Italienische Politik
Scheme Matrix (Debug)
salto
community
partner-content
partner-plus-content
dossier
breaking
advertorial
editor
columnist
Ich danke Ihnen, Herr Prinoth
Ich danke Ihnen, Herr Prinoth, für Ihren Kommentar zu den politischen Hintergründen in Italien. Ich habe auch den Eindruck, dass uns immer mehr vorgegaukelt wird, dass wir Bürger über die Medien lediglich fragmentiertes Wissen erhalten und somit keine Chance haben, die Zusammenhänge zu erkennen. Eine gewisse Nervosität unserer politischen Vetreter wird allerdings immer deutlicher spürbar. Ich danke Ihnen für die vielen Fragen, die Sie stellen, die Zweifel, die Sie ansprechen. Das freut mich deshalb, weil es mich immer wieder verblüfft, mit welcher Sicherheit manche Menschen Meinungen vertreten und mit welcher Arroganz anderen Blödheit an den Kopf geworfen wird, ohne - und hier nehme ich mir die Frechheit zu unterstellen - dass sie sich selber fragen, woher denn die eigene Meinung eigentlich kommt? Wieviele Perspektiven wurden zugelassen, viewiele verschiedene Sichtweisen angehört, wie oft versucht, sich eine andere „Wahrheit“ vorzustellen, bis die eigene Meinung gebildet wurde?
Verpasste Chance auch gestern abend im ORF2 Spezial beim Interview mit Putin. Nach Aussage der Journalistin war dies eine einmalige Gelegenheit Herrn Putin vors Mikrofon zu bekommen. Ja Leute, dann nutzt doch diese Chance, gebt dem Mann 2 Stunden, auch 3, egal, lasst ihn reden, motiviert ihn, holt alles aus ihm raus, und verdammt noch mal, hört zu. Ich kanns einfach nicht verstehen, warum unsere Topjournalisten nicht einmal imstande sind, zuzuhören. Natürlich kann das kein entspanntes Gespräch werden, wenn der Journalist nur die Absicht hat, sein Gegenüber festzunageln, ihm seine bereits vorgefertigte Meinung aufzudrängen, kein echtes Interesse bekundet, den Mann auf der anderen Seite kennenzulernen, zu verstehen, zu erfassen. So funktioniert's natürlich nicht. Nein, Armin Wolf hat kein gutes Interview geführt, verbissen und verklemmt ist er rübergekommen, an seinen Notizblättern als Schutz- und Abwehrschild festhaltend, als hätte er Angst vor…………., ja vor was denn, vor einem Giftgasangriff? Und Herr Putin hat den Eindruck hinterlassen, dass er sich nicht gerne in die Karten schauen lässt. Wie auch, wenn der Gesprächspartner auf jede Antwort, die nicht in sein Konzept passt, Einspruch erhebt und den Eindruck erweckt: alles, was abweicht von meinem (einseitigen?) Wissen, ist gelogen und eine andere Perspektive lass ich nicht zu!