Kirchenaustritt
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Vorab: Es gibt keinen Gott,
Vorab: Es gibt keinen Gott, es gibt keine Götter!
Die großen Religionsgemeinschaften stehen vor einem gewaltigen Umbruch. In naturwissenschaftlich gebildeten Gesellschaften sind religiöse Mythen nicht mehr vermittelbar.
Die Zeit der Unterdrückung ganzer Gesellschaften durch Religionen neigt sich dem Ende zu.
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft
http://www.monopole.de
Antwort auf Vorab: Es gibt keinen Gott, von Joachim Datko
Atheistische oder agnostische
Atheistische oder agnostische persönliche Einstellungen sind selbstverständlich legitim, eine Zuspitzung im Sinne von „In naturwissenschaftlich gebildeten Gesellschaften sind religiöse Mythen nicht mehr vermittelbar“ halte ich aber doch für weit hergeholt. Unzählige Aspekte der Naturwissenschaften gehen einwandfrei mit einem religiösen Glauben einher - sofern man nicht der Vereinfachung nachgibt, den religiösen Glauben mit der *wörtlichen* Exegese von über 2000 Jahren alten Texten zu verwechseln.
Die Unterdrückung ganzer Gesellschaften durch Religionen ist - zwar nicht bei uns, und ich glaube auch nicht in den christlichen Religionen im Allgemeinen - immer wieder am aufflammen. Von einem „dem Ende zuneigen“ kann man noch nicht sprechen. Ein aktueller Blick in den Nahen Osten spricht Bände.
Antwort auf Vorab: Es gibt keinen Gott, von Joachim Datko
Da kann ich nur lachen! Nimmt
Da kann ich nur lachen! Nimmt den heute keiner war das was gestern Gott war heute die „Wissenschaft“ ist? Der Unterschied zwischen wissen und glauben ist nicht so deutlich wie es uns oft scheinen mag... denkt mal darüber nach.
Antwort auf Da kann ich nur lachen! Nimmt von Mensch Ärgerdi…
Die Gottesvorstellung der
Die Gottesvorstellung der abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam ist aus der vorwissenschaftlichen Zeit, als man nicht erklärbare Phänomene Geistern und Göttern zuordnete.
Wenn z.B. heute eine Epidemie auszubrechen droht, ruft man nach der Wissenschaft und bereitet die moderne Medizintechnik vor. Wir sind uns sicher, dass es eine natürliche Ursache gibt, Priester mit irrationalen Vorstellungen sind nicht gefragt. Früher hätten Priester einen Hokuspokus veranstaltet und nach dem Abklingen der Epidemie ihrem „Gott“ gedankt. Bei uns in Deutschland gibt es nur noch wenige junge Menschen die Priester werden wollen, dies ist der naturwissenschaftlichen Bildung zu verdanken.
Antwort auf Die Gottesvorstellung der von Joachim Datko
@Joachim: Wie gesagt, "Die
@Joachim: Wie gesagt, „Die Gottesvorstellung der abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam ist aus der vorwissenschaftlichen Zeit, als man nicht erklärbare Phänomene Geistern und Göttern zuordnete. “ ist nur dann ein Problem, wenn man den religiösen Glauben ganz platt mit einer unreflektierten Exegese der Schriften gleichstellt. Ansonsten vertragen sich Glauben und Naturwissenschaft für viele sehr friedlich - und es wäre doch langweilig wenn alle die gleiche Meinung hätten.
Übrigens ist auch die These, „die naturwissenschaftliche Bildung“ würde die Menschen davon abhalten, Priester zu werden, doch etwas spitz. Gründe, warum man Priester werden möchte (oder nicht) gibt es zuhauf, die „naturwissenschaftliche Bildung“ ist nur dann eine kausale Ursache für den Priestermangel, wenn man statt eher Schamane als Priester sein möchte. Ich empfehle mal nachdenken welcher Beruf Priester eigentlich ist, und welche Kompromisse man eingehen muss, um diesen Beruf zu leben. Das erklärt für mich viel besser, wieso nur noch wenige junge Menschen diese Bürde auf sich nehmen.
Antwort auf Da kann ich nur lachen! Nimmt von Mensch Ärgerdi…
Da brauche ich nicht lange
Da brauche ich nicht lange nachdenken, MenschÄrgereDichNicht. Es ist selbstverständlich so, wie du sagst. Den Satz „In naturwissenschaftlich gebildeten Gesellschaften sind religiöse Mythen nicht mehr vermittelbar“ macht es deswegen aber kein bisschen richtiger.
Vor über zehn Jahren wollte
Vor über zehn Jahren wollte ich austreten, ich denke mittels eines Formulars der UAAR, die an meine Taufpfarrei geschickt wurde. Die Briefantwort muss ich noch irgendwo haben. Neben den üblichen Verweisen auf die „Folgen“ meines Austrittes wurde ausserdem verlangt, ich sollte in Begleitung zweier Zeugen zum Pfarrer gehen (die Nummer meines Ausweises genügte wohl nicht), um den Austritt geltend zu machen.
Ich denke nächstens den Austritt nochmals persönlich anzufordern. Vielleicht nehme ich zwei Zeugen Jehovas mit. Nur so zum Spass.
Religion und Wissen
Religion und Wissen
Sicherlich ist es den Religionen zu verdanken, dass der Mensch sich aus dem Barbarentum hin zu einer relativen, zwischenmenschlichen Toleranz erhoben hat. Jedoch wurden diese Religionen, je mehr sie sich institutionalisierten, zu einer konservativen Gedankenwelt, in der nur die Anpassung ihre Existenzberechtigung hat. Sie wurden zu einem dogmatischen Gebäude, mit relativ wenig Platz für Andersdenkende.
Die Menschheit hat viele Philosophen hervorgebracht, und viel Wissen wurde in Gebieten der materiellen Wissenschaften, wie Chemie, Biologie, Physik, gesammelt. Sei es aus ideologischen oder politischen Motiven heraus, dieses Wissen wurde kaum auf die geistige Natur des Menschen angewandt. Diejenigen, die es versuchten, wurden verfolgt und vernichtet, wie wir es in der Inquisition erlebt haben. Wissen darüber wurde für politische Ziele, Kontrolle und Propaganda eingesetzt.
Vor beinahe 12.000 Jahren entstand in Indien ein enormer Reichtum an Wissen und Weisheit. Da dieses Wissen Wort für Wort, von Generation zu Generation weitergegeben wurde, kann der Zeitpunkt der Entstehung nur annähernd bestimmt werden. Es handelt sich hierbei um die Veden, was wortgetreu soviel wie Erkenntnis oder Wissen bedeutet. Der Mensch als vollständige Einheit wurde mit einem Streitwagen verglichen, bei dem Wagen und Pferde den Körper symbolisieren, die Zügel den Verstand und der Wagenlenker das Wesen selbst. Sie weisen auf einen religiösen Weg hin, auf dem der Mensch zuversichtlich höhere Stufen des Seins erreichen kann. In den Veden findet man den Glauben, dass der Mensch im Grunde ein geistiges Wesen ist, ein Leben nach dem anderen lebt und dabei von Körper zu Körper geht.
Die historische Wissenschaft steht vor dem Problem, dass Glaubensfanatiker der Vergangenheit bedenkenlos historische Zeugnisse vernichtet und gezielt verfälscht haben und ihre Meinungsgegner mit kriegerischen Mitteln bekämpften. Der aus diesem Kampf hervorgegangene Sieger verkündete dann seine Anschauung als die allein gültige Wahrheit.
Wenn so massiv versucht wird, dem Menschen seine „geistige Herkunft“ auszureden,dann frage ich mich,- lässt das nicht auf eine Interessengruppe schließen, die ihrerseits vom Gegenteil überzeugt ist und einen Nutzen damit verbindet? Unterdrückung,Kontrolle?
Wem nützt es, dass das Bewusstsein des Menschen auf das einer geistigen Eintagsfliege heruntergeschraubt wird?
Es ist kaum möglich,dass sich tausende von Philosophen/Wissenschaftler und
Mathematiker alle miteinander geirrt haben.Sie alle suchten nach einem Weg,das Individuum und die Gesellschaft zu retten.
Der heutige Mensch ist zum Konsumenten seiner eigenen Produkte degradiert, überwältigt von seinen eigenen Erfindungen, in ständiger Angst, dass ihm diese Erfindungen eines Tages über den Kopf wachsen. Das alte Herrscherprinzip „Brot und Spiele“, moderner ausgedrückt könnte man sagen „Geld und Ablenkung“, hält ihn weiterhin in Schach. Seine Weltanschauung ist größtenteils von den Medien geprägt. Die materiellen Sinne sind überreizt und die geistigen verkrüppelt.
Antwort auf Religion und Wissen von Lupo Cattivo
Immer mehr Menschen sind
Immer mehr Menschen sind geistig interessiert und für die Religionen verloren!
Zitat: „Das alte Herrscherprinzip “Brot und Spiele„, moderner ausgedrückt könnte man sagen “Geld und Ablenkung„, hält ihn weiterhin in Schach. Seine Weltanschauung ist größtenteils von den Medien geprägt. Die materiellen Sinne sind überreizt und die geistigen verkrüppelt. “
Nehmen wir wieder die Religionen. Es sind bei uns immer weniger Menschen bereit, ein irrationales Weltbild zu akzeptieren. In den Schulen stehen die Naturwissenschaften im Mittelpunkt, es geht um Argumente und nicht um Glaubensinhalte. Religionen versuchen den Menschen mystische Geschichten ins Gehirn zu setzen, deren skurriler Inhalt als das Gelbe vom Ei hingestellt wird.
Mystische Geschichten erreichen die Menschen in einer naturwissenschaftlich orientierten Welt nicht.
Ich würde auch der
Ich würde auch der lutherischen Kirche die 8 Promille nicht geben, die wird meines Wissens über Deutschland durch die hohe Kirchensteuer finanziert. Außerdem ist die lutheranische Erziehung auch sexualfeindlich und ambivalent, oft mehr als die katholische, denn da ist wenigstens irgendwann jedem denkenden Menschen transparent, was ein Dogma ist. Ich würde damit beginnen, von Kirchen jeder Art Immobilien- und Einkommensteuer zu verlangen und nicht noch 8 Promille spenden.