Nachhaltigkeitsfest
Die „Sustainability Days 2022“, die das Land Anfang September veranstaltet, stehen derzeit in der Kritik – nicht wegen des Inhalts, sondern der Kosten von 2,4 Mio. Euro.

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Martin Sitzmann Di., 31.05.2022 - 18:18

Naja, die Speakers-Liste auf der eigens kreierten Webseite lässt nicht unbedingt auf ganz konkrete Lösungsvorschläge hoffen... aber lassen wir uns positiv überraschen.
Ich frage mich, wie die Jugend eingebunden werden soll, wenn die Nachhaltigkeitstage ausgerechnet in der 1. Schulwoche stattfinden. Aber vielleicht fängt für die Politik Jugend erst mit dem Wahlalter an.

Di., 31.05.2022 - 18:18 Permalink
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Gianguido Piani Di., 31.05.2022 - 18:55

Alla fine del 2021 a Glasgow si sono incontrati rappresentanti dei governi di tutto il mondo, con potere decisionale. Un mega-evento durante il quale hanno discusso, stabilito obiettivi, si sono impegnati - e finora non e‚ successo nulla. Come dopo l’accordo di Parigi del 2015, ad esempio. Ricordiamo che il riscaldamento globale e‘ in agenda dal 1992, anno dell’Earth’s Day a Rio de Janeiro. Non stiamo scoprendo nulla di nuovo.
Ai Sustainability Days sarei curioso di seguire una presentazione del tipo „Modal Shift from Bikes to Cars - The Effects of Failed Transport Policies from Parking Place Availability to Blocked Pedestrian and Cycle Paths in the City of Bolzano“.
In urbanistica alcune ricette sono semplici, ovvie e conosciute da decenni, in particolare il rinverdimento e la „citta' dei 15 minuti“. Se non li prendiamo come riferimento e non agiamo di conseguenza possiamo lasciamo perdere il resto.

Di., 31.05.2022 - 18:55 Permalink
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Dietmar Nußbau… Di., 31.05.2022 - 22:12

Dass Nachhaltigkeit und Klimawandel in den Fokus rücken ist lobenswert. Der Chemiker Svante Arrhenius hat bereits um die Jahrhundertwende (1900, nicht 2000!!!) den Klimawandel vorausgesagt. Um 1970 hat der Club of Rome mehr oder weniger genau vorausgesagt, was nun eintrifft (Klimawandel, Umweltverschmutzung, Seuchen, etc.). Seitdem haben pausenlos Forscher an die Politik appelliert, ein Umdenken zu starten. Passiert ist nicht allzuviel (da gewisse Parteien nicht unabhängig von der Wirtschaft sind, ich rede da nicht von Südtirol, es gibt ja noch außerhalb der Provinz etwas). Und jetzt sollen plötzlich über 2 Millionen alles verbessern? Das kann ich leider nicht glauben. Da müsste sich das gesamte Wirtschaftssystem ändern. Den Großaktionären scheint der Klimawandel, mit Verlaub, am A... vorbeizugehen. Bei der Landwirtschaft z.B. müsste der Handel nachhaltige Produktion und Tierwohl besser bezahlen, das will er aber nicht (und da meine ich nicht den Dorfladen). Also werden über 2 Millionen auch nicht viel erreichen. Das verdienen Top CEOs in weniger als einem Monat.

Di., 31.05.2022 - 22:12 Permalink
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Klemens Riegler Di., 31.05.2022 - 23:40

Schwieriges Thema ... 2,4 Millionen sind für normale Menschen eine große Summe - jenseits von vorstellbarem. Aber es sind nicht mehr als 24 x 100.000€ oder gar nur 12 Mal soviel wie gewisse Primare, Spitzenbeamte, Amtstierärzte oder Politiker im Jahr verdienen.
Aber JA, auch mir ist das Budget etwas zu hoch angesetzt. Honorare für Nachhaltigkeits-Referentenstars von 50.000€ bis 80.000€ steigen mir dann doch zu Kopf.
Oder anders herum: mit 70.000€ könnte mancher Verein oder Verband, der sich für Nachhaltigkeit einsetzt oder wichtige Aufklärung betreibt, eine Person fix anstellen und ein Jahr lang bezahlen. Mit 2 Millionen Euro ließe sich sicherlich viel im Sinne des Nachhaltigkeitsgedanken tun.
Ich würde sogar so weit gehen (wenn wir uns das eh leisten können): Jene Summe die für ein solches Event ausgegeben wird muss in gleicher Höhe noch einmal ausgegeben werden: Und zwar für definitive und nachvollziehbare Initiativen oder Aktionen für Klimaschutz, Regionalität, Tierwohl, Artenvielfalt, Gewässerschutz, Naturschutz, Lebensraum, Bio-Lebensmittel, Ressourcenschonung, CO2-Reduktion ... oder nennt man das alles „Nachhaltigkeit“?
Oder noch was, ... zumal das ja jährlich stattfinden dürfte: Alljährlich muss zeitgleich eine konkrete Maßnahme im Sinne der Nachhaltigkeit umgesetzt werden. Möglichst als Europäisches Beispiel und entsprechender „Werbewirkung“. Warum sollte Südtirol nicht endlich auch diesbezüglich „der Nabel der Welt“ sein. Wir sind ja sonst auch überall die Bestigsten & Schlauesten überhaupt.

Di., 31.05.2022 - 23:40 Permalink
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Salto User
Josef Fulterer Mi., 01.06.2022 - 05:59

Antwort auf von Klemens Riegler

Bitte keine weitere neue bürokratische Einrichtung. Dazu braucht es heutzutag einen CEO oder mindestens einen selbstververstänlich fachkundigen Leiter, der mindestens einige Mitarbeiter braucht um die Bedeutung der Aufgabe zu unterstreichen. Die Damen und Herren brauchen natürlich angemessene Büros, die anscheinend leichter zu finden sind, wie eine bezahlbare Wohnung.
Im besten Fall macht sich die Truppe unverzüglich an die Arbeit, die darin besteht, dass man auf Grund bestehender Gesetzte nicht so leicht an das Problem herankommt, wofür man gegründet wurde. Dafür bräuchte es die Änderung der Gesetzte und da treten wieder die Politiker in Aktion, die es fertig bringen in „jahrelanger politischer Kleinarbeit“ ein Gesetz zusammen zu schustern, das man mit einem Referendum wieder abschaffen möchte.
Übrigends!, die die längst bekannten Ursachen der Klimaerwärmung, werden durch das „b l a h - b l a h über die Nachhaltigkeit von Sünd-teuren Referneten“ nicht beseitigt. Dazu braucht klare Regeln / Gesetze, „die nicht mit den mühsam in jahrelanger Kleinarbeit erkämpften 1.000 Ausnahmen der mächtigen Verbände,“ von allen Bürger einzuhalten sind.

Mi., 01.06.2022 - 05:59 Permalink
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Profil für Benutzer rotaderga
rotaderga Mi., 01.06.2022 - 09:12

Antwort auf von Josef Fulterer

Völlig einverstanden, Herr Fulterer! Nachhaltig bleiben zukünftig die Kosten der Löhne für Klaus Egger und Mitarbeiter, die Büro- und Verwaltungskosten. ( Klaus Egger war schon Obmann Stellvertreter beim Südtiroler Imkerbund, aktuelle Position scheint nachhaltiger -ena-)

Mi., 01.06.2022 - 09:12 Permalink
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Profil für Benutzer Walter Niedermair
Walter Niedermair Mi., 01.06.2022 - 06:57

Mir würden konkrete Maßnahmen besser gefallen wie z.B. alle Landhäuser mit Photovoltaik und Solarthermie auszustatten. Das ist meiner Meinung nach weit nachhaltiger als ein weiteres event. Taten statt Worte, denn Worte haben wir schon viele gehört.

Mi., 01.06.2022 - 06:57 Permalink
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Salto User
Manfred Gasser Mi., 01.06.2022 - 09:15

Antwort auf von Walter Niedermair

Genau meine Meinung.
An Stelle von jahrelangen „Nachhaltigkeitsdiskussionen“ bräuchte es schon seit langem „Nachhaltigkeitsmaßnahmen“, wie auch weiter oben von Klemens geschrieben.
Denn wenn, laut LH, diese 2,5 Millionen fürs „reden“ gut investiert sind, dann wünsche ich mir mindestens die gleiche Summe fürs „machen“.
Denn bei mir zu Hause reicht es auch nicht über eine Wärmepumpe zu „reden“, da sollte ich auch „machen“, oder Herr LH?

Mi., 01.06.2022 - 09:15 Permalink
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Profil für Benutzer Massimo Mollica
Massimo Mollica Mi., 01.06.2022 - 11:44

„Diese Ausgaben bleiben in unserem Land“ Economia, questa sconosciuta.
Detto questo mi chiedo come eravata da bambini, se avevate ideali e sognavate un mondo migliore senza confini.

Mi., 01.06.2022 - 11:44 Permalink
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Profil für Benutzer Markus Lobis
Markus Lobis Mi., 01.06.2022 - 12:04

Über Nachhaltigkeit wurde genug geredet. Jetzt ist Handeln angesagt - und zwar unverzüglich! Auch 100.000 Euro wären zu viel für ein überflüssiges Blabla.

Es gibt ausreichend Expertise zu diesem Thema in Südtirol und die Handlungsvorschläge liegen auf dem Tisch. Der Beweis ist das vor kurzem erschienene Buch „Klimaland Südtirol?“, in dem alle Handlungsfelder aufgezeigt und konkrete Maßnahmen in allen relevanten Bereichen vorgeschlagen werden.

Ich hatte Gelegenheit, das Buch an den Landeshauptmann zu übergeben und so ist zumindest sichergestellt, dass er von dessen Existenz weiß.

Bezeichnenderweise scheint im bisher erkennbaren Programm außer Prof. Kaser im „CHAIR“ mit der Rolle der „QUALITY ASSURANCE“ kein Südtirol-Bezug auf und es würde mich interessieren, ob der Dachverband für Natur- und Umweltschutz, der Landesverband für Heimatpflege, der AVS, die Fridays-for-Future-Bewegung in Südtirol oder andere Organisationen in Hinblick auf das Nachhaltigkeitsspektakel schon einmal kontaktiert wurden.

Auf alle Fälle ist eine Glitzer- und Blubbershow mit Mario Draghi & Co. so ziemlich das letzte, was wir aktuell wirklich brauchen.

Mi., 01.06.2022 - 12:04 Permalink
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Profil für Benutzer Klemens Riegler
Klemens Riegler Do., 02.06.2022 - 22:42

Antwort auf von Markus Lobis

Verbände, Organisationen und Vereine wurden sehr wohl eingeladen ... und zwar beim Event mitzumachen. Aber diese fühlen sich etwas in der Alibi-Position und scheinen nicht grad großes Interesse daran zu haben. Viele dieser Aktivisten (im positiven Sinn) bräuchten eine Minifinanzierung um überhaupt halbwegs seriös arbeiten zu können und vernünftige Projekte zu erstellen. Da wären eben 100.000€ besser - sorry, nachhaltiger - eingesetzt als für ein Referenten-Star-Honorar für 2 Stunden Bli Bla Trallala.

Do., 02.06.2022 - 22:42 Permalink
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Profil für Benutzer Johann Georg Bernhart
Johann Georg B… Mi., 01.06.2022 - 12:45

Der Landeshauptmann versucht wie so oft die Bürger zu täuschen und zu Bevormunden ,normale Bürger unterstützen die Landwirtschaft und die Umwelt,
das Land karrt die Lebensmittel für Krankenhäuser und öffenliche Einrichtungen von weit her. Bei der Energiepolitik hatt unser Land total versagt und die Bürger müssen den überteuerten Strom bezahlen, es wird so weitergehen, die Landesverwaltung ist nicht bemüht die Bürger zu unterstützen.
Mafia im Land spricht deutsch.

Mi., 01.06.2022 - 12:45 Permalink
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Josef Fulterer Do., 02.06.2022 - 05:48

Antwort auf von Johann Georg B…

Das Herumkarren der Lebensmitteln und den vielen anderen Produkten, läuft wegen der nicht vollen Anrechnung der Produktionskosten so prächtig. Um „die vielfach viel zu groß dimensionierten Anlagen auszulasten,“ wird beim Export auf die Abschreibung für die Anlagen verzichtet und notfalls „dem viel-geprießenen Export zu liebe,“ auch bei der übrigen Kostenrechnung auch noch beide Augen und die Hühneraugen zu gedrückt.
Die damit unglaublich verbilligten Produkte, reisen „mit dem ebenfalls hoch subventionierten Frachtgewerbe,“ ohne Anrechnung der verursachten Klimaschäden und „mit den recht locker verteilten Exportprämien“ um die halbe Welt.

Do., 02.06.2022 - 05:48 Permalink
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Profil für Benutzer Klemens Riegler
Klemens Riegler Do., 02.06.2022 - 22:59

Antwort auf von Johann Georg B…

Herr Bernhart, das ist aus meiner Sicht ein etwas unqualifizierter Kommentar. Der Herr Landeshauptmann versucht nicht die Bürger zu täuschen. Die Grundidee ist nicht schlecht, aber aufgrund der Kosten doch sehr diskutabel. Ein größerer Teil dieses Budget wäre in konkreten Projekten besser angelegt. Auch in der Landwirtschaft, die in der aktuellen Form nicht mehr nachhaltig ist, da sie eine größere Mitschuld am Klimawandel hat. Die CO2-Bilanz der Landwirtschaft ist nicht rosig und die Monokulturen in der Agrarwirtschaft sind schlicht und einfach zu überdenken.
p.s. Energiepolitik und die Unterstützung der Bürger durch die Landesverwaltung sind hier nicht Thema.

Do., 02.06.2022 - 22:59 Permalink

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