass ganz Österreich sich seit 1900 bisher um 3,1 Grad erwärmt hat. Auch in Bayern und der Schweiz werden ähnliche Zahlen gemeldet, es dürfte also auch auf Südtirol übertragbar sein. Global hat sich das Klima nur um 1,4 Grad erwärmt, da sich Landmassen stärker erwärmen im Vergleich zu Ozeanen. Da Österreich und die Alpen geografisch in der Mitte eines Kontinents liegen, ist die Erwärmung höher.
„Damit wir bis 2040 klimaneutral werden, braucht es deshalb massive Investitionen von 6 bis 11 Milliarden Euro.“
Mit welchen Auswirkungen?
Die Auswirkungen sind sehr unterschiedlich. Da die erhöhte Temperatur mehr Luftfeuchtigkeit halten kann, haben wir mehr Starkniederschläge, welche Murenabgänge und Hochwasser verursachen können. Die hohen Temperaturen führen aber auch zu mehr Trockenperioden. Durch den Gletscherschwund verändert sich auch der Wasserhaushalt, was vor allem in den Sommermonaten zu niedrigen Wasserständen in den Flüssen und in alpinen Gebieten zu Wasserknappheit führen könnte. Die steigende Temperatur verändert auch die geschlossene Schneedecke, was den Skitourismus beeinträchtigt. Die technische Schneeerzeugung wird sich deshalb in manchen Gebieten nicht mehr rentieren.
Die Klimakrise ist eng mit…
Die Klimakrise ist eng mit physikalischen Gesetzmäßigkeiten verbunden.
„Die Physik kann nur mit messbaren Kräften rechnen und so das Universum erklären, die ur-menschlichen Kräfte, wie Liebe, Gier, Hass und Hoffnung, sind ihr naturgemäß fremd.“ Ille Gebeshuber Physikerin
Klimakrise = Menschheitskrise
Auch während des 2…
Auch während des 2. Weltkrieges, hat die Erwärmung wegen dem vefeuerten Sprengstoff zu genommen!
Die gegenwärtige Architektur „mit der Über-Betonung von BETON + GLAS, befeuert die Erwärmung + die deswegen notwendige ENERGIE-fressende KLIMATISIERUNG!“
Italienische und Südtiroler…
Italienische und Südtiroler Städte sind sehr wenig begrünt. Mit intelligenter Begründung könnte man das Stadtklima deutlich verbessern.
Ein weiteres Mittel gegen die zehntausenden Hitzetoten wäre es, Krankenhäuser und Pflegeheime mit funktionierenden Klimaanlagen auszustatten. Alte, kranke Menschen haben nicht mehr die Körperregulation eines gesunden, jungen Menschen.
Im betrieblichen Setting können sogenannte Hitzeschutzpläne Sinn machen. Besonders gefährdet sind Berufe, die in Außenbereichen arbeiten. Hitzeschutzpläne sehen die Identifikation von gefährlichen Hitzeperioden und eine stufenweise Einleitung von Maßnahmen wie Abschattung, regelmäßiges Trinken von elektrolythaltigen Flüssigkeiten, Verlegung der Arbeitszeiten, Schaffung von Kühlmöglichkeiten, Akklimatisierung und im Extremfall evt hitzefrei vor.
Es gäbe so viele Dinge die man abseits von politischem Geplänkel und Gestreite über CO2 und Klimawandel konkret für die Menschen umsetzen könnte.