SALTO: Herr Pichler, für den deutschen Markt scheint es einen doppelten Filmtitel zu brauchen: „Gefährliche Nähe“ beschreibt den Film gut, „Wenn Bären töten“ weniger, auch wenn es zentral um den Fall Papi geht...
Andreas Pichler: Ja, das war ein Wunsch der deutschen Fernsehsender, die relativ stark beteiligt waren am Filmprojekt. Der italienische Kinotitel ist einfach „Pericolosamente vicini“.
Sie haben eine umfassende Analyse gewagt, in der Sie das System, mit Bären und gefühlt allen Menschen, die direkt oder indirekt dran hängen, abdecken. War das Ihre Absicht oder hatte Sie mehr eine spezielle Perspektive interessiert und es hat sich das Spektrum ergeben?
Ich glaube, dass ich meistens Systemanalysen mache bei meinen Filmen. Auch wenn es in diesem Fall natürlich eine konkrete Geschichte gibt. Mich interessiert es, soziale Prozesse in ihrer Komplexität zu analysieren, zu beschreiben, und am Ende auch zu erzählen. Insofern war es schon klar, dass es in die Richtung gehen würde, dass wir das ganze Phänomen, oder wie Sie sagen, das ganze System analysieren.
Wo sind Sie gestartet?
Ganz zu Beginn waren für mich die Förster, die Ranger, besonders wichtig. Es gab auch die Idee, vielleicht den Film primär aus ihrer Sicht zu erzählen. Ich habe ja schon vor dem Fall Papi mit der Arbeit am Film begonnen. Durch den Tod von Andrea Papi und die Eskalation der Situation hat sich der Film von allein ausgefächert.
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Ein hervorragend geführtes und gehaltvolles Gespräch, Dank an M. Denzer und Andi Pichler!
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Kompliment an Andreas Pichler der neugierig hinter die Kulissen blickt und ausgewogen an ein Thema rangiert.