SALTO: Herr Noggler, über das Raumordnungsgesetz von 2018 wurde schon viel Kritik geäußert – von Schnellschuss, über nicht durchdacht, bis hin zu reiner Wahlpropaganda. Als „kommunistisch“ wurde es allerdings noch nie bezeichnet. Wie kommen Sie zu dieser Einschätzung – immerhin haben Sie selbst maßgeblich daran mitgearbeitet?
Sepp Noggler: Das Gesetz basiert im Wesentlichen auf Vorlagen aus St. Gallen und Vorarlberg. Schon damals war für uns ersichtlich, in welche Richtung es geht. Ich war von Anfang an skeptisch – vor allem wegen der Auswirkungen auf den ländlichen Raum. Ich habe damals über 200 Änderungsanträge eingebracht, von denen einige auch übernommen wurden. Grundsätzlich hätte ich mir gewünscht, dass wir uns – wie in der Schweiz oder in Vorarlberg – mehr Zeit für die Ausarbeitung nehmen.
„Das Hauptproblem liegt in der Trennung zwischen Stadt und Land.“
Das Hauptproblem liegt in der Trennung zwischen Stadt und Land. Frei nach dem Motto: Innen flexibel, außen penibel. In den Städten und urbanen Zentren haben die Gemeinden relativ große Gestaltungsspielräume. Im ländlichen Raum hingegen gilt alles, was nicht als Siedlungsgebiet ausgewiesen ist, als sogenanntes „landwirtschaftliches Grün“ – ein rein technischer Begriff, der oft missverstanden wird. Es geht dabei nicht um grüne Wiesen, sondern um ganze Dörfer und Fraktionen.
Meiner Meinung nach versucht…
Meiner Meinung nach versucht Herr Nogler einmal mehr, die Südtiroler zum Narren zu halten.
Heute ist es der sogenannte „Stadel-Paragraf“, damit die armen Bauern ihre alte Werkstatt in eine Wohnung umbauen können.
Morgen kommt dann vielleicht doch keine 100%ige Konventionierung, oder sie gilt für alle, nur nicht für die armen Bauern.
Übermorgen werden ganze Stadl auf "Urlaub auf dem Bauernhof' umfunktioniert. Der Bettenstopp gilt für Bauern sowieso nicht.
Am Tag darauf wird dann ein neuer Stadel gebaut, schließlich ist der alte ja mittlerweile vollständig dem Tourismus gewidmet.
Und das Spiel beginnt von vorne.
Aber Herr Nogler hat recht:…
Aber Herr Nogler hat recht: Wir sollen in Südtirol keinen Kommunismus betreiben. Deshalb schaffen wir bitte gleich alle Subventionen für die Bauern ab. Wenn die ländliche Bevölkerung die „zweite Klasse“ ist, warum sollte dann die „erste Klasse“ der „zweiten Klasse“ Maschinen, Treibstoff, Bauarbeiten, Unwetterschäden und alles andere subventionieren?
Die gesamten Subventionen für die Landwirtschaft sind „Kommunismus“. Wenn Herr Nogler also kohärent sein möchte, soll er bitte am Montag einen Änderungsantrag einreichen, um alle landwirtschaftlichen Subventionen abzuschaffen. Andernfalls ist er meiner Meinung nach ein Heuchler.
Dieser Herr Nogler scheint…
Dieser Herr Nogler scheint ein schlimmer Finger zu sein. Bitte erzählen Sie uns mehr von ihm und den armen Bauern. Die Menschen sollten umbedingt gewarnt werden vor diesem Nogler.
Contra,herrlich realisiert…
Contra,herrlich realisiert!Pafeiler,die Warnung ist präsent! Sepp du " haaaale Batrie ok! Hat in einem laufenden Jahr über 18000 Euro SVP Fahrtspesen abkassiert,dieser Mann,schon vergessen??? SCHAM DI,OLM NOU!
Der Noggler schwimmt wie der…
Der Noggler schwimmt wie der bekannte Flaschen-Verschluss, ganz un-bekümmert + reichlich tumm-dreist für seine Vintschger-Wählergruppe im Landtag.
"Das Gesetz von 2018 sah vor…
„Das Gesetz von 2018 sah vor, dass die Gemeinden innerhalb von zwei Jahren ihr Gemeindeentwicklungsprogramm erstellen.“
Also soll ein Gesetz geändert werden, weil die Gemeinden nicht im Stande, oder nicht gewillt sind, das bestehende Gesetz anzuwenden. Gäbe es da nicht andere Möglichkeiten diese säumigen Gemeinden zu Handeln zu zwingen? Dann hätte auch der Weiler im Vinschger Dorf kein Problem mehr.