SALTO: Herr Professor Fischer, an der Universität Bozen halten Sie gerade eine Vorlesung zum Thema „Nahrungsversorgungssysteme heute und morgen“, in Kürze wird dazu Ihr neues Buch erscheinen. Wo sehen Sie speziell für die regionale Lebensmittelproduktion Chancen? Wo liegen die Herausforderungen?
Christian Fischer: Das Thema Regionalität in der Lebensmittelproduktion ist ein sehr umfassendes, das in einem größeren Kontext gesehen werden muss. Viele Regionen sind nämlich nicht in der Lage, sich mit einer vielfältigen Auswahl an Produkten über das ganze Jahr hinweg selbst zu versorgen. Theoretisch wäre es zum Beispiel mit einer Glashausproduktion zwar möglich, ganzjährig Gemüse zu produzieren, diese Art der Produktion wäre dann allerdings eventuell sehr teuer. Setzt man also rein auf die regionale Karte, dann kann es unter Umständen zu Problemen in der Grundversorgung kommen.
Regionale Versorgung muss also nicht das vorrangige Ziel sein?
Natürlich soll man auch regionale Lebensmittelinitiativen fördern. Sie sind gut und wichtig, weil sie das Angebot für die lokale Bevölkerung erhöhen. Deshalb sind derartige Initiativen nur zu begrüßen. Aber wenn man sich von der internationalen Produktion abkoppelt, tut man letztendlich der eigenen Bevölkerung nichts Gutes. Die Basis bzw. der Grundpfeilers für eine gesunde Ernährung ist eine vielfältige, bunte Palette an verschiedenen Grundnahrungsmitteln. Und ich wiederhole: Die wenigsten Regionen können alle Nahrungsmittel ganzjährig selbst produzieren. Deshalb ist ein überregionaler und internationaler Austausch notwendig, um sich beispielsweise auch im Winter mit Obst und Gemüse versorgen zu können.
Selten so einen…
Selten so einen überzeugenden, fachlich und ausgewogen fundierten Beitrag gelesen.
Danke, Salto.
Ich muss die aussagen von…
Ich muss die aussagen von herrn fischer einwenig ins lot setzen, denn sie sind teiweise zu einach dargestellt und teiweise pauschal abwertend, bzw gesunde ernährung mit fleischkonsum überbewertend. Der reie nach: die sache mitem kg fleisch wo die kuh 11.000 liter täglich tringen müsste. Diese aussage kann fischer nicht mit zitaten belegen. Das kg fleisch hat als fußabruck sehe wohl eone mäbge wasserverbrauch bei der kuh selber, aber alles was die kuh frisst bestegt zum großteol aus wasser bzw wächst nur mit wasserzufuhr. Zweiter punkt: überbewertung von gesunder ernährung inbegruffen relativ viel fleisch: ich ernähre mich seit 10 jahren großteils vegan, habe keine ernährungsbedingten beschweden ( 80 jahe) und habe als folge meiner jetzigen ernährundweose einige aufgrund früheher mit fleisch u milchprodukten voll gespickten ernährund einige erworbene schäden ( z.b.) bluthochdruck schnell beheben können. Ich sehe in herrn fischer zum xten mal einen lobbyisten der tierhaltung (kühe, schweine) und einen schwammigen berteidigervon maßnamen zur bewälrigung bzw abwendung der unumkehrbaren klimakatastrohe. Ich hoffe, dass es an der uni bozen auch einen ausgleich an wissensvermittlung und forschung bezüglich klina gibt
... ob "die bestimmten…
... ob „die bestimmten Mengen“ gerade dann „gewachsen sind, wenn sie der Konsument essen möchte,“ ist bedingt auch nur bei den mit (auch nachlassenden) Meeresströmungen begünstigten Küstengebieten möglich.
Das heurige Frühjahr mit dem zu warmen März, der die Vegetation geweckt hat + dem zu kühlen April + Mai, bei dem die meisten Nutzpflanzen nur dahin vegetiert haben, wenn nicht die Samen statt zu keimen, im Boden verfault sind, „ist ein Lehrbeispiel dass der Anbau + Bedarf in KÜSTEN-fernen Gebieten sehr schwierig abzustimmen sind!“