Wir können nicht ohne Stereotypen und Vorurteile überleben. Sie bewahren uns davor, jede Erfahrung auf’s Neue machen zu müssen. (Es ist nichts weiter als ein Vorurteil, dass eine rot glühende Herdplatte auch heiß sein muss und ich mir daran die Finger verbrenne.) Wir müssen generalisieren um die Welt in ihrer Komplexität auch nur annähernd beschreiben, erklären und begreifen zu können. Dennoch müssen wir uns stets vergegenwärtigen, dass Stereotype und Vorurteile Reduzierungen sind, die wir ständig mit der Realität abgleichen müssen.
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Harald, man versteht nicht unbedingt, auf was Du genau anspielst. Die Parteipolitik - wie in Olivers Interpretation - wird es allein nicht sein. Ich schätze einmal, auch die Salto-Community darf sich angesprochen fühlen.
ich meine sowohl den parteipolitischen als auch den zivilgesellschaftlichen und vor allem den medialen diskurs. wenngleich wir nicht ohne stereotypisierung auskommen können, so bedarf es vor allem bei (gesellschafts)politischen themen der differenzierung, eines methodenmix aus induktion und deduktion. gleichzeitig müssen dererart gewonnene erkenntnisse ständig reflektiert werden - und gegebenenfalls müssen „erkenntnisse“ über bord geworfen werden; sprich man kann, soll und muss seine meinung auch ändern dürfen, wenn neue überzeugende argumente vorgebracht werden. und genau das vermisse ich. in südtirol gibt es einen nahezu dogmatischen „meinungskatalog“, der gebetsmühlenartig bedient werden muss und anhand dessen man kategorisiert wird.
das ist mir auch aufgefallen. Zwei Sätze sind äußerst selten, hier und auf anderen Foren: 1: „ich habe mich geirrt“ und 2: „Du hast mich überzeugt“. Warum wohl?
Die hier beschriebene Methode der Vorurteile wird in der Wissenschaftstheorie Induktion genannt. Man lernt aus dem Vorfall, pure Empirie.
Es braucht aber ein kreatives Modell, das den empirischen Bedingungen stand haelt um zu neuen Erkenntnissen zu gelangen: eine Deduktion neuer Eigenschaften aus dem Modell heraus.
So unterscheidet sich wohl das Vorurteil von der Sozialforschung.
Harald, man versteht nicht
Harald, man versteht nicht unbedingt, auf was Du genau anspielst. Die Parteipolitik - wie in Olivers Interpretation - wird es allein nicht sein. Ich schätze einmal, auch die Salto-Community darf sich angesprochen fühlen.
Antwort auf Harald, man versteht nicht von Benno Kusstatscher
ich meine sowohl den
ich meine sowohl den parteipolitischen als auch den zivilgesellschaftlichen und vor allem den medialen diskurs. wenngleich wir nicht ohne stereotypisierung auskommen können, so bedarf es vor allem bei (gesellschafts)politischen themen der differenzierung, eines methodenmix aus induktion und deduktion. gleichzeitig müssen dererart gewonnene erkenntnisse ständig reflektiert werden - und gegebenenfalls müssen „erkenntnisse“ über bord geworfen werden; sprich man kann, soll und muss seine meinung auch ändern dürfen, wenn neue überzeugende argumente vorgebracht werden. und genau das vermisse ich. in südtirol gibt es einen nahezu dogmatischen „meinungskatalog“, der gebetsmühlenartig bedient werden muss und anhand dessen man kategorisiert wird.
Antwort auf Harald, man versteht nicht von Benno Kusstatscher
das ist mir auch aufgefallen.
das ist mir auch aufgefallen. Zwei Sätze sind äußerst selten, hier und auf anderen Foren: 1: „ich habe mich geirrt“ und 2: „Du hast mich überzeugt“. Warum wohl?
Die hier beschriebene Methode
Die hier beschriebene Methode der Vorurteile wird in der Wissenschaftstheorie Induktion genannt. Man lernt aus dem Vorfall, pure Empirie.
Es braucht aber ein kreatives Modell, das den empirischen Bedingungen stand haelt um zu neuen Erkenntnissen zu gelangen: eine Deduktion neuer Eigenschaften aus dem Modell heraus.
So unterscheidet sich wohl das Vorurteil von der Sozialforschung.